Eine Forschungsreise

Eine Forschungsreise, das klingt nach Abenteuer weit weg von Zuhause. Vielleicht irgendwo in Südamerika, wo es noch viel Unentdecktes gibt.

Ich gebe es dir gleich zu, auf dem Foto siehst du nicht die Iguazu- Wasserfälle. Ich weiss, das hast du längst erkannt, und so bin ich auch nicht weit gereist. Quasi vor meiner Ateliertüre fliesst die Töss. Sie hat sehr schöne kleine Steininseln und ich sitze mit meinem Laptop mittendrin. Es hat einigen Mut gekostet ins Kalte Wasser zu steigen, um auf den glitschigen Steinen zur Insel zu gelangen. Wir, die Elektronik und ich, sind heil angekommen, der Weg zurück steht uns noch bevor….

Ich niste mich auf einem Kissen zwischen den Steinen gemütlich ein und forsche. Natürlich, wie könnte es anders sein, in meinen inneren Ländern. Eigentlich hat diese Reise schon vor ein paar Jahrzehnten begonnen. Ich erinnere mich an den Moment, als ich mit gut zehn Jahren auf einen Baum geklettert bin und mein Stiefvater mir zurief: »Rölfli, schaffst du es auch wieder herunter?»

Damals stockte mir der Atem. Wie hat er mich eben genannt? Bin ich ein Junge, weil ich auf Bäume klettere? Dürfen Mädchen das nicht auch? War das ein Lob oder eine Beleidigung? Dass ich vielleicht nicht mehr vom Baum klettern oder gar hinunterfallen könnte, war für mich keine Frage. Ich vertraute dieser Kraft, dass sie mich trug oder gar auffing. Aber wer war ich nun? Ich sass da oben und wäre am liebsten nicht mehr heruntergekommen. Dem Baum war es egal, wer oder was ich war, aber mir? Was dachten die anderen von mir?

Das Bäumeklettern war irgendwann vorbei, obwohl es mich immer wieder mal juckt, aber die Forschungsreise nach meiner Identität ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Ich habe viel Erstaunliches entdeckt und jedes Mal dachte ich, so, jetzt weiss ich es!  Und kurz darauf stellte ich oder mein Leben alles wieder in Frage.

Geklärt ist, dass ich weiblich bin, dass das in Fragestellen meines Pioniergeistes eine Beleidigung war und dass die Suche nach meinem «wer bin ich», mich noch immer verunsichert.

Nun sitze ich mit einem Laptop auf den Knien mitten in der Natur und bin etwas irritiert… was für Gegensätze! Warum habe ich nicht Papier und Stift mitgenommen? Hm. Es rauscht um mich herum, Wasser kann sehr laut sein. Und es hört nicht auf! Es rauscht einfach weiter. Dem Fluss ist es egal, wer wie hiersitzt und womit sie beschäftigt ist oder was gerade tut. Das Wasser ist lauter als meine wilden Gedanken, ja, es nimmt sie einfach mit.

Ich spüre die Abendsonne im Rücken, die Büsche und Bäume, die das Ufer säumen, geben mir Schutz und Geborgenheit, obwohl mich alle sehen können, die den Weg entlang gehen. Was sie wohl denken? Was ist das für eine Verrückte dort drüben? Heisst sie etwa Rölfli?

Ich gebe nun jeden Widerstand auf und lasse mich vom Rauschen wegtragen, weg von all dem, was andere über mich denken könnten. Ich bin auf Forschungsreise meiner selbst und das zählt. Ich fliesse mit der Töss in meine Welten, wo ich Zuhause bin.

Da sind Eigenheiten von mir, die ich unterdrückt habe, weil ich merkte, dass sie sie nicht gefragt waren. Wesenszüge, die der Anpassung zum Opfer gefallen sind. Meine Forschungen bringen mich an Orte, die mich zum Schmunzeln bringen, die mir zurufen, liebe mich! Ganze Länder, wo ich vor Freude und Stolz tanze und laut, am liebsten kreuzfalsch, singe. Da sind aber auch solche, die mich zum Weglaufen bewegen. Orte, wo es mir Angst und Bange wird, wo ich den Kopf über mich selber schüttle, was hast du dir nur dabei gedacht?

Es gibt tausend Methoden Frieden mit diesen unbequemen Orten zu schliessen. Und ich sage dir nichts Neues, dass diese Arbeit anstrengend, aber heilend ist.

In letzter Zeit entdecke ich mich wieder neu. Ich reduziere. Mein Innenleben ist nicht mehr ein undurchdringlicher Dschungel und ich habe genug vom Reisen.

Da ist ein Licht in mir und in dir!, bei dem es sich verweilen lässt und das ich liebe!

Wir sind eine wunderbare Kraft, der wir durch und durch vertrauen können.

Wir haben einen einzigartigen Herzraum, der Liebe schenkt und empfängt.

Lassen wir doch den Frieden und die Freude in uns Platz nehmen und spüren, wie die Freiheit sich ausbreitet, wie ein warmes Federkleid.

Seien wir wahrhaftig, verbunden mit unserer Seele, denn sie flüstert uns den nächsten Schritt ein.

Meine Forschungsreise wird wohl ein Leben lang andauern. Mit wenig Gepäck reist es sich aber leichter……. ich hätte besser ein Papier und einen Stift mitnehmen sollen, da wäre jetzt mein Heimweg einfacher…..  Aber so, wie ich es schaffte voller Vertrauen vom Baum hinunter zu klettern, weil ich mit der Wesenheit Baum verbunden war, so unterstützt mich das kalte Wasser der Töss, das um meine Beine wirbelt, wieder ans Ufer zu gelangen.

So. Ich bin in wieder drüben und lache vor mich hin. Ich habe einen Weg gefunden, der mich über Steine ans Ufer hüpfen liess! Sicher und trocken spaziere ich dem Feldweg entlang zurück zum Atelier. Ich singe ein schräges, Glückslied: Was für eine super Idee, Iris, den Laptop in die Natur mitzunehmen! Ich habe gut gewählt. Morgen ist der der 3. Und ich kann dir nun ganz leicht den Bericht meiner Forschungsreise bei WordPress posten.

Rauschende Liebesgrüsse aus dem Tösstal in der Schweiz zu dir!

Rölfli…. und….

Iris, der Weltenwindfrau!

http://weltenwind.ch

Danke, liebe Leserin, lieber Leser für dein Hiersein! Du bist nicht nur für mich wichtig………. geniess das Frühlingsspriessen und viel Freude auf deiner eigenen Forschungsreise…..

   

Ein Geschenk

Ein Geschenk, ein Geschenk, ein Geschenk…..

Ich bin ein Geschenk, ich bin ein Geschenk, ich bin ein Ge….

Hach, ich bin so müde! Ich sollte schlafen, aber die Worte von der alten Frau letztes Jahr kribbeln in mir, als sollte ich sofort, jetzt, in diesem Moment aufwachen und blühen.

Die kleine Wurzel, die gar nicht tief in der Erde ausharrt, ist ungeduldig.

Wann ist endlich Frühling? Ich mag nicht mehr warten! Den ganzen Sommer über haben sich meine grünen, kleinen Blätter zwischen Gräsern und Gehölzen verkrochen. Ja manchmal haben wir uns ganz in die Erde verzogen. Im Herbst haben uns die Blätter zugedeckt und im Winter der Schnee oder der harte Boden. Ich will raus! Ich bin doch ein Geschenk!

Die kleine Wurzel bewegt sich, um zu prüfen, wie weich der Boden ist. Jetzt im Winter, fühlt sie sich zwischen Steinen, kalter Erde, Blumenzwiebeln und anderen Wurzeln eingesperrt.

Unbeweglich zu sein ist einfach zum Schreien. Aber hier unten würde es niemand hören.

Doch ich! Sagt die kleine Krokuszwiebel neben ihr. Könntest du einfach mal still sein? Der Winter ist sicher noch lang und, wenn du schläfst, geht die Zeit schnell vorbei.

Ich kann nicht schlafen! Ich will raus, an die frische Luft. Ich bin ein Geschenk! Ich will die Freude der Menschen hören, ich warte doch schon so lange!

Ich auch, hab Geduld und sei still. Schlaf jetzt, wie alle anderen hier unten auch.

Die kleine Wurzel murrt noch ein wenig, dann wird sie still, wackelt aber voller Protest mit den kleinsten Würzelchen, die sie schon mit Vorfreude hat wachsen lassen.

Warum muss ich immer das machen, was die anderen sagen? Warum muss ich mich anpassen und still sein, nur weil die anderen mich nicht hören wollen? Schlafen, hach, das ist doch langweilig, erst recht sooo viele Monde lang! Wir könnten doch etwas spielen? Oder singen? Oder einander mit den Wurzeln kitzeln? Oder rätseln, wie das Wetter da oben ist oder vom letzten Jahr erzählen? Wir könnten Wetten abschliessen, wer uns als erstes sieht, wenn wir denn mal blühen. Laut ruft sie:

Ihr seid langweilig!

Schschschschscht!!! zischt es zu ihr zurück, so dass der ganze Boden zittert.

Beleidigt, zieht sie ihre Würzelchen zurück. Jetzt ist es wieder ganz still im Winterboden. Das heisst aber nicht, dass die kleine Wurzel nun schläft! Im Gegenteil. Sie bleibt zwar unbeweglich, aber der Weg nach innen lässt ihr wenigstens Spielraum, wenn es nach aussen schon nicht geht. Da entdeckt sie eine winzig kleine Menge Saft, er fliesst in mir drin! Sie horcht in sich hinein. Dieser Saft summt! Dieser Saft, erzählt Geschichten vom Leben! Vom Aufwachen, vom Blühen, vom Sterben, vom Stillsein, vom ….. er hört gar nicht auf mit reden. Dieser Saft, sagt aber nichts von Anpassung, er erzählt vom Wahrnehmen des eigenen Rhythmus und vom Vertrauen in ihn, und dass jedes Lebewesen seinen eigenen hat.

Zum ersten Mal, seit dem letzten Frühling, wird die kleine Wurzel wirklich still. Ich wollte der alten Frau wieder eine Freude machen, indem ich blühe. Das war so schön! Aber sie meinte wohl nicht, ich solle das ganze Jahr blühen, hm.

Das macht niemand, meldet sich der kleine Saft wieder. Alle, alle Lebewesen haben einen Rhythmus und kein einziger gleicht dem anderen. Ja, es gibt Frühlingsblumen, aber jede kommt dann zum Vorschein oder verblüht wieder, wie es zu ihnen passt, auch du! Komm, sagte der Lebenssaft, wir spielen, singen, tanzen und rätseln miteinander. Wir zwei gehören zusammen. Keiner könnte ohne den andern sein. Zusammen leben wir, zusammen blühen wir, zusammen sterben wir. Und weißt du was? Du bist ein Geschenk! Weil du deine Kraft, die von innen kommt, spürst. Du schenkst Freude, weil du Freude bist und du bist frei, weil du auf deinen ureigenen Rhythmus hörst. Und wenn dieser sagt, geh raus und blühe, obwohl es noch Winter ist, dann ist das ein Geschenk deiner Kraft an dich, dass du diese Erfahrung machst.

Die kleine Wurzel staunt über das, was alles in ihr drin los ist.  Sie strahlt vor Freude, ein so liebevolles Innenleben zu haben. Mit einem Seufzer hält sie inne, atmet und lauscht. Auf einmal ist da eine Welle in ihr drin, die sie von Innen heraus bewegen und gleichzeitig wachsen lässt. Aus der kleinen Wurzel formt sich ein kleiner, grüner Kopf, der sich voller Vertrauen durch die harte Erde an die kalte Januarluft gräbt. Altes Laub umgibt ihn wie ein Nest, dann spürt er die Sonne. Ausser Atem wartet die kleine Primel auf den nächsten Impuls von ihrem Lebenssaft und….

…. breitet glücklich ihre zarten Blütenblätter aus. Ich bin ein Geschenk! Wir sind ein Geschenk! Die Erde, der Himmel, die Sonne, mein Saft und ich!

Ich wünsche dir, dass du immer wiweder den Mut hast, auf deine innere Stimme zu hören., dann zu blühen, wenn die Zeit reif ist für dich. Niemand, wirklich niemand kann dir sagen, wann das sein wird. Vertrauen! Hm…. Vertrauen in sich selbst, mit allem, was uns ausmacht ist wohl das schwierigste überhaupt. Aber wir schaffen das!

Darum sage ich jetzt laut zu mir und zu dir, damit ich es lerne…. ich liebe meine Ungeduld, meine Zweifel und mein Gesicht, wenn ich morgens in den Spiegel schaue….. ich erlaube mir, zu widder(ich habe bald Geburtstag ;-)sprechen und dabei zu wachsen….. es lebe das Menschsein mit ALLEN Farben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris, die WeltenWindFrau

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Ein Schubs von meiner Seele

Den Schubs von meiner Seele habe ich deutlich gespürt…. als es schon zu spät war.

Aufgelöst von den Gefühlen, die mir das Leben gerade beschert hatte, malte ich ein Minutenbild nach dem anderen. Schnell, ohne nachzudenken oder mich in Details zu verlieren.

Und dann geschah ein kleines Wunder. In dem ganzen Wirbeln schaute mir auf einmal so ein schräger Vogel aus dem Bild entgegen und zauberte mir ein Schmunzeln ins Gesicht.

Weggeblasen ist alle Schwermut, während ich dem frechen Kerl in seine viel zu grossen Augen schaute.

Komm, ich zeig dir was.

Oh, und sprechen kannst du auch?

Mach den Mund zu und nimm meine Hand.

Aber du hast doch gar keine….

Wie gesagt, sei still und folge mir.

Also keine Fragen, kein Grübeln mehr, nur eine Einladung annehmen, die wie eine Forderung klingt. Ok, was soll’s. Es kann ja nur besser werden. Vermutlich ist es ein Schubs meiner Seele.

An der Hand dieses Wesens verliess ich den vertrauten Ort an meinem Ateliertisch und ging mit ihm nach draussen in den Garten. Durch das kleine Gartentor wieder hinaus auf den Feldweg. Wir überquerten eine Brücke, die über einen wilden Bach führte, bogen ab und folgten einem unsichtbaren Pfad in den Wald hinein. Schon bald ging es steil bergauf, wir stolperten über Wurzeln und Steine, liessen uns von alten Tannen und deren Harzduft betören, kletterten unter umgefallenen Bäumen hindurch, so,dass die harte Rinde unsere Rücken massierte. Wir berührten mit den Händen den weichen Waldboden und schauten wieder zu den Wipfeln, weil da oben etwas erklang. Nach diesem Fest der Sinne traten wir wie frisch geduscht wieder aus dem Wald.

Vor uns lag, eine Wiese, die sich bis zu einem Berggipfel hinaufzog. Ich schaute fragend in die grossen Augen des Vogels. Dieser hielt seinen Kopf schief und fragte zurück, ohne zu sprechen. Aha, ich verstand, die Reise geht bis zum Gipfel.

Er nahm meine Hand fester und wir folgten dem Weg, der in Schlangenbewegungen den Berg hinaufführte. Mit jedem Schritt wurde es mir leichter um mein Herz. Jeder Atemzug, fühlte sich trotz der Anstrengung freier an. Es kam mir vor, als könne ich eine einengende Haut abstreifen.

Zwischendurch wollte ich stehenbleiben und zurückschauen, aber mein Bergführer liess es nicht zu. Also stapften wir Hand in Hand weiter. Auch hätte ich mich gerne über meine Befindlichkeit ausgetauscht. Aber er schaute mich einfach nur an und ich wusste Bescheid. Mund halten.

Als wir endlich oben ankamen, setzten wir uns auf einen grossen Felsbrocken und ich schaute mich seufzend um. Was für eine Aussicht! Mir verschlug es fast den Atem. Dann sah ich hinunter zum Dorf, wo ich lebte. Ich sah mich in meinem Leben herumwuseln, sah, dass mein Leben wie ein Dorf war. Mit Gärten und Strassen, Häusern, Familie, Freunden und Nachbarn, einer Schule und Läden, nur war dies alles mein Leben. Ich sah, wie ich mich eben verirrt hatte und mein Zuhause suchte.

Ich hob den Blick und liess ihn in die Ferne schweifen. Meine Schultern berührten das weiche Federkleid des Vogels, wir blickten uns an und er musste mir nicht mehr sagen, dass ich schweigen soll. Ich habe verstanden. Das eigene Leben einmal von oben zu betrachten, lässt vieles klar werden. Aha! Was für ein wertvoller schubs meiner Seele, danke!

Zufrieden schaute ich umher und war in Gedanken schon am Neuordnen meines Lebens. Wenn ich wieder bei mir zu Hause bin, dann……. ich war schon in Vorfreude!

Aber da hörte ich den Vogel laut und deutlich sagen: Flieg!

Was soll ich?

Mund zu und los!

Aber ich kann doch gar nicht….

Flieg einfach und vertraue dir!

Was? Nein! Ich schaue entsetzt in seine viel, viel, viel zu grossen Augen. Komm mit und gib mir wenigstens deine Hand!

Da spürte ich einen echten Schubs, sanft, bestimmt und voller Liebe. Ich aber fand es gar nicht lustig. Schnell breitete ich meine Arme aus, als hätte ich Flügel. So ein Mist, ich habe doch gar keine! Oje, ich stürze ab! Das kann nicht sein, bald bin ich tot und ich kann meine neu gewonnen Erkenntnisse gar nicht mehr umsetzen. Neineinein! Ich will nicht sterben, ich will leben!

Dann flieg doch! Sagte der total schräge Vogel, der seelenruhig neben mir herflog.

Du kannst gut reden, du hast Flügel!

Du auch! Flieg schon, schau, der Boden kommt schnell näher. Vertrau dir doch endlich. Mit seinen viel zu grossen Augen schaute er mich liebevoll an.

Vertrauen?!? Ich. Soll. Mir. Vertrauen?!?

Die Tannenspitzen kitzelten mich schon an meinem Bauch und ich nahm den Duft des Waldes wahr. Ich atmete das Unmögliche tief ein und beim Ausatmen breitete sich eine Kraft in mir aus. Sie erfasste mich ganz und gar, verlieh mir Flügel. Ich spürte den Himmel über mir, wo Millionen von Sternen sein mussten, jetzt aber die Sonne mir entgegenblinzelte. Wie durch ein Wunder hob mich diese Erinnerung in die Luft. Ich vertraue diesem Zusammenspiel von Himmel und Erde. Ich bin ein Teil davon und…. so ein Universum ist auch in mir! Sich nicht zu vertrauen ist, als würde man dies alles in Frage stellen.

Wer bist du eigentlich?, frage ich den frechen Schubser endlich.

Ja, wer wohl? Wer hat mich gemalt?

Was? Du bist ich?

Ja und nein. Ich bin ein schräger Vogel, von dir beseelt und zusammen machen wir uns auf den Weg des Vertrauens.

Mit klopfendem Herzen landen wir wohlbehalten auf, eh, an meinem Ateliertisch.

Ich schaue das Bild mit dem lustigen Vogel an und schüttle ungläubig den Kopf. Ich kann fliegen!

Das war ja eine Reise! Ich wünsche dir, dass dich deine Taten, Gedanken und Schöpfungen, die aus deinen Tiefen kommen, genauso überraschen und dich zum Schmunzeln bringen, so wie sie es für mich in dieser Geschichte taten. Ich glaube fest daran, dass diese stille Freude, die wir tief in uns selber spüren, uns stärkt und Vertrauen schenkt.

Einen herzlichen Gruss von den Winden, die Geschichten aus den Welten zu uns wehen und von den vielen Bewohner:innen dieser Erde und natürlich auch von anderen Sternen erzählen.

Iris

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Tanz im Nirgendwo

Ein Tanz im Nirgendwo ist eine Reise zur eigenen Essenz.

Ein Tanz im Nirgendwo klingt romantisch, ist es aber nicht. Stell dir vor, du hörst von Weitem eine Musik und du lauschst ihr, weil es das Einzige ist, das übrigbleibt, wenn da nichts ist.

Ich könnte auch davonrennen, zur Musik tanzen oder im Vertrauen mich hinsetzen und lauschen bis….. ja bis wann? Bis etwas passiert? Bis mich jemand rettet oder mir einen Kompass in die Hände drückt? Oder mich gar an der Hand nimmt und mir sagt, wo’s lang geht? Ich bin sicher, so geht das nicht.

Atmen. Atmen ist immer gut. Also bleibe ich vorerst sitzen und lausche weiter. Lauschen kann ganz schön anstrengend sein. Nichts Tun und die Ohren spitzen. Und da! Auf einmal wird es still. Die Musik ist nicht mehr zu hören. Jetzt sind wir nur noch zu dritt; mein Wille, das hier zu erfahren, ich und das Nirgendwo. Und jetzt?

Wohin soll ich gehen, wenn ich nicht weiss, was ich will? Zu welcher Musik soll ich tanzen, wenn es keine mehr gibt? Ich schaue umher. Was sehe ich? Alles ist weiss, soweit das Auge reicht. Es ist kein Schnee, es ist weisse Farbe, die wie ein Schleier alles zugedeckt hat.

Darunter ist es bunt, ich habe es selber übermalt, weil ich herausfinden will, was echt in mir ist und wo ich mir etwas vormache. Und jetzt sitze ich da und es ist leer. So leer, dass mir mulmig wird in der Magengegend. Früher war alles so leicht. Schnell mich zur Musik bewegen, ich liebe den Tanz! Farben in die Hand nehmen und mich von ihnen verführen lassen. Lauschen und still werden, die inneren Bilder kamen von alleine und erzählten mir eine Geschichte. Aber jetzt?

Ich habe es mir selber eingebrockt. Ich kann niemandem die Schuld für meine Leere geben. Ach, wie schön das wär! Auf meiner weissen Farbe zu sitzen und zu wissen, dass darunter mein ganzes buntes Leben ist, ist echt bescheuert. Ich weiss, dort hinten am Horizont ist noch ein Stück zu sehen. Ich müsste nur aufstehen und ich wäre, schwupps, wieder in meinem gewohnten Leben.

Aber ich will nicht!

Ich will herausfinden, was wirklich echt ist in mir drin und wo ich mir etwas vormache. Weil…… ja weil ich schon oft in meinem ganzen, langen Leben immer wieder einfach funktioniert habe.  Nun möchte ich zu meiner Essenz durchdringen, die verborgen unter Schichten der Gewohnheiten und einer gewissen Blindheit vergraben liegt. Und ich bin sicher, dass da tief in mir drin etwas ist. Ich habe es schon oft gespürt und auch gelebt. Aber immer wieder hatte ich das Gefühl, ich müsse etwas Sinnvolles daraus machen. Ach, es fällt mir so leicht, irgendetwas zu tun! Meine Fantasie ist grenzenlos!

Aber ich möchte nicht mehr einfach etwas machen, nur damit es schön aussieht und vielleicht auch noch einen Namen hat.

Namen sind Schall und Rauch, schrieb Goethe. Das begleitet mich schon fast mein ganzes Leben und ich habe es immer so interpretiert, dass ein Name sich wie Rauch auflösen kann. Zurück bleibt die Erinnerung und der Duft. Es kommt aber darauf an, mit welcher Kraft ich den Namen in die Welt trage und womit ich ihn fülle. Denn für mich war der Schall immer wie ein Echo, das irgendwann zurückkommt.

Nach all den Jahren staune ich über meine Gedanken von damals und finde sie heute noch stimmig. Ich möchte meiner Wahrhaftigkeit Raum geben, auf dass ich sie spüre und vernehme wie ein Echo. DEN Raum geben, MEINEN Raum mit meiner ECHTEN Gestaltungskraft erfüllen. Ich möchte meine Seele sprechen lassen und hören, tiefes Hören erleben, was genau die Abmachung ist, bevor ich hierher auf die Erde kam. Ich möchte meine Sprache kennenlernen und sie frei sprechen und zu ihr tanzen, weil dies mein Zuhause ist.

Darum sitze ich weiter auf meiner weissen Farbe im Nirgendwo und horche in mich hinein. Mein Herz klopft wild, bei Tag und bei Nacht, meine innere Musik höre ich manchmal deutlich und, wenn ich sie festhalten will, verschwindet sie einfach wieder. Ich spüre meine Seele, wie sie sich wie ein schützender Mantel um mich gelegt hat und mit mir da durchgeht.

Atmen und vertrauen.

Atmen und wieder aus der Balance fallen und schnell etwas tun wollen.

Atmen und sitzenbleiben.

Atmen und angestrengt suchen, weil grad viel Angst da ist.

Atmen und der Musik lauschen, die auf einmal, wie durch ein Wunder erklingt.

Atmen und mich freuen.

Atmen und ein Ziel vor Augen haben wollen.

Atmen und alles wieder verlieren.

Atmen und spüren, dass es noch tiefer geht.

Atmen und ……. an meinem Rücken nehme ich auf einmal etwas Raues, Starkes, Ewiges wahr. Ich drehe mich um und staune über eine uralte Linde. Warst du schon die die ganze Zeit hier? Ohne mir eine Antwort zu geben spüre ich ihre sanfte, kraftvolle Lindensprache, die mich auffordert aufzustehen und mich mit ihrem Tanz zu verbinden.

Ich stehe auf und breite meine Arme aus und ahme mit meinen Händen die Äste der Linde nach, mit meinen Fingern die Bewegungen der Blätter, die im Wind tanzen. Mein Körper versucht ihre Form anzunehmen, während meine Füsse zu Wurzeln werden. Ich spüre die Erde, wie sie mich hält und nährt. Der Himmel lädt mich zu seiner Weisheit ein und ich fühle mich zuhause. Ach, kann man die Erde und den Himmel umarmen?

Welches nun meine Essenz ist, welches meine Aufgabe und wo die Lebensreise hinführt? Ich habe immer noch keine Antworten auf diese Fragen. Bis dahin tanze ich mit der Linde im Nirgendwo. Sanft, beseelt und von allen Sinnen getragen. Mit dem Vertrauen, dass Antworten kommen und dass diese Leere mir die Kraft gibt zu lieben.

Mich und…. dich!

Ich grüsse von Herzen fest und ich freu mich, wenn ich dich auch zum Erforschen deiner innersten Wahrheit angeregt habe.

Die Winde der Welten schenken dir sanfte Unterstützung. Such eine Linde und lass dich von ihr Umarmen und tragen.

Herzlich,

Iris,

die von den Welten erzählt.

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Meine Grenze

Die eigenen Grenzen kennenzulernen, braucht Zeit und Vertrauen.

Grenzen sind schnell überschritten, denn sie haben viele Gesichter. Arbeiten ohne Ende, gewollt oder von aussen verlangt, um jeden Preis gefallen zu wollen, sich anzupassen, obwohl es in einem schon längst neeeiiin schreit, sich körperlich zu sehr auszugeben, sei es bei Sport oder anderen Aktivitäten oder einfach im Alltag mit all seinen Verlockungen. Da sind noch die üblen Grenzüberschreitungen, aber die haben hier jetzt nichts zu suchen. Du merkst, ich könnte noch manche Zeile schreiben, bis vielleicht alles aufgezählt ist.

Aber das möchte ich nicht. Ich möchte dir von einer ganz besonderen Erfahrung berichten. Ich habe eine Grenze mit Fasten richtiggehend herausgefordert. Das hat mich voll aus meiner Komfortzone herausgespickt und ich wurde aufgefordert, mich eine ganze Woche lang in Hingabe und Annehmen zu üben.

Was für eine Anstrengung! Meine Gemütslage änderte sich von euphorisch, das schaffe ich! Über Hilfe!, ich bin nicht mehr leistungsfähig! Zu oh nein, ich bin sowas von schwach und bedürftig! Atmen, annehmen und hingeben, atmen, annehmen und hingeben, atmen, annehmen und hin…………. kannst du dir vorstellen, wie schwierig das ist?

Ich habe eine ganze Woche lang nichts gegessen. Was für ein Luxus, den ich mir leisten konnte in meinem, bis jetzt wohlgenährten Leben! Zum Zmittag gab es einen Smoothie aus Kräutern aus dem Garten. Zum Znacht eine laue Gemüsesuppe ohne irgendetwas drin und sonst den ganzen Tag nur Wasser oder Tee und das sechs Tage lang. Am siebten ass ich dann einen Apfel und am Abend einen mit viel Liebe und Hingabe zubereiteten Kartoffelstock. Ich glaube, nein ich bin ganz, ganz sicher, es war der beste meines Lebens!

Wie konnte ich mir nur so etwas antun, fragte ich mich am sechsten Tag, als ich für einen zwanzigminütigen Spaziergang mehr als eine Stunde brauchte? Das kann doch nicht gesund sein!? Wie, um Himmelswillen, bin ich darauf gekommen, meine Kontrolle über mein Leben, über meinen Körper auf diese, fast schmerzhafte Weise aufzugeben?

Eine solche Grenzerfahrung ist zum Wohle meines Körpers, ja meiner Gesundheit, habe ich mir gesagt. Ich habe meinen Organen eine Auszeit gegönnt. Ich habe meinen Zellen die Möglichkeit gegeben Gifte, die sich wohl über Jahre angesammelt haben (physische und psychische, z.B. Stress) auszuscheiden. Vielleicht habe ich das medizinisch nicht ganz korrekt formuliert, aber ich kann dir sagen, da ging die Post ab. Ja, wirklich! Ich hatte so viele Erkenntnisse, wie schon lange nicht mehr und gigantische, aufschlussreiche Träume.

Mir wurde es leichter und leichter ums Herz. Ich fühlte eine tiefe Sanftheit in mir drin, die sich immer mehr ausdehnte, bis sie mich, meine ganze Umgebung, ja meine ganze Lebensgeschichte ganz und gar erfasste.

Ich bekam ein Gefühl für den Moment. Mein Ego kümmerte sich um mein Überleben, was ja seine eigentliche Aufgabe ist. Es machte seine Sache mit vollem Einsatz und ich fühlte mich bei ihm gut aufgehoben. Mein Geist wurde immer freier, während mein Körpergefühl die ganze Aktion für ziemlich überflüssig hielt.

Nun ist es schon wieder eine Woche her. Langsam habe ich wieder mit Essen begonnen. Ich gebe nun mehr darauf acht, was ich meinem Körper zumute. Meine Kräfte sind wieder da, diese Sanftheit ist geblieben samt den Einsichten, die ich nun in mein Leben einweben werde. Ob die Entgiftung gelungen ist? Keine Ahnung. Ob ich diese Grenze jemals wieder ausloten will? Kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Ob sich diese Grenzerfahrung gelohnt hat? Tausendmal ja!

Ich weiss jetzt aber auch, was mir am meisten gefehlt hat.

Das Sinnliche.

Essen zu schmecken, zu riechen und zu geniessen, mich in meinem Körper wohlfühlen, weil ich ihn liebevoll genährt habe und ihn von ganzem Herzen liebe. Hier auf Erden ist er mein Ein und Alles. Ich will Musik hören, mich mit Kunst beschäftigen und mich damit umgeben, weil es ALLE Sinne anregt. Bäume umarmen, die Natur einsaugen, und meine Liebe zu ihr wieder ausatmen, mich mit lieben Menschen austauschen und denen vergeben, die es nicht waren.

Ja, die Natur hat mich in dieser Zeit genährt. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, ich hätte gegessen, nach einem Spaziergang im Schneckentempo. Es ist wahr, sie ist die beste Mutter, die wir uns vorstellen können, sie lässt uns nie, nie, wirklich nie im Stich. Es liegt an uns, sie zu beachten und uns ihr voller Vertrauen hinzugeben und sie mit offenem Herzen anzunehmen. Sie wird uns das schenken, was sie will, nicht das, was wir von ihr erwarten.

Meine Sinne sind wieder geschärft und ich feiere sie jeden Tag, indem ich sie nähre. Ich freue mich über meinen Körper, er ist ja sowas von genial! Ich liebe meinen Geist, wie er dem Herzen die Hand gibt oder ist es umgekehrt? Ich danke meinem Leben, ich fühle mich von ihm soso sehr erfüllt und beschenkt!

Bevor ich mich für diesmal wieder verabschiede, empfehle ich dir, eine Heilfastenwoche nicht alleine zu machen. Eine solche Grenzerfahrung braucht kompetente Begleitung. Danke, liebe Ljiljana, für dein grosses Wissen und die Sicherheit, die du ausgestrahlt hast. Du hast mir damit vermittelt, dass sich dieses Abenteuer lohnt. Durch deine Präsenz fühlte ich mich ernst genommen und aufgehoben.

oazaholistic@gmail.com

Ich habe meine Grenzen gespürt, im wahrsten Sinn des Wortes. Ich habe den Anstoss erhalten, sie zu achten, mich immer wieder zu sammeln und zu reflektieren, Verantwortung  für meinen Anteil am Leben zu übernehmen. Das Innehalten und die Langsamkeit sind Schlüssel dazu. Ich wünsche mir, dass wir uns immer wieder Zeit dazu nehmen. Es muss ja nicht gleich eine Heilfastenwoche sein…….

Und weil ich grad so in Umarmungslaune bin, vor lauter Freude ein fast unmögliches Abenteuer überlebt zu haben 😉 umarme ich dich und grüsse dich von Herzen fest!

Iris

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Natürlich gibt es noch ein Schäumchen, wie bei einem Cappuccino. Ich dachte, wenn schon fasten, dann richtig. Darum habe ich die ganze Fastenwoche das Handy jeweils 20 Std lang ausgeschaltet. Auf einmal wurde es ruhig um mich. Und ich hatte das Gefühl, wie nach einem lauten Konzert, wenn man dann im Bett liegt. Es ist Nacht und still, aber der Sound vibriert im ganzen Körper weiter……

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Und auf meiner Homepage weltenwind.ch kannst du in „alten“ Nwesletters stöbern gehen. Ich freue mich auf dich!

weltenwind

So, nun ist es Zeit. Es ist Zeit, dir von den Weltenwinden zu erzählen.

Ach, wieder einmal purzelt in meinem Kopf alles durcheinander oder anders gesagt, alles will auf einmal gesagt sein. Das geht natürlich nur in der lebendigen Innenwelt, aber die Sprache verlangt ein Wort nach dem anderen.

Also, nochmals von vorn: ich berichte heute von meinem Atelier mit dem schönen Namen Weltenwind. Haha, lachst du, so heisst ja auch die Hompage, das weiss ich doch längst. Ja! Genau!

Und mein Atelier trägt den Namen nun für alle sichtbar an der grossen Schaufensterscheibe. Ich habe ihn selber spiegelverkehrt an das Fenster geschrieben: weltenwind.ch

Mein Atelier ist eigentlich ein kleiner Laden. Das habe ich mir immer schon gewünscht! Mein Arbeitstisch steht am Fenster und die ganze Aussenwelt inspiriert mich. Oft stehen die Leute still, schauen und manchmal kommen wir ins Gespräch, auch ohne Worte. Genauso habe ich mir das vorgestellt.

Ja, ich gebe es zu, oft male oder gestalte ich, was ich eigentlich sehr gern tue, an diesem Tisch nicht. Ich schaue, träume und lausche. Dann blicke ich hinauf zum Weltenwindschriftzug, dann weiter und immer weiter in den Himmel und fliege davon. Ich lasse mich von den Winden der Welten davontragen…… und dann, an einem sonnigen Tag passiert es: Weltenwind tanzt hinter dem Vorhang hervor und beginnt zu sprechen!

Haaallo! Hallo, haaallo ihr da draussen! Ich bins! Weltenwind!

Ich bringe Düfte, Klänge, Farben, Ideen und Projekte aus allen Richtungen dieser Erde mit. Und ich meine wirklich aus allen Richtungen, die man sich nur vorstellen kann. Da sind so viele Geschichten! Und ich erfinde sie nicht. Sie sind alle da und werden von den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, den Elementen, den Sternen und den Steinen geschrieben. Überall ist Leben drin. Und Leben will gelebt sein, sich zeigen. Jedes auf seine eigene Art und Weise. Und ich habe die Ehre, diese Geschichten in die Welt hinauszutragen. Ich möchte, dass sie Wirklichkeit werden!

Liebe Leute, nun habe ich ein Zuhause gefunden. Schaut! Da in diesem Laden. Hier arbeitet eine Frau mit einer rosaroten Nickelbrille. Ihre wachen Augen halten liebevoll Ausschau nach allem, was vorsichtig aus einem Versteck blinzelt und sich gleich wieder zurückziehen will.

Sie hat sehr viel Erfahrung und wunderbare Ideen, wie Schüchterne, Träumende, Suchende und Neugierige Vertrauen in ihre Gaben finden können. Sie kennt die Sprache der Winde aus den verschiedenen Welten. Die Menschen an ihre eigene Natur zu erinnern, ist ihr Wunsch und ihr Traum. Sie stellt sich nämlich immer wieder vor, wie die Welt aussehen würde, wenn alle das tun würden, was sie wirklich gut können, aus vollem Herzen und zum Wohle aller. Sie ist sicher, dass das eine einzigartige Symphonie wäre.

Ich bin Weltenwind und trage gerne auch deine Geschichte in diesen kleinen Atelierladen, auf dass du Freude an deiner Kreativität, deinen Gaben und Projekten erhältst. Schau nach, was dich auf http://weltenwind.ch anspricht und ich bin sicher, dass sich die Frau mit der rosaroten Nickelbrille über deinen Mut und dein Interesse freut, wenn du mit ihr Kontakt aufnimmst.

Ich bin Weltenwind und grüsse dich! Und noch etwas: Befreie deine Welten mit einer sanften Brise, es ist Zeit…….

Ich habe unterdessen meinen Kopf in meine Hände gestützt, schmunzle und bin verlegen und meine Wang(l)en glühen! Ich hätte nie gedacht, dass ich soviel Gutes über mich schreiben könnte. Ach, was sage ich da…. das war ja gar nicht ich, das war Weltenwind höchst persönlich! 😉

Ich grüsse dich voller Freude und von deiner Geschichte träumend!

Iris

http://weltenwind.ch

tabula rasa

Es braucht Mut, Altvertrautes wegzuräumen. Genauso wie ein Bild für einen Blog auszuwählen, das nicht einfach schön ist. Ich hätte so ein eindrückliches Mondbild von der Silvesternacht, aber es passt einfach nicht zu dem, was ich dir erzählen möchte. ….. tabula rasa……

Auf dem Bild siehst du meinen Arbeitstisch. Ich erkenne ihn selbst nicht wieder. Noch vor Kurzem war er übersät mit vertrauten Kleinigkeiten, die mich in meiner Arbeit unterstützten. Blätter, Stifte, Farben, Pinsel, ein kleiner Becher mit Wasser, (der manchmal umkippte), Leim, Schere, eine kleine Schlumpfine, Tonfiguren, Steine, Federn, Räucherwaren, Kerzen, Brillen, Bücher und – ganz wichtig – all die tausend Notizen, die dann irgendwie im Chrimschrams verschwanden….. und zwischen alledem nisteten sich ganz viel Staub und Brösmeli ein, ein echtes Biotop!

Platz für meinen Laptop gab es manchmal nicht. Dann schob ich mit ganz viel Feingefühl all die für mich sehr wertvollen Dinge beiseite. Und wenn ich dann schrieb und umherschaute, weil ich nachdenken musste, fanden meine Augen immer eine Ablenkung. Mein Altvertrautes machte mir Mut auch forsche E-Mails zu schreiben.

Und nun….. tabula rasa…… alles weg. Nur mein Weihnachtsgeschenk steht da. Ganz prominent. Ganz alleine posiert es auf meinem frisch geputzten und mit Autopolierwachs eingeriebenen, auf Hochglanz gebrachten altvertrauten Gartentisch meiner Oma. Da ist er wieder! Ich lade ihn aufs Neue wieder ein.

……. tabula rasa…..klingt einfach, ist es aber nicht. Es braucht ganz viel Liebe dazu. Es braucht diesen Mut wirklich zu lieben, um alles Vertraute und Verstaubte wegzuräunen. Ich habe mich von Altem verabschiedet, einiges im Silvesterfeuer verbrannt. Nur sehr wenige Gegenstände dürfen irgendwann zurück, weil sie zu meinem Herzensinventar gehören.

Wie dieses Mikrofon…… eine Einladung, mit meiner Stimme zu erzählen.

Da ist es wieder. Es braucht Mut. Mut die Liebe zu erkennen, sie tief in einem drin zu spüren, um ihr dann einen frischen, freien Raum zu schenken. Ich nehme genau diese Kraft in meine Hände, lege sie an meinen Hals, um meiner Stimme Vertrauen und Liebe zu schenken. Ich werde Mut brauchen, um dir zum nächsten Blog, am 3. Februar eine Aufnahme zu gestalten. Das Mikrofon steht da und schaut mich aufmunternd an, so als wüsste es um meinen alten, geheimen Traum.

Mein Bruder riet mir vor ein paar Tagen, ich solle an meinem Haus vier Räder anbringen, mein Auto davor spannen und losziehen…… das werde ich. Von diesem Schreibtisch aus. Anstatt Räder werden es Flügel sein, das Haus meine Stimme und das Auto….. dieses Mikrofon!

Ich bin selber ganz gespannt!

Nun bedanke mich bei dir. Du gehörst zu der kleinen, feinen Leser:innenschaft meines Blogs und bist für mich sehr wertvoll. Ich freue mich, dass du jeweils am 3. des Monats meinen Blog liest! Und ich freue mich über alle, die sich nach und nach dazugesellen.

Und wenn auch du mutig sein willst, freue ich mich, wenn du als kleines Zeichen deiner Freude, mir einen Stern schenkst oder gar einen Kommentar hinterlässt?

Wie auch immer du dich entscheidest, mein Herz schlägt für ein farben-, licht-, und liebevolles Jahr!

Übrigens, tabula rasa war im letzten Jahr. Jetzt geht es um einen Neuanfang, ein neuer Zauber darf voller Vertrauen unsere Arbeitstische beleben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Ah…….jetzt weiss ich warum dieses umwerfende Mondfoto auch mit in den Blog will: Für welchen schlummernden Traum räumst du einen Platz frei, auf dass er Wirklichkeit werde? Erzählst du es mir? Vielleicht kann ich dich dabei unterstützen? atelier@iriswangler.ch

Bis bald!