Sommerreise

Sommerreise

Es ist Sommer! So richtig Sommer. So richtig, richtig Sommer!

So, wie man es in Büchern und Filmen erleben kann, nur, dass es Wirklichkeit ist.

Es duftet, windet, scheint, verlangsamt, vibriert, entfacht, erblüht, bewässert, strahlt, funkelt, sonnt, mondet, träumt und bekörpert das Leben.

Eine Lebenssommergeschichte erzählen, das würde jetzt doch so gut passen! Eintauchen in das Geschehen, das jetzt gerade stattfindet.

Ich sitze unter dem Nussbaum bei glühender Sommerhitze und geniesse den Schatten. Blumen, Grashalme und Wäsche lassen sich vom Wind bewegen und von der Sonne bescheinen.

Ich spüre einen grossen Frieden in mir. Grad ist kein Wollen und Müssen da.

Spinnenfäden leuchten wie Feenhaare auf dem lichtgepunkteten Baumboden. Ob sie klingen, wenn ich sie sanft berühre?

Der Milan pfeift und weckt mich aus meinem Träumen: „Komm! Steh auf! Lass Papier und Bleistift liegen und reise mit mir in den Sommer!“ Für einmal alles liegen lassen, so, wie es ist. Alles in Ruhe lassen, auch mich selber.

Ok! Ich höre jetzt einfach auf mit Erzählen, lasse alle den Sommer geniessen. Soll es jede und jeder auf seine Weise tun!

Fliegend, gehend, schwimmend, denkend, träumend mache ich mich auf meine Sommerreise.

Eigentlich bin ich schon lange unterwegs, denn ich finde, das Leben gleicht einer Reise. Mal bleibt man kurz, manchmal sehr lange an einem Ort und dann ist man wieder so intensiv unterwegs, dass man kaum weiss, wo man gerade ist. Und ja, die Abenteuer, die sind ständige Begleiter!

Je älter ich werde, desto deutlicher spüre ich, wo ich verweilen möchte und wann es Zeit ist, weiterzuziehen.

Natürlich stellt sich die Frage, wo es denn hingeht auf dieser Lebensreise?

Eine kleine Maus, die vor ein paar Tagen in der Dämmerung einer Hütte über mein Kissen krabbelte, riss mich so gnadenlos aus dem Schlaf, dass ich von einem Moment auf den anderen hellwach war. Ein Schreck, der mich ganz erfasste, dann eine ganz besondere Wachheit. Und ich erkannte wohin mich die Reise als nächstes führt:

ZU MIR SELBER!

Staunst du auch? Tja….. und ich erst!

Herzklopfend und schmumzelnd winke ich dir nun zu:

„Einen schönen Sommer und vor allem eine wunder-volle Reise!“

Frieden

Frieden 2Schlafen, friedlich und süss
allem entrinnen
in die eigene Welt abtauchen
wo niemand Zutritt hat
sich die Welt erträumen
von Liebe und Schönheit träumen
auch wenn die Welt fast untergeht
meine Welt und mit ihr die ganze Erde.Den Alltagskämpfen entfliehen
und nach der Liebe und der Schönheit in mir suchen
den Frieden finden
Sterbe
der alten sich ewig wiederholenden Leierlieder.EndlichFrieden 3das Herz
über dem Kopf klingen, schwingen, erzählen und sich ausbreiten lassen!  Frieden 4Ruhe
wohltuende, heilende Ruhe
kein Kämpfen mehr mit meinen Stimmen
Frieden schliessen mit meinen Farben. Frieden 1    Mich aufrichten
erwachen
die engen, verklebten Sinne öffnen
sie weit, ganz fein und staunen lassen.Frieden finden in mir selbst
schenkt mir Ruhe im Kopf.Frieden finden mit mir selbst
bringt mich zum Staunen,
wie lebendig und voller Kraft ich bin!Frieden schliessen mit mir selbst
lässt mich mit dir das Leben lieben!