Tiergeschichten

Tiergeschichten sind eigentlich nicht so mein Ding. Du hast sicher gemerkt, dass ich gerne von Menschen, Pflanzen und sonstigen Wesenheiten erzähle. Tiere waren für mich bis jetzt viel zu konkret.

Nun ist es aber so, dass mir Tiergeschichten in letzter Zeit immer wieder über den Weg laufen. Ich lese in Büchern davon, erzähle sie meinen Enkelkindern, höre von Tiergeschichten im Radio, sehe sie in Buchläden und eine Freundin erzählt mir bei einem Mittagessen von Tiergeschichten. Kopfschüttelnd bin ich in mein Atelier gefahren und was sehe ich da? Ein angefangenes Bild, in dem lauter Tiere versteckt sind. Du siehst, oben im Bild habe zwei herausgeholt, aber da sind noch mehr! Es zeigt erst den Anfang meiner Entdeckungsreise.

Und jetzt? Ich sitze vor meinem Computer ohne Plan. Also, wenn mich das Leben auf Tiergeschichten aufmerksam macht, dann wartet wohl auch eine, die gehört werden will! Ich bin ja gespannt, du auch?

Los geht’s:

  • Oh, doch! Das kann ich!

Kannst du nicht, du irrst dich gewaltig!

  • Komm, sei still, du hast keine Ahnung, wie es ist, Flügel zu haben.

Aber du hast doch gar keine Flügel!

  • Oh doch! Da schau!

Du bist schon das frechste Tier ohne Namen. Du behauptest einfach etwas, obwohl du weißt, dass es gar nicht stimmt!

  • Kann ich etwas dafür, dass du ein Esel bist, der nur glaubt, was er sieht?

So, jetzt ist aber Schluss! Ich hab’s einfach satt, wenn wir Esel immer für dumm verkauft werden! Wir kennen die Wahrheit und davon lassen wir uns nicht abbringen. Uns kann niemand etwas vormachen. Und wenn er oder sie es trotzdem versucht, schauen wir diesem Jemand in die Augen und werden still, bis er begreifet, dass wir ihn durchschaut haben.

  • Weißt du was? Deine Augen täuschen dich.

Schon wieder so eine Frechheit! Meine Augen sehen alles, einfach alles und das ist manchmal einfach unerträglich!

  • Haha, du bringst mich zum Lachen. Das liegt doch in deiner Entscheidung, wo du hinschaust und was du daraus machst! Warum willst du alles sehen, wenn du es nicht erträgst? Ich bleibe dabei, deine Augen täuschen dich.

Wie kannst du so etwas behaupten, du bist ja nicht ich!

  • Und darüber bin ich froh. Aber irgendwie auch nicht. So gerne würde ich mal erleben, wie es ist, so stur zu sein.

Na hör mal, jetzt reicht’s! Ich kenne die Wahrheit und eine davon ist, dass du nicht fliegen kannst, obwohl du es mir weis machen willst. Du lügst! Du bist viel zu dick und du hast gar keine Flügel. Gib es endlich zu! Dann können wir wieder Freunde sein und aufhören zu streiten.

  • Wir streiten uns doch gar nicht. Ich möchte dir nur klar machen, dass das, was du siehst, nicht immer der Wahrheit entspricht.

Oh nein, ich vertraue meinen Augen und meinem Instinkt, die haben mich noch nie im Stich gelassen. Und wenn du daran festhalten willst, fliegen zu können, dann sind wir eben keine Freunde mehr.

  • Sag ich doch, du bist stur.

Wenn du dem stur sagst, wenn ich Recht habe, dann bin ich halt stur.

  • Ein richtiger Esel eben und ich dachte…

Was dachtest du?

  • Ach, nichts.

Komm, sag schon!

  • Nein.

Wieso nicht?

  • Weil du….

Weil ich….?

  • Weil du…. ich dachte…. ich habe mir gewünscht…..

Was willst du mir sagen?

………

………..

……………..

……………………

Los, du mein dickes Eichhörnchen, erzähl’s mir.

  • Ich, ich wäre so gern mit DIR nach Australien geflogen. Ich bin nämlich gar kein Eichhörnchen, ich bin ein Känguru und ich will meine Familie besuchen, die dort lebt.

Oh!

  • Ja, und ich hätte sooo gerne meiner Familie meinen besten Freund vorgestellt.

Oooooh…

  • Ja, aber er glaubt nicht an mich.

Ach………….. nun hör mir zu. Erstens, weiss ich schon lange, dass du kein Eichhörnchen bist, aber weil du mir gesagt hast, dass du gerne eines wärst, habe ich dich so genannt. Zweitens sind wir schon in Australien und drittens möchte ich sehr gerne deine Familie kennen lernen.

  • Gut, dann fliegen wir morgen hin.

Aber…………….. hach, ich liebe dich!

  • Ich dich auch, und wie!

Eine neue Welt hat sich mir gezeigt! Tiergeschichten sind so lebendig und bewegen das Herz. Ich bin gespannt, ob aus dieser Welt wieder einmal der Wind herweht……. du auch?

http://weltenwind.ch

Ich grüsse DICH voller Liebe!

Iris

….noch nicht fertig….. 😉

Über ein Weitererzählen oder Weiterleiten freue ich mich………..!

Meine Grenze

Die eigenen Grenzen kennenzulernen, braucht Zeit und Vertrauen.

Grenzen sind schnell überschritten, denn sie haben viele Gesichter. Arbeiten ohne Ende, gewollt oder von aussen verlangt, um jeden Preis gefallen zu wollen, sich anzupassen, obwohl es in einem schon längst neeeiiin schreit, sich körperlich zu sehr auszugeben, sei es bei Sport oder anderen Aktivitäten oder einfach im Alltag mit all seinen Verlockungen. Da sind noch die üblen Grenzüberschreitungen, aber die haben hier jetzt nichts zu suchen. Du merkst, ich könnte noch manche Zeile schreiben, bis vielleicht alles aufgezählt ist.

Aber das möchte ich nicht. Ich möchte dir von einer ganz besonderen Erfahrung berichten. Ich habe eine Grenze mit Fasten richtiggehend herausgefordert. Das hat mich voll aus meiner Komfortzone herausgespickt und ich wurde aufgefordert, mich eine ganze Woche lang in Hingabe und Annehmen zu üben.

Was für eine Anstrengung! Meine Gemütslage änderte sich von euphorisch, das schaffe ich! Über Hilfe!, ich bin nicht mehr leistungsfähig! Zu oh nein, ich bin sowas von schwach und bedürftig! Atmen, annehmen und hingeben, atmen, annehmen und hingeben, atmen, annehmen und hin…………. kannst du dir vorstellen, wie schwierig das ist?

Ich habe eine ganze Woche lang nichts gegessen. Was für ein Luxus, den ich mir leisten konnte in meinem, bis jetzt wohlgenährten Leben! Zum Zmittag gab es einen Smoothie aus Kräutern aus dem Garten. Zum Znacht eine laue Gemüsesuppe ohne irgendetwas drin und sonst den ganzen Tag nur Wasser oder Tee und das sechs Tage lang. Am siebten ass ich dann einen Apfel und am Abend einen mit viel Liebe und Hingabe zubereiteten Kartoffelstock. Ich glaube, nein ich bin ganz, ganz sicher, es war der beste meines Lebens!

Wie konnte ich mir nur so etwas antun, fragte ich mich am sechsten Tag, als ich für einen zwanzigminütigen Spaziergang mehr als eine Stunde brauchte? Das kann doch nicht gesund sein!? Wie, um Himmelswillen, bin ich darauf gekommen, meine Kontrolle über mein Leben, über meinen Körper auf diese, fast schmerzhafte Weise aufzugeben?

Eine solche Grenzerfahrung ist zum Wohle meines Körpers, ja meiner Gesundheit, habe ich mir gesagt. Ich habe meinen Organen eine Auszeit gegönnt. Ich habe meinen Zellen die Möglichkeit gegeben Gifte, die sich wohl über Jahre angesammelt haben (physische und psychische, z.B. Stress) auszuscheiden. Vielleicht habe ich das medizinisch nicht ganz korrekt formuliert, aber ich kann dir sagen, da ging die Post ab. Ja, wirklich! Ich hatte so viele Erkenntnisse, wie schon lange nicht mehr und gigantische, aufschlussreiche Träume.

Mir wurde es leichter und leichter ums Herz. Ich fühlte eine tiefe Sanftheit in mir drin, die sich immer mehr ausdehnte, bis sie mich, meine ganze Umgebung, ja meine ganze Lebensgeschichte ganz und gar erfasste.

Ich bekam ein Gefühl für den Moment. Mein Ego kümmerte sich um mein Überleben, was ja seine eigentliche Aufgabe ist. Es machte seine Sache mit vollem Einsatz und ich fühlte mich bei ihm gut aufgehoben. Mein Geist wurde immer freier, während mein Körpergefühl die ganze Aktion für ziemlich überflüssig hielt.

Nun ist es schon wieder eine Woche her. Langsam habe ich wieder mit Essen begonnen. Ich gebe nun mehr darauf acht, was ich meinem Körper zumute. Meine Kräfte sind wieder da, diese Sanftheit ist geblieben samt den Einsichten, die ich nun in mein Leben einweben werde. Ob die Entgiftung gelungen ist? Keine Ahnung. Ob ich diese Grenze jemals wieder ausloten will? Kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Ob sich diese Grenzerfahrung gelohnt hat? Tausendmal ja!

Ich weiss jetzt aber auch, was mir am meisten gefehlt hat.

Das Sinnliche.

Essen zu schmecken, zu riechen und zu geniessen, mich in meinem Körper wohlfühlen, weil ich ihn liebevoll genährt habe und ihn von ganzem Herzen liebe. Hier auf Erden ist er mein Ein und Alles. Ich will Musik hören, mich mit Kunst beschäftigen und mich damit umgeben, weil es ALLE Sinne anregt. Bäume umarmen, die Natur einsaugen, und meine Liebe zu ihr wieder ausatmen, mich mit lieben Menschen austauschen und denen vergeben, die es nicht waren.

Ja, die Natur hat mich in dieser Zeit genährt. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, ich hätte gegessen, nach einem Spaziergang im Schneckentempo. Es ist wahr, sie ist die beste Mutter, die wir uns vorstellen können, sie lässt uns nie, nie, wirklich nie im Stich. Es liegt an uns, sie zu beachten und uns ihr voller Vertrauen hinzugeben und sie mit offenem Herzen anzunehmen. Sie wird uns das schenken, was sie will, nicht das, was wir von ihr erwarten.

Meine Sinne sind wieder geschärft und ich feiere sie jeden Tag, indem ich sie nähre. Ich freue mich über meinen Körper, er ist ja sowas von genial! Ich liebe meinen Geist, wie er dem Herzen die Hand gibt oder ist es umgekehrt? Ich danke meinem Leben, ich fühle mich von ihm soso sehr erfüllt und beschenkt!

Bevor ich mich für diesmal wieder verabschiede, empfehle ich dir, eine Heilfastenwoche nicht alleine zu machen. Eine solche Grenzerfahrung braucht kompetente Begleitung. Danke, liebe Ljiljana, für dein grosses Wissen und die Sicherheit, die du ausgestrahlt hast. Du hast mir damit vermittelt, dass sich dieses Abenteuer lohnt. Durch deine Präsenz fühlte ich mich ernst genommen und aufgehoben.

oazaholistic@gmail.com

Ich habe meine Grenzen gespürt, im wahrsten Sinn des Wortes. Ich habe den Anstoss erhalten, sie zu achten, mich immer wieder zu sammeln und zu reflektieren, Verantwortung  für meinen Anteil am Leben zu übernehmen. Das Innehalten und die Langsamkeit sind Schlüssel dazu. Ich wünsche mir, dass wir uns immer wieder Zeit dazu nehmen. Es muss ja nicht gleich eine Heilfastenwoche sein…….

Und weil ich grad so in Umarmungslaune bin, vor lauter Freude ein fast unmögliches Abenteuer überlebt zu haben 😉 umarme ich dich und grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Natürlich gibt es noch ein Schäumchen, wie bei einem Cappuccino. Ich dachte, wenn schon fasten, dann richtig. Darum habe ich die ganze Fastenwoche das Handy jeweils 20 Std lang ausgeschaltet. Auf einmal wurde es ruhig um mich. Und ich hatte das Gefühl, wie nach einem lauten Konzert, wenn man dann im Bett liegt. Es ist Nacht und still, aber der Sound vibriert im ganzen Körper weiter……

Möchtest du den Blog direkt in deinen digitalen Briefkasten erhalten? Fülle einfach im Kästchen deine E-mail-Adresse ein und immer am 3. des Monats liegt er für dich dort zum Lesen bereit. Ich freue mich auf dich!

Nicht nur den Blog kannst du abonnieren, auch meinen Newsletter. Auch er birgt allerhand Schätze, die du nur bei weltenwind.ch finden kannst. Hier gehts direkt zum Abo: iriswangler.ch/newsletter.html

Und auf meiner Homepage weltenwind.ch kannst du in „alten“ Nwesletters stöbern gehen. Ich freue mich auf dich!

Ich brauche eine Medizin

Ich brauche eine Medizin für oder gegen etwas?

Also, ich brauche eine Medizin, sagte die Frau und machte sich auf den Weg. Sie hatte sich warm angezogen, man weiss nie, was unterwegs alles passieren kann. Ja, auch den letzten Apfel aus dem Keller packte sie in eine Tasche. Dazu noch ein paar Nüsse, zwei Brötchen und eine Flasche verdünnten Holundersirup, vom roten, den vom Spätsommer.

Munter schritt sie voran und hielt dabei Ausschau nach jemandem, die oder der ihr eine Medizin geben könnte.

Seit längerer Zeit litt sie an Rückenschmerzen, auch war ihr oft schwindlig und ihre Träume waren immer mal wieder haarsträubend. Das konnte so nicht weitergehen, sie wollte wieder ihr ruhiges Leben zurück, wo alles seine Ordnung hatte.

Obwohl, wenn sie ehrlich war, gab es diese Zeiten gar nie. Immer war irgendetwas los, worum sie kämpfen oder wo sie Ordnung schaffen musste. Genau, auch dagegen wollte sie eine Medizin. Gegen Unordnung und für mehr Harmonie. Gab es das überhaupt? Egal, sie wollte jetzt einfach eine Medizin gegen all das, was ihr Leben im Moment erschwerte.

Sie begegnete vielen Leuten und jedes Mal schaute sie sie hoffnungsvoll an, aber niemand gab sich als Medizinfrau oder Medizinmann zu erkennen. Im Gegenteil, wenn sie mit ihnen sprach, wurde sie manchmal nur noch verwirrter oder sie ärgerte sich gar, so dass sie missmutig weiterstapfte. Sie fragte auch die Tiere und Pflanzen, aber die gaben ihr so unklare Antworten, die sie oft nicht verstand.

Je länger die Reise dauerte, desto unzufriedener wurde die Frau. Einmal, es wurde so langsam dunkel, da sah sie eine alte Frau auf einem Stein sitzen. Langsam kam sie näher, doch die alte Frau hob den Blick nicht. Erst als die Frau vor ihr stand, schaute sie langsam auf, schaute ihr in die Augen und sagte, da bist du ja.

Jetzt machte die Frau grosse Augen und sie fragte die alte Frau, kennst du mich? Ja! Schon immer. Wer bist du? Ich bin Du! Was, nein! Das kann nicht sein! Ich kenne dich nicht! Oh doch. Schau mich genau an. Sehe ich nicht aus, wie jemand, die ein Leben lang da draussen herumgesucht hat, um die eigene Unzufriedenheit zu heilen?

Das war die Höhe, fand die Frau, und ging grusslos weiter. Sie war richtig wütend. Die ist ja so frech! Die hat doch keine Ahnung! Und überhaupt ist das doch gar nicht möglich, woher weiss die das alles? Sie stapfte weiter und weiter und schüttelte dabei den Kopf. Diese alte Frau sah so griesgrämig aus, die kann unmöglich ich sein!

Auf einmal blieb sie stehen, sie wollte mit dieser alten Frau nochmal reden. Sie suchte den Weg zurück, aber sie fand den Weg nicht mehr. Immer wieder, wenn sie dachte, dass sie die Stelle findet, wo die alte Frau gesessen hat, war es ein Irrtum.

Unterdessen war es dunkel geworden. Sie legte sich in die Wurzeln einer grossen dicken alten Eiche und weinte, bis sie einschlief. Und nun war sie froh, um ihre warmen Kleider. Sie träumte, sie liege im Wasser und könne gleichzeitig fliegen. Sie konnte das Wasser verstehen, wie es sprach und liebte die Berührung der Wolken. Sie nahm den Respekt, den die Vögel ihr zeigten staunend entgegen und erkannte gleichzeitig, dass die Fische gar nicht stumm waren. Sie hatte das Gefühl, dass die Pflanzenwelt sie nährten und die Erde, auf der sie lebte, ihr ein unbeschreiblich schönes Zuhause schenkte.

Als sie aus diesem Traum aufwachte, kramte sie ihre Nüsse hervor und legte sie für die Tiere an die Wurzeln der Eiche, wo sie eben geträumt hatte. Sie nahm den Apfel mit einem Danke! an ihr Herz und legte ihn ebenfalls ins Gras, nachdem sie einen Bissen davon genommen hatte. Dann trank sie den Holundersaft bis zur Hälfte leer und verschenkte auch diesen der Erde. Die Brötchen hatte sie unterwegs schon gegessen, darum konnte sie sie nicht mehr teilen.

Dann machte sie sich durch die Dunkelheit auf den Heimweg. Mühelos fand sie den Stein, auf dem die alte Frau gesessen hatte. Sie setzte sich selber darauf und wartete…….

…….nicht auf die alte Frau.

Seitdem sie aufgewacht war, wusste sie, dass sie die Medizin gefunden hatte, denn da regte sich tief in ihr drin ein Funke. Sie wartete, bis dieser ihr ein wissendes Lächeln in ihr Gesicht zauberte, auf dass es sie nach und nach ganz erfasse.

Und das trägt sie noch heute, denn sie sucht nicht mehr etwas im Aussen. Sie weiss jetzt, wo sie findet. Du auch?

Und jetzt fand die Frau wie von Zauberhand Medizinfauen- und männer, auch Pflanzen und Tiere wurden heilsame Begleiter……..


Es wollte auch in diesem Monat wieder ein Geschichtenmärchen werden. Manchmal habe ich es einfach nicht im Griff….. der Funke in mir übernimmt das Schreiben.

Wie sage ich immer? Annehmen, was ist, und loslassen. Genau darum geht es auch im Telefongespräch mit Ljiljana. Wir sprechen über eine besondere Medizin: Das Fasten…..ein Klick auf den Link und du kannst uns zuhören. Das ist ein mega spannendes Gespräch geworden!

https://iriswangler.ch/videos/Tel-mit-Ljiljana-Mar25.mp4

Und gleich noch ein Link: Vielleicht möchtest du meinen Newsletter abonnieren? Da steht allerhand über das Leben mit all seinen Facetten drin, wie du ihm mit einfachen Ritualen in der Natur Kraft geben kannst und dabei das Schmunzeln nicht vergisst…. ich freue mich, dich damit zu erfreuen! https://iriswangler.ch/newsletter.html

Ich danke dir für dein Hiersein und grüsse Dich von Herzen fest!

Iris, die Geschichten-Medizin-Frau 😉

http://weltenwind.ch

Ein letztes UND….. möchtest du keine Geschichte verpassen? Dann fülle das Kästchen oben aus und du bekommst jeweils am 3. des Monats den Blog direkt in deinen digitalen Briefkasten….

Brücken bauen

Brückenbauen ist das Natürlichste auf der Welt.

Ich bin sicher, dass wir das zu jeder Zeit des Tages tun.

Wir wollen in Verbindung sein mit irgendetwas. Und dafür tun wir unendlich viel. Unser grösster Wunsch ist es, dazuzugehören, um dann gleichzeitig darüber hinauszuwachsen. Eigenständig selbstbestimmt und mit dem wohligen Gefühl, sich selber zu sein.

Ich möchte mich jetzt nicht über die Abhängigkeit, die das Brückenbauen mit sich bringen kann, wortreich auslassen. Das tun andere schon zur Genüge. Jaja, das Handy, jaja, die sozialen Medien, jaja, unsere Vergangenheit, jaja, die Klimaerwärmung und der viele Streit unter uns Menschen…..ja, zu all diesen Themen und noch zu vielen mehr bauen wir Brücken. Sich von ihnen zu lösen ist nicht einfach, und wir vergessen, dass wir mit unseren vielen Gedanken sie zu festen Gebilden formen.

Ich möchte gerne die Gedanken befreien. Ich möchte keine Abhängigkeit, ich möchte ein sowohl als auch. Mit offenen Augen das Geschehen auf unserer Erde erkennen und aus vollem Herzen Brücken zur Farbe, zum Klang, zum Duft von genau dieser Erde samt ihren Bewohnern bauen.

Ja, es braucht Mut, bei einem frostigen Klima, im engeren und übertragenen Sinne, voller Vertrauen eine neue Brücke zu bauen. Zu diesem Mut gehört das Anerkennen der eigenen Farben, des eigenen unverkennbaren Duftes und des Klanges der eigenen Stimme. Diese muss nicht laut sein, es genügt, wenn wir mit ihr sind und ihr Raum geben.

Eine Brücke braucht auch Raum, Platz zum Atmen und zum Bauen. Sie braucht Zeit und sie braucht das Vertrauen ins Scheitern. Darum braucht es auch eine Hand voll Fantasie, denn es könnte ja sein, dass sie gelingt! Keine Brücke gleicht der anderen und das ist der Ausdruck der Verschiedenartigkeit von uns Menschen. Eine Brücke ist jedesmal ein Kunstwerk, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Wir müssen sie nicht alle lieben und schön oder hässlich finden. Wir haben die Möglichkeit, wenn wir uns Zeit nehmen, sie zu bestaunen.

Und dann geschieht ein Wunder. Wir vergessen das Be- und Verurteilen, denn wir haben alle Hände voll zu tun! Brückengestalter:in zu sein regt alle Sinne an, macht Freude und schenkt Vertrauen zu uns selber und in das Leben. Wir verbinden Welten, werden beschenkt und freuen uns, dass wir auch so sein dürfen, wie wir sind.

Und auf einmal geht Brückenbauen ganz leicht, denn das andrere Ufer ist nicht mehr bedrohlich oder weit weg. Wir haben mit unserer Herzenskraft in Sekundschnelle ein Verbindung geschaffen, die frei macht, uns dem Leben zugehörig fühlen lässt und uns die Kraft gibt, voller Freude über uns hinauszuwachsen.

Utopisch? Zu schön, um wahr zu sein? Hallo, was für eine Brücke baue ich da gerade?

Oh!

Ich glaube an Wunder! Ich gebe nicht auf, Brücken zu gestalten, neue natürlich. (Die ururururalten sind von unseren Ahnen gebaut und sind magisch. Sie zu betreten braucht ebensoviel Mut, wie Achtsamkeit. Von ihnen gäbe es viel zu berichten…..)

Aber jetzt: Herzlich willkommen du spannendes Ufer!

Oder lädst du mich ein, dich kennenzulernen?

Ich bin Iris und erzähle Geschichten, die die Winde der Welten mir erzählen. http://weltenwind.ch und hier findest du auch den Link zu meinem Newsletter. Da gibt es immer viel Neues un Spannendes zu lesen, z. B. baue ich eine Brücke zu Suryas Welt….. sei dabei in dieser kleinen, feinen Community und abonniere den NEWSLETTER. Du bist herzlich willkommen!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Ich kann es nicht lassen, noch etwas zu ergänzen. Nämlich…. hast du gewusst, dass, wenn du eine Brücke zu deiner Lieblingsmusik herstellst oder zu dir wichtigen Bildern und Fotos, zur Natur, zu berührenden Menschen oder einfach zu dem, was dich fasziniert, dass auch da deine Brücke einzigartig ist? Und dass dann, wenn die Brücke denn mal steht, deine ureigene Gestaltungskraft zum Vorschein kommt? So kannst du Wunder bewirken und sichtbar machen! Leuchte!

Einsame Wölfin

Ist die Zeit der einsamen Wölfin, die durch ihr Leben streift, vorbei?

All die Fragen, die um den Sinn des Lebens kreisen, um die Bewältigung des Alltags, diese ewigen Beziehungsfragen, ist es Zeit, mit ihnen Frieden zu schliessen?

Ach ja, es gibt Millionen von Ratgebern, Therapien und Möglichkeiten sich selber auf die Spur zu kommen.
Ein Aha! da, ein verständnisvolles Nicken dort, ein Umstellen der Lebensgewohnheiten und man wird zum wandelnden Widerspruch.

Neindochnein, sagte eines meiner Kinder einmal, als es galt, sich für etwas zu entschliessen.

Neindochnein! Und mit einem Satz in die Freiheit springen, wo man wieder im eigenen Rhythmus stöbernd durchs Leben streifen kann.
Nur schon die Vorstellung, ungestört mich selber Sein, verleiht mir Flügel!

Da sind die Widersprüche auf einmal logische Spuren durch das Sein. Ich bin mit mir allein und gehe meiner Nase nach. Je länger ich das tue, desto ausgeprägter wird mein Spürsinn.
Ich nehme die Einladungen zum Verweilen gerne an, denn ich spüre ganz genau, ob ich mich da wohl fühle oder, ob es schlauer ist, schnell weiter zu ziehen.

Ja, als einsame Wölfin habe ich meine Sinne aufs Feinste eingestimmt und ein gelegentliches lautes Aufheulen auf freier Wildbahn ist Ausdruck von Freude und innerem Frieden. Ein Jauchzen eben!

Aber ist diese Zeit nun vorbei?
Ich frage mich das, weil ich das Gefühl habe, dass es vielleicht wichtig ist, jetzt, genau jetzt in dieser Zeit nicht mehr nur allein in diese Jauchzer einzustimmen. Wäre es nicht gerade jetzt wichtig, mit geschärften Sinnen und klopfendem Herzen aufeinander zuzugehen, und uns in unser Leben einzuladen und schauen, ob es uns mit uns wohl ist?

Wäre es nicht genau jetzt, in dieser Zeit, wichtig zu entdecken, wie sich das Jauchzen der Anderen anfühlt und darüber staunen? Den Mut aufbringen mitzuheulen, in der eigenen Sprache und laut darüber lachen, weil es ganz wundervoll schrecklich klingt?

Macht das nicht wieder andere aufmerksam und sie können sich nicht mehr halten, vergessen ihre Konditionierungen und heulen frech und munter mit? Es macht Spass, weil alle so tönen dürfen, wie sie sind! Tief aus ihrem Herzen heraus!

Wenn ich als einsame Wölfin merke, dass da lauter einsame Wölfinnen und Wölfe sind und alle einander ausweichen, weil sie glauben nur allein den Roten Faden zum Glück zu finden, schaffe ich es dann, meine Scheu abzulegen und meine Wildheit mit ihnen zu leben, weil ich sie in allen andern auch entdecke?

Ja!

Es ist Zeit, das Eigensinnige in jedem von uns zu feiern, miteinander auf die Pirsch zu gehen, gemeinsam laut aufzuheulen und sich über den Lebensfunken in den Augen der anderen freuen.

Feiern?

Ja, feiern, immer und immer wieder, auch wenn wir getrennt sind! Ein Miteinander kennt keine Grenzen…..

……. ach, diese Widersprüche!

Ein Experiment

1 & 383 Bilder

E x p e r i m e n t

Je öfter ich dieses Wort sage, desto neugieriger werde ich:

E x p e r i m e n t ! E x p e r i m e n t! E x p e r i m e n t!

Versuch es auch einmal! Lass dich auf diesen Wortklang ein, forsche und lasse ihn wirken. Gib dich ihm hin, lass ihn wieder fallen und schon nimmst du ihn wieder auf, weil er fasziniert.

e x p e r i m e n t e x p e r i m e n t e x p e r i m e n t

Schickst du ihn fort, oder versuchst ihn zu vergessen, steht er im nächsten Augenblick wieder da und schon bist du aufgerufen, dich zu bekennen …….. nämlich zu einer richtigen Forschungsreise.

Und? Sag! Was hast du die ganze Zeit gemacht? Genau!
Mit dem Leben experimentiert?

Von einer Erkenntnis zur anderen gehüpft, die ganze Unperfektion versucht in Zusammenhänge zu bringen, auf der Welle des kurzen Glücks geritten, mit einer Hand über den Augen Ausschau gehalten nach der nächsten ……….. Welle? Immer in der Hoffnung die nächste, die nächste ist die beste, genialste, herzerfüllendste …….. Welle?

Doch was ist mit dem Moment? Mit dem Jetzt? Gilt ein Experiment nicht vor allem dem Moment? Wie forsche ich nach dem, was mich ausmacht? Brauche ich dazu etwas, das ausserhalb von mir ist? Was gehört zu mir? Was ist aussen, was ist innen? Wage ich es, mich auf das Experiment Leben einzulassen? Wage ich es, den Rhythmus meines Lebens zu akzeptieren und mit ihm zu atmen? Jetzt? Wie erkenne ich mein Leben? Wie erkenne ich, dass ich am Leben bin? Wie erkenne ich, dass ich Leben bin?

Ich habe verloren, ich habe geforscht, ich habe entdeckt, ich habe gezittert, ich habe geweint, ich habe geboren, ich habe frohlockt – ich habe experimentiert……

…….. entstanden ist ein Bild, gemalt während den letzten aufwühlenden Mondzyklen. In regem Austausch mit Grossmutter Erde:

atmen
riechen
lauschen
horchen
mich preisgeben
mich hingeben
an die unendliche Fülle
und immense Kraft und Schönheit unseres Planeten
im Mehrklang mit dem Universum

Mich nähren lassen von diesem Moment, ja! genau diesem meinem Leben, das ich jetzt erlebe. Frieden finden mit all dem Unperfekten und Schmerzhaften. Erkennen, dass genau da die Vollkommenheit liegt. Die Gewissheit erfahren, dass tief, tief unter vielen Schichten verborgen in uns allen ein Licht immer klingt, das weit über uns hinaus leuchtet ……….

Die Musik in meiner kleinen Filmbildgeschichte stammt von einem geheimnisvollen Forschergeist. Eine Improvisation, geschenkt bekommen vor langer Zeit von Andreas Kohl (pianolumine.de). Ein herzliches DANKE, Andreas!

Ich habe es geschafft herauszufinden, wie ich die Musik mit meinem Handy abspielen und gleichzeitig filmen kann. Ein E x p e r i m e n t !
Ja, unperfekt, aber ich jauchze vor Freude es dir zu zeigen…… da!

Feuer

Ein Feuer.

Wenn man es nicht füttert, erlischt es.

Ist es dann weg?

Wenn nur noch Asche daliegt, ist es dann verschwunden? Dieses lebendige, gefährliche, faszinierende Licht?

Und was ist mit der Wärme?

Wenn das Feuer nicht mehr brennt, ist es dann kalt?

Was für einfältige Fragen, die mir da durch den Kopf schwirren.

Ja, ja, ja…… so einfach sind sie zu beantworten.

Und ich, weil ich grad so rebellisch unterwegs bin, sage ich einfach: Nein, nein, nein!

Es gibt Tage, da liegt nur Asche vor meiner Nase. Alles scheint aussichtslos, es ist kalt, ich fühle mich ungeliebt und ausgestossen. Niemand, gar niemand hat Lust, mein Feuer zu erkennen, geschweige denn, es zu retten oder vielleicht zu entfachen?

Ich sitze allein auf der Tannenspitze, friere, heule und schaue verlassen in die Welt hinaus.


So lange, bis etwas Wundersames geschieht.

Ich spüre das Piecksen der Tannennadeln unter meinen Füssen.
Ich schaue den Wolken nach, die über den Abendhimmel ziehen.
Ich fröstle, die Winterkälte rückt mir auf den Leib.
Ich höre und sehe meinen Atem, der nicht weiss, ob er schluchzen, staunen, schreien oder lachen soll.

Lachen?

Wirklich Lachen?

Langsam beginnt es in mir zu rütteln. Ich sitze doch gar nicht auf einer Tanne!
Ich bin doch da, am gemütlich warmen Tisch, in mir ein kleines, freches Glühen! Ich spüre es ganz deutlich! Meine Phantasie! Sie entfacht meinen Funken. Und…..dieser wird immer grösser und grösser und grösser und……….. je mehr ich mich darüber freue.

Es wird richtig warm und hell. Es fordert und fasziniert. Mich!

Mein Feuer schien erloschen, aber da war ein winziges Glühen, versteckt unter der Asche, vergraben unter erstickenden Gedanken.

Aber mein Funke war stärker.

Ich bin lebendig!

Mein Feuer bleibt ein Feuer
und ich weiss,

es erlischt niemals!

Sommerreise

Sommerreise

Es ist Sommer! So richtig Sommer. So richtig, richtig Sommer!

So, wie man es in Büchern und Filmen erleben kann, nur, dass es Wirklichkeit ist.

Es duftet, windet, scheint, verlangsamt, vibriert, entfacht, erblüht, bewässert, strahlt, funkelt, sonnt, mondet, träumt und bekörpert das Leben.

Eine Lebenssommergeschichte erzählen, das würde jetzt doch so gut passen! Eintauchen in das Geschehen, das jetzt gerade stattfindet.

Ich sitze unter dem Nussbaum bei glühender Sommerhitze und geniesse den Schatten. Blumen, Grashalme und Wäsche lassen sich vom Wind bewegen und von der Sonne bescheinen.

Ich spüre einen grossen Frieden in mir. Grad ist kein Wollen und Müssen da.

Spinnenfäden leuchten wie Feenhaare auf dem lichtgepunkteten Baumboden. Ob sie klingen, wenn ich sie sanft berühre?

Der Milan pfeift und weckt mich aus meinem Träumen: „Komm! Steh auf! Lass Papier und Bleistift liegen und reise mit mir in den Sommer!“ Für einmal alles liegen lassen, so, wie es ist. Alles in Ruhe lassen, auch mich selber.

Ok! Ich höre jetzt einfach auf mit Erzählen, lasse alle den Sommer geniessen. Soll es jede und jeder auf seine Weise tun!

Fliegend, gehend, schwimmend, denkend, träumend mache ich mich auf meine Sommerreise.

Eigentlich bin ich schon lange unterwegs, denn ich finde, das Leben gleicht einer Reise. Mal bleibt man kurz, manchmal sehr lange an einem Ort und dann ist man wieder so intensiv unterwegs, dass man kaum weiss, wo man gerade ist. Und ja, die Abenteuer, die sind ständige Begleiter!

Je älter ich werde, desto deutlicher spüre ich, wo ich verweilen möchte und wann es Zeit ist, weiterzuziehen.

Natürlich stellt sich die Frage, wo es denn hingeht auf dieser Lebensreise?

Eine kleine Maus, die vor ein paar Tagen in der Dämmerung einer Hütte über mein Kissen krabbelte, riss mich so gnadenlos aus dem Schlaf, dass ich von einem Moment auf den anderen hellwach war. Ein Schreck, der mich ganz erfasste, dann eine ganz besondere Wachheit. Und ich erkannte wohin mich die Reise als nächstes führt:

ZU MIR SELBER!

Staunst du auch? Tja….. und ich erst!

Herzklopfend und schmumzelnd winke ich dir nun zu:

„Einen schönen Sommer und vor allem eine wunder-volle Reise!“

Frieden

Frieden 2Schlafen, friedlich und süss
allem entrinnen
in die eigene Welt abtauchen
wo niemand Zutritt hat
sich die Welt erträumen
von Liebe und Schönheit träumen
auch wenn die Welt fast untergeht
meine Welt und mit ihr die ganze Erde.Den Alltagskämpfen entfliehen
und nach der Liebe und der Schönheit in mir suchen
den Frieden finden
Sterbe
der alten sich ewig wiederholenden Leierlieder.EndlichFrieden 3das Herz
über dem Kopf klingen, schwingen, erzählen und sich ausbreiten lassen!  Frieden 4Ruhe
wohltuende, heilende Ruhe
kein Kämpfen mehr mit meinen Stimmen
Frieden schliessen mit meinen Farben. Frieden 1    Mich aufrichten
erwachen
die engen, verklebten Sinne öffnen
sie weit, ganz fein und staunen lassen.Frieden finden in mir selbst
schenkt mir Ruhe im Kopf.Frieden finden mit mir selbst
bringt mich zum Staunen,
wie lebendig und voller Kraft ich bin!Frieden schliessen mit mir selbst
lässt mich mit dir das Leben lieben!