Auf und davon

Auf und davon, wie gerne würden wir das manchmal machen. Ohne langes Wenn und Aber, ohne Vorbereitung oder gar Kofferpacken, einfach weg. Weg von da, wo wir gerade stehen im Leben. Irgendwohin, Hauptsache, wir müssen uns nicht mehr mit der Alltagslast beschäftigen. Ich darf gar nicht erst beginnen zu träumen, was ich denn jetzt am liebsten tun würde oder wo ich gerne hinmöchte. Ich habe das Gefühl, meine Phantasie würde wilde Räder schlagen. Ich würde immer schwärmender werden, überall ist es besser nur nicht gerade da, wo ich bin.

Ich kann mir vorstellen, dass wir alle solche Momente kennen. Und ja, ich weiss auch, dass sie vorbeigehen und wir wieder vernünftige Lernende des Lebens werden. Denn da ist die leise, liebevolle Stimme in uns, die uns zuflüstert, da wo du bist, ist genau der richtige Ort. Von da aus erkennst du, wo es langgeht.

Heute Morgen aber sticheln so unzufriedene Gedanken in mir, noch bevor ich die Augen ganz geöffnet habe. Von Draussen kommen keine Geräusche durchs Fenster, ob es wieder geschneit hat? Ist es so still, weil dieses Weiss alles eingehüllt hat? Oder muss ich zu meinem täglichen Üben annehmen, dass ich alt werde, und auch noch eingestehen, dass ich nicht mehr so gut höre? Hach! Nun beginnt diese Unzufriedenheit, nein eigentlich eine Wut in mir zu brodeln und sich auszubreiten. Und anstatt mich für mein wunderschönes Leben zu bedanken, wie ich es sonst beim Aufwachen immer tue, beginne ich innerlich eine Liste des Unstimmigen zu schreiben. Ich finde zuhauf Beweise, dass ich auf keinen Fall genüge und mein Leben ein ganzer Scheiterhaufen ist.

Ich bin gerade so schön in Fahrt, da höre ich einen Ruf, für andere nicht hörbar, aber für mich: Geh auf und davon! Von alledem weglaufen? Keine Verantwortung für meine Gedanken und mein Handeln übernehmen und einfach weggehen? Endlich schlage ich die Augen auf, schaue auf aus dem Fenster, dann auf den Wecker. Kein Schnee, dafür ein zarter, hellgrauer Morgenhimmel. Es ist acht Uhr und der Tag verspricht sonnigkalt zu werden.

Auf und davon, aufundavon, aaauuufuuundavooon…. wiederhole ich während des Aufstehens. Ich giesse mir einen Matchatee an und schon drehen sich diese Wortlaute wie ein Mantra in meinem Kopf. Die heisse Teetasse liegt nun still und beruhigend in meinen Händen. Ich atme den herben Dampf ein und schaue aus dem Fenster. Draussen ist alles gefroren, die Luft muss phänomenal sein, auf und davon!

Nach dem letzten Schluck von dem grünen, energetisierenden Gebräu…. ich habe beim Trinken immer das Gefühl ich trinke Erdenkraft…. geht mir endlich ein Licht auf. Ohne Wenn und Aber, ohne Zeit mit nebensächlichem Duschen zu verlieren, stürze ich mich in meine Kleider, mache mich winterfest mit Mantel, Mütze, Handschuhen und warmen Stiefeln und los. Ja ich gebe zu, das Handy durfte mit, sonst hätte ich dir ja kein Beweisfoto machen können….. 😉 und schon stehe ich draussen im Garten.

Zum Gartentürchen hinaus, dem gurgelnden Bach entlang, immer weiter in meine, so vertraute Natur. Unterdessen ist die Sonne über dem Wald aufgegangen. Ich breite vor ihr meine Arme aus und lasse meine vielen überflüssigen Gedanken, die mich beim Aufwachen so aufgewühlt haben, von ihr wegleuchten. Es wird ruhig in mir und ich strahle mein DANKE für mein wunderschönes Leben der Sonne zurück.

Bei der schillernden Buche mache ich eine Pause, hast du mich gerufen? Oder war es die Natur, die Sonne oder vielleicht meine eigene Intuition? Diese innere Stimme hat mich geweckt. Mein Ego oder die Dramaqueen in mir aber wollten mir eine Jammerburg mit Zinnen, Kanonen und Kerkern verkaufen. Ha! Ich bin nicht darauf hereingefallen! Na ja, nur fast….

Auf und davon ohne Wenn und Aber heisst manchmal einfach vor die Haustüre und hinaus in die Natur zugehen. Auf die Gefahr hin, dass ich nerve, sage ich wieder und wieder laut und deutlich, die Natur ist soso heilend. Ich habe es heute Morgen erlebt. Ich bin nicht davon gelaufen, sondern zu mir hin.

Aber was ist das da auf dem Bild? Woher kommen die vielen verschiedenen Blautöne, die im Himmel zu sehen sind? Ist das eine Wesenheit dort vor den Bäumen? Oder gar ein UFO?

Du glaubst mir vielleicht nicht, aber wenn ich das auf meinem Spaziergang klar gesehen hätte, ich wäre eingestiegen. Aber sicher! Auf und davon, neue Galaxien oder Dimensionen kennenzulernen, war schon immer mein Traum….tschüüüss!

Ich grüsse dich herzlich aus meinem Atelier, ja ich bin noch da! Lass dich von dieser magischen Dezemberzeit immer wieder nach Draussen locken. Andere Dimensionen warten auf dich!

Ich danke dir, du treue Leserin, du treuer Leser! Mit dir zu sein, ist für mich eine Freude! Geschichten brauchen Zuhörer:innen und ich bin sooo glücklich, dich dazuzuzählen! DANKE!

Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Mut und Vertrauen, auf die leisen, bunten und wundervollen Töne in deiner eigenen Geschichte zu achten. Das neue Jahr lädt dich dazu ein, denn sie stärken dich, um Neues zu erleben. Das alte Jahr will in die Arme genommen werden, es will gesehen werden, damit es sich ernst genommen fühlt und sich verabschieden kann.

Ich freue mich auf das neue Jahr, auf dich und all die Geschichten, die noch erzählt werden wollen.

Alles Liebe

Iris

http://weltenwind.ch

Brücken bauen

Brückenbauen ist das Natürlichste auf der Welt.

Ich bin sicher, dass wir das zu jeder Zeit des Tages tun.

Wir wollen in Verbindung sein mit irgendetwas. Und dafür tun wir unendlich viel. Unser grösster Wunsch ist es, dazuzugehören, um dann gleichzeitig darüber hinauszuwachsen. Eigenständig selbstbestimmt und mit dem wohligen Gefühl, sich selber zu sein.

Ich möchte mich jetzt nicht über die Abhängigkeit, die das Brückenbauen mit sich bringen kann, wortreich auslassen. Das tun andere schon zur Genüge. Jaja, das Handy, jaja, die sozialen Medien, jaja, unsere Vergangenheit, jaja, die Klimaerwärmung und der viele Streit unter uns Menschen…..ja, zu all diesen Themen und noch zu vielen mehr bauen wir Brücken. Sich von ihnen zu lösen ist nicht einfach, und wir vergessen, dass wir mit unseren vielen Gedanken sie zu festen Gebilden formen.

Ich möchte gerne die Gedanken befreien. Ich möchte keine Abhängigkeit, ich möchte ein sowohl als auch. Mit offenen Augen das Geschehen auf unserer Erde erkennen und aus vollem Herzen Brücken zur Farbe, zum Klang, zum Duft von genau dieser Erde samt ihren Bewohnern bauen.

Ja, es braucht Mut, bei einem frostigen Klima, im engeren und übertragenen Sinne, voller Vertrauen eine neue Brücke zu bauen. Zu diesem Mut gehört das Anerkennen der eigenen Farben, des eigenen unverkennbaren Duftes und des Klanges der eigenen Stimme. Diese muss nicht laut sein, es genügt, wenn wir mit ihr sind und ihr Raum geben.

Eine Brücke braucht auch Raum, Platz zum Atmen und zum Bauen. Sie braucht Zeit und sie braucht das Vertrauen ins Scheitern. Darum braucht es auch eine Hand voll Fantasie, denn es könnte ja sein, dass sie gelingt! Keine Brücke gleicht der anderen und das ist der Ausdruck der Verschiedenartigkeit von uns Menschen. Eine Brücke ist jedesmal ein Kunstwerk, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Wir müssen sie nicht alle lieben und schön oder hässlich finden. Wir haben die Möglichkeit, wenn wir uns Zeit nehmen, sie zu bestaunen.

Und dann geschieht ein Wunder. Wir vergessen das Be- und Verurteilen, denn wir haben alle Hände voll zu tun! Brückengestalter:in zu sein regt alle Sinne an, macht Freude und schenkt Vertrauen zu uns selber und in das Leben. Wir verbinden Welten, werden beschenkt und freuen uns, dass wir auch so sein dürfen, wie wir sind.

Und auf einmal geht Brückenbauen ganz leicht, denn das andrere Ufer ist nicht mehr bedrohlich oder weit weg. Wir haben mit unserer Herzenskraft in Sekundschnelle ein Verbindung geschaffen, die frei macht, uns dem Leben zugehörig fühlen lässt und uns die Kraft gibt, voller Freude über uns hinauszuwachsen.

Utopisch? Zu schön, um wahr zu sein? Hallo, was für eine Brücke baue ich da gerade?

Oh!

Ich glaube an Wunder! Ich gebe nicht auf, Brücken zu gestalten, neue natürlich. (Die ururururalten sind von unseren Ahnen gebaut und sind magisch. Sie zu betreten braucht ebensoviel Mut, wie Achtsamkeit. Von ihnen gäbe es viel zu berichten…..)

Aber jetzt: Herzlich willkommen du spannendes Ufer!

Oder lädst du mich ein, dich kennenzulernen?

Ich bin Iris und erzähle Geschichten, die die Winde der Welten mir erzählen. http://weltenwind.ch und hier findest du auch den Link zu meinem Newsletter. Da gibt es immer viel Neues un Spannendes zu lesen, z. B. baue ich eine Brücke zu Suryas Welt….. sei dabei in dieser kleinen, feinen Community und abonniere den NEWSLETTER. Du bist herzlich willkommen!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Ich kann es nicht lassen, noch etwas zu ergänzen. Nämlich…. hast du gewusst, dass, wenn du eine Brücke zu deiner Lieblingsmusik herstellst oder zu dir wichtigen Bildern und Fotos, zur Natur, zu berührenden Menschen oder einfach zu dem, was dich fasziniert, dass auch da deine Brücke einzigartig ist? Und dass dann, wenn die Brücke denn mal steht, deine ureigene Gestaltungskraft zum Vorschein kommt? So kannst du Wunder bewirken und sichtbar machen! Leuchte!

Mein Skizzenbuch

Mein Skizzenbuch ist eigentlich meine Agenda. Sie ist extra für Gestaltende hergestellt worden. Eine Seite ist leer, die andere gedruckt für Termine. Aber irgendwann habe ich beschlossen, dass ich sie lieber mit Farbe und anderen Ideen fülle, anstatt mit Buchstaben und Uhrzeiten.

Da war so ein Kribbeln, ein freches Gefühl, wenn ich einen Termin mit Farbe übermalt habe. Auf magische Weise ist er in meinem Gedächtnis geblieben, weil ich mich an die Farbe oder an das Bild erinnerte. Als mir aber trotzdem wichtige Abmachungen durch die Lappen gegangen sind, brauchte ich eine zweite, seriöse Agenda…….

Eine Agenda als Skizzenbuch zu beleben, bringt mich immer wieder auf neue Ideen, den Alltag zu gestalten. Den vielen Gefühlen und Gedanken, die mir die ganze Zeit durchs Herz und den Kopf schwirren spontan Ausdruck zu verleihen, verwandelt meine Tage und Termine immer wieder in besondere Ereignisse.

Zum Beispiel zeigte mir der 28. August, dass ich an diesem Tag von einem violetten Zauberwesen geküsst werde, das in einer hellblauen und roten Landschaft steht. Und der Kuss erreicht mich in Form einer kleinen, grünen Kugel…… oooh!! Erkennst du dies alles auch oben auf dem Bild?

Und ich sage dir die Wahrheit, wenn ich dir erzähle, dass die Skizze zuerst entstanden ist und dann der Mittwoch, an dem ich mit meinen Enkeltöchtern den Lavendel der Nachbarin geschnitten habe. Dieser wunderbare Duft hat uns geküsst an diesem hellen Sommertag, als wir voller Eifer Bündel geschnürt und Samen gesammelt haben.

So ein Skizzenbuch ist pure Inspiration und voller Wunder. Was da ohne Absicht entsteht, bringt mich oft zum Schmunzeln, sie machen mich nachdenklich und dann wieder nicke ich und sage laut, ja genau! Ich nehme diese Skizzen mit in den Alltag. Oder ich schenke sie jemandem in Form eines Fotos, weil ich das Gefühl habe, dass sie die Kraft haben aufzumuntern oder einfach zu erfreuen.

Eine dieser Skizzen hat mich zu einer Neumondmeditation inspiriert. Du weisst ja, dass ich mich schon lange mit den Mondphasen befasse. Und weil heute Neumond ist, habe ich gedacht, nehme ich sie für dich auf. Diese:r, für uns heute nicht sichtbare Gesell:in, beschert uns allmonatlich einen Neuanfang. Darum ist es jedesmal eine Einladung, offen zu sein für neue Ideen….

Bevor es losgeht, wünsche ich dir eine gute Zeit, in der du deine Tage immer wieder mit Farbe und Kritzeleien bereicherst, die dich zum Staunen bringen. Und……. die Skizzen müssen nicht schön sein. Sie sind so oder so Kunstwerke! Vielleicht darf ich auch einen Blick darauf werfen? Du kannst sie mir per e-mail auf wanderin@weltenwind.ch schicken. Ich freue mich jetzt schon!

Von Herzen fest ein Gruss für dich und lasse dich von der Meditation sanft mitnehmen, die nicht nur zu Neumond passt…….

Weltenwindfrau Iris

weltenwind.ch

Neumondmeditation