Zeit

Die Zeit zwischen den Zeiten

Ich liebe sie, die Zeit zwischen den Zeiten.

Da sind Feste, die zu feiern manchmal eine echte Herausforderung auf emotionaler, logistischer und darum auch auf mentaler Ebene sind. Natürlich spricht unser Körper lautstark mit. Auf einmal sind wir krank oder haben einen ausgeprägten Sofasinn oder genau das Gegenteil, haben tausend Dinge zu tun, oder wir wollen raus, an die frische Winterluft und uns bewegen.

Und dann kommt eben das Dazwischen. Die absolute Ruhe schleicht daher, und es fühlt sich auf einmal wie ein Vakuum an. Wir bekommen Angst und eine Ablenkung zupft uns von uns weg. Aber jetzt gilt es stark zu bleiben.

Darum gehst du dir jetzt einen feinen Tee kochen oder nimmst dir die Zeit, einen Latte Macchiato zu brauen. Suche dir nun den schönsten Platz im Haus, stellst deinen Zaubertrank neben dich, legst eine schwere Wolldecke auf die Knie, die das Aufstehen verhindert und setze dich auf deine Hände. Oh ja! Das muss sein. NICHTS TUN braucht einen Anfang.

Auf die Gedanken zu sitzen geht nicht, auch lassen sie sich kaum zudecken, darum ist jetzt atmen angebraucht. Der Atem ist immer da und wir können ihm in einem solchen Moment unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Ein, aus, ein, aus, eeeeein, aaaaaaaus…….immer länger aus- als einatmen.

Ist erst einmal die erste Hürde des Nichtstuns geschafft, geht es ans Geniessen. Vorsichtig darfst du die Hände hervornehmen und zu der Tasse, die du vorher bereitgestellt hast, greifen. Umschliesse sie liebevoll mit deinen Händen. Beginne dein Getränk mit Dankbarkeit und guten Wünschen an dich, an dein Leben mit allen und allem, was dazugehört aufzufüllen, schaue dabei in deine Tasse und atme dein Danke, deine Wünsche hinein. Wiederhole sie wie ein Mantra. Nach einer Weile nimmst du ganz langsam einen Schluck und geniesst diesen Moment, wie er dich ganz und gar erfüllt. Mmmmh! Das tut so gut! Es wärmt, heilt und erfreut deinen ganzen Körper.

Oh, ich habe ganz vergessen zu sagen, dass du vors offene Fenster sitzen sollst, darum eigentlich die Wolldecke…. 😉 Natürlich kannst du es dir auch gleich draussen kuschelig einrichten oder dann halt vor geschlossenem Fenster, Hauptsache Weitblick.

Und jetzt kommt das Schönste: EINFACH SCHAUEN! Und ganz wichtig, spüre in dir ein leises Lächeln, auch wenn dir nicht danach ist, hole es hervor, es wirkt Wunder.

Wenn du bis hierhin gekommen bist, lässt du deine Wahrnehmung für deinen Körper, deine Gefühle und den Ort, an dem du dich befindest einfach fliessen. Nichts festhalten, nur beobachten und ziehen lassen. Werde weit, ganz weit, öffne dich für die Schönheit der Natur, für dein Sein. Es kann dir nichts geschehen, im Gegenteil du bekommst einen sanften, wohltuenden Kuss ……

Nun bist du zwischen den Zeiten angekommen. Es ist keine angstmachende Leere, sondern deine Fülle, dein vielleicht wahres Leben, weil du niemandem etwas beweisen musst, nicht einmal dir selber.

In die Natur schauen, einfach nur schauen, NICHTS TUN, ist das Schwierigste, aber auch das Schönste, was du dir in diesem Jahr schenken kannst. Lass dich von der Erde, vom Himmel und dem Dazwischen immer wieder berühren.

Wie sagte eine der phantasievollsten Kinderbuchautorinnen unserer Zeit, Astrid Lindgren?

«Und da braucht man ja auch noch Zeit, einfach da zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen.»

Darum kann ich jetzt nicht mehr weiterschreiben, ich bin am Schauen…. du auch?

Ich lasse es mir aber nicht nehmen, dir noch ein Jahr mit schönen Wundern, berührendem Zauber und ein liebevolles Zusammensein mit dir selber zu wünschen.

Ich blinzle dir einen herzlichen Irisgruss zu!

weltenwind.ch

Brücken bauen

Brückenbauen ist das Natürlichste auf der Welt.

Ich bin sicher, dass wir das zu jeder Zeit des Tages tun.

Wir wollen in Verbindung sein mit irgendetwas. Und dafür tun wir unendlich viel. Unser grösster Wunsch ist es, dazuzugehören, um dann gleichzeitig darüber hinauszuwachsen. Eigenständig selbstbestimmt und mit dem wohligen Gefühl, sich selber zu sein.

Ich möchte mich jetzt nicht über die Abhängigkeit, die das Brückenbauen mit sich bringen kann, wortreich auslassen. Das tun andere schon zur Genüge. Jaja, das Handy, jaja, die sozialen Medien, jaja, unsere Vergangenheit, jaja, die Klimaerwärmung und der viele Streit unter uns Menschen…..ja, zu all diesen Themen und noch zu vielen mehr bauen wir Brücken. Sich von ihnen zu lösen ist nicht einfach, und wir vergessen, dass wir mit unseren vielen Gedanken sie zu festen Gebilden formen.

Ich möchte gerne die Gedanken befreien. Ich möchte keine Abhängigkeit, ich möchte ein sowohl als auch. Mit offenen Augen das Geschehen auf unserer Erde erkennen und aus vollem Herzen Brücken zur Farbe, zum Klang, zum Duft von genau dieser Erde samt ihren Bewohnern bauen.

Ja, es braucht Mut, bei einem frostigen Klima, im engeren und übertragenen Sinne, voller Vertrauen eine neue Brücke zu bauen. Zu diesem Mut gehört das Anerkennen der eigenen Farben, des eigenen unverkennbaren Duftes und des Klanges der eigenen Stimme. Diese muss nicht laut sein, es genügt, wenn wir mit ihr sind und ihr Raum geben.

Eine Brücke braucht auch Raum, Platz zum Atmen und zum Bauen. Sie braucht Zeit und sie braucht das Vertrauen ins Scheitern. Darum braucht es auch eine Hand voll Fantasie, denn es könnte ja sein, dass sie gelingt! Keine Brücke gleicht der anderen und das ist der Ausdruck der Verschiedenartigkeit von uns Menschen. Eine Brücke ist jedesmal ein Kunstwerk, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Wir müssen sie nicht alle lieben und schön oder hässlich finden. Wir haben die Möglichkeit, wenn wir uns Zeit nehmen, sie zu bestaunen.

Und dann geschieht ein Wunder. Wir vergessen das Be- und Verurteilen, denn wir haben alle Hände voll zu tun! Brückengestalter:in zu sein regt alle Sinne an, macht Freude und schenkt Vertrauen zu uns selber und in das Leben. Wir verbinden Welten, werden beschenkt und freuen uns, dass wir auch so sein dürfen, wie wir sind.

Und auf einmal geht Brückenbauen ganz leicht, denn das andrere Ufer ist nicht mehr bedrohlich oder weit weg. Wir haben mit unserer Herzenskraft in Sekundschnelle ein Verbindung geschaffen, die frei macht, uns dem Leben zugehörig fühlen lässt und uns die Kraft gibt, voller Freude über uns hinauszuwachsen.

Utopisch? Zu schön, um wahr zu sein? Hallo, was für eine Brücke baue ich da gerade?

Oh!

Ich glaube an Wunder! Ich gebe nicht auf, Brücken zu gestalten, neue natürlich. (Die ururururalten sind von unseren Ahnen gebaut und sind magisch. Sie zu betreten braucht ebensoviel Mut, wie Achtsamkeit. Von ihnen gäbe es viel zu berichten…..)

Aber jetzt: Herzlich willkommen du spannendes Ufer!

Oder lädst du mich ein, dich kennenzulernen?

Ich bin Iris und erzähle Geschichten, die die Winde der Welten mir erzählen. http://weltenwind.ch und hier findest du auch den Link zu meinem Newsletter. Da gibt es immer viel Neues un Spannendes zu lesen, z. B. baue ich eine Brücke zu Suryas Welt….. sei dabei in dieser kleinen, feinen Community und abonniere den NEWSLETTER. Du bist herzlich willkommen!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Ich kann es nicht lassen, noch etwas zu ergänzen. Nämlich…. hast du gewusst, dass, wenn du eine Brücke zu deiner Lieblingsmusik herstellst oder zu dir wichtigen Bildern und Fotos, zur Natur, zu berührenden Menschen oder einfach zu dem, was dich fasziniert, dass auch da deine Brücke einzigartig ist? Und dass dann, wenn die Brücke denn mal steht, deine ureigene Gestaltungskraft zum Vorschein kommt? So kannst du Wunder bewirken und sichtbar machen! Leuchte!

Was?!

Was?! Was soll das?

Ich, ich zittere immer noch, wenn ich nur schon daran denke, geschweige denn wenn ich es sehe. Ich habe eine heilige Kuh angemalt.

Was?!

Ich habe voller Überzeugung und mit freudigem Veränderungswillen etwas Unantastbares verändert. Und jetzt…… sitze ich da und schaue mein Werk an. Es sieht einfach supergut und mega genial aus! Ach, ich möchte am liebsten noch mehr solche mega Wörter anhängen, nur um zu zeigen, wie wie mutig ich war.

Ja, ich habe etwas Unausgesprochenes in die Hände genommen und laut ausgesprochen. Natürlich nicht einfach kopfschüttelnd empört, wütend laut oder leise voller Angst. Nein, ich habe mir ein Herz gefasst und es verändert. Mit meinen Ideen und meiner gestaltenden Kraft.

Was?!

Das wollte ich schon lange. Seit unendlich vielen Jahren zog sich jedesmal mein Herz zusammen, wenn ich es gesehen habe. Und das war jedesmal dann, wenn ich in diesem Haus hier in den Ferien war.

Was?!

Ja! Da hat es eine Ecke, da stehen seit je her zwei Betten, steif und starr und versperrten den Weg. Man fühlt sich von diesem Haus eingeladen, sich zu bewegen, aber wenn man an diesen Betten vorbei wollte, musste man sich daran vorbeidrücken oder Schwenktüren versperrten den Durchgang, weil jemand da schlief. Der ganze Lebensfluss, ja die Musik wurde jedesmal einfach unterbrochen, wegen diesen Betten und den metallenen Schwenktüren. Und alle nickten fromm und waren damit einverstanden. Nur ich fand es absolut schlimm!

Und nun sind diese Betten weg. Eigenhändig alles rausgezimmert.

Was??!!

Ja, sind sind weg und es fühlt sich sosososo wunderbar an! Die Luft, die Stimmung, die Lebensgeister haben nun freien Lauf. Das alte Sofa steht nun in dieser Ecke und lädt zum Verweilen ein. Das Herz, MEIN Herz geht auf, es hat Raum bekommen. Es kann fliegen oder sich gemütlich im Sofa verkrümeln.

Nun kommt das Tüpfelchen aufs i…. diese schweren Schwenktüren……ich habe die eine bemalt. Es ist nun eine Art Leinwand zu sehen, auf die man bequem einen Film oder Fotos projizieren kann…. endlich, endlich wird es in diesem Ferienhaus gemütlich. Endlich kann dieses Ferienhaus aufatmen, denn es hat keine toten Ecken mehr. Ich spüre förmlich, wie es vor Freude über diese Befreiung mittanzt.

Ich zittere immer noch, ich habs getan. Ich habe alte, in Stein gemeisselte Muster angefasst, verändert und bemalt und es hat Mut gekostet. Aber nun sind alle frei. Die Kuh, die Herzen, die Familie und ich!

Was für ein Glück!

Vielleicht habe ich dir Mut gemacht mit einer gewissen Leichtigkeit, ja sogar mit einem Schmunzeln, das Alte ehrenderweise neu zu gestalten. Versuch es! Gerne begleite ich dich dabei. Mit den Weltenwinden in den Segeln, bist du nicht allein. Melde dich bei mir! http://weltenwind.ch

Und noch ein Schritt: Wenn du meinen Blog gerne jeweils in deinem Mailbriefkasten haben möchtest, fülle einfach die untenstehende Anmeldung aus. Ich freue mich sehr, dich zu meiner kleinen Lesegemeinschaft zu zählen.

Bis bald!

Iris

Die Bildausschnitte sind von einem Bild des verstorbenen Schweizer Kunstmalers Peter Dietschi. Ich kenne es seit meiner Kindheit. Ich werde es so ehren, wie es ist. Nicht alles Alte muss verändert werden. Im Gegenteil, ich danke dafür!

Kommentar verfassen

innehalten

Eigentlich wollte ich heute alles andere als innehalten.

Da tanzten die Ideen wild im Kopf herum und hielten mich ausser Atem. Wie soll ich dir das alles präsentieren?

Nun ist alles anders. Auf einen Trommelschlag. Nein, es waren ein paar Trommelklänge, die mich zum Innehalten bewogen haben.

Am Morgen noch bin ich auf einen Feld-, Wald- und Wiesenspaziergang. Der blaue Himmel, die klare, kühle Luft, ja einfach das Naturerleben hat mich magisch angezogen und aus dem Haus gelockt.

Auf dem Weg erzählte ich dir schon ausführlich von meinem neuen MALKURS, der WALD, GLÜCK und FARBENZAUBER heisst. Ich stellte mir schon vor, wie ich das lustige Titelbild beschreibe und wie ich dir meine ersten Gehversuche mit dem Mikrofon zum Hören gebe.

Und nun halte ich einfach inne. Ich nehme ein Bild zur Hand, das ich vor ein paar Tagen von meinem Schreibtisch aus gesehen habe. Genau zu einem Zeitpunkt, als ich meinen Kopf unendlich traurig in meinen Händen aufgestützt habe. Mein Herz schlug schnell und laut und gleichzeitig langsam und sehr leise vor Angst vor dem Gespräch, das mir am Abend bevorstand.

Aus sicherlich meteoroloisch, gut erklärbaren Gründen bildete sich auf einmal diese Lichterscheinung am Himmel und sie entstand genau vor meiner Nase. Ich musste mich überhaupt nicht bewegen und ich konnte es auch nicht mehr. Sie war einfach da und ging für eine lange Zeit nicht weg. Es war ein Phänomen! Ein Wunder! Mit ihrer zarten Präsenz beruhigte sie mich und brachte mich zum Innehalten.

Wir schauten einander in die Regenbogenaugen. Ja, ich glaubte wahrzunehmen, dass sie mit mir atmete, indem sie heller und dann wieder blasser wurde….

INNEHALTEN

Eine ganze lange Weile. Mich berühren lassen von der Schönheit, dem Flüstern der Natur und dem Leben, aber auch vom Traurigen und Beschwerlichen. Ganz und gar. Es sind Geschenke. Sie wollen gesehen werden. Es sind Geschenke die das Leben verändern.

INNHALTEN UND MIT DEM HERZEN WAHRNEHMEN WAS IST

Bis ein leises Kitzeln in der Nasenspitze zu spüren ist, das mich fast zum Niesen bringt. Es sind die Lebensgeister, die mich berühren. Sie melden sich, wenn nach dem Innehalten ein neuer, freier Raum entsteht, wo Unerwartetes willkommen ist und ich die Freude meines Lebens sein darf.

Auf dem Nachhauseweg hüpfte eine kleine Gestalt über den Plattenweg, der durch meinen Garten führt. Sie rief mir zu:

VERGISS NICHT, ALLES IST MÖGLICH, NUR NICHT NACH DEINEM WILLEN, SONDERN IM ZUSAMMENSPIEL MIT ALLEM, WAS IST!

In diesem Sinne:

Demnächst wird mein Malkurs auf meiner Webseite ausgeschrieben, mit dem Mikrofon übe ich noch ein wenig und Innehalten ist mein neuer Job…..

Ich grüsse dich herzlich!

Iris

http://weltenwind.ch