Ich bin nur eine Steinfigur…

Ich bin nur eine Steinfigur….

Darf ich mich vorstellen? Ich bin nur eine Steinfigur. Mein Herz ist aus Stein, ich bin gar nicht lebendig. Ja eigentlich kann ich gar nicht sprechen.

Doch habe ich soviel zu sagen und da ich der Kopf dieser Figur bin, rede ich mit dir, so ein Glück! Aber wer hört mir schon zu? Ich meine richtig. Natürlich gibt es die Gelehrten, die bestimmen können, woraus ich bestehe, woher ich komme, vielleicht sogar, wie alt ich bin. Ihr Menschen nehmt uns Steine manchmal in die Hand, wenn wir ein besonders Merkmal haben, aber genauso schnell werft ihr uns auch wieder weg oder beachtet uns erst gar nicht.

Aber wir haben viel zu erzählen! Wir wissen mehr, als ihr wisst, und überleben euch tausendmal. Das ist aber nicht das, was ich erzählen will, das klingt ja wie Jammern. Wer will schon klagenden Steinen zuhören? Ich sage dir, es gibt genug, die das tun, es nervt! Und weil ich keine Beine habe, muss ich immer warten, bis ein Mensch, fliessendes Wasser oder eine Erdbewegung mich an einen anderen Ort trägt, damit ich nicht mehr Zuhören muss. Manchmal versuche ich auch eine Geschichte zu erzählen oder meine Mitsteine an ihre eigene, uralte, spannende Geschichte zu erinnern, und so ist es mir auch schon gelungen, die Stimmung zu verbessern.

Schon oft habe ich mir gewünscht, Beine zu haben. Doch dann wäre ich nicht mehr Stein und das fände ich doch ein wenig schade. Wie ist es mit dir? Wärst du auch manchmal gern jemand anderes und, wenn du es dir dann so richtig vorstellst, merkst du, dass das üüüüüberhaupt nicht in Frage kommt? Nein, nein, ich liebe es Stein zu sein!

Während ich endlich zu Wort komme, rütteln die beiden Steine unter mir. Sie sagen mir, dass ich nicht alleine die Steinfigur sei, wir sind zu dritt. Und da sind wir bei einem wichtigen Punkt. Steine gibt es unendlich viele! Wir verschwinden auf einem Kiesweg, in einem See oder wir werden von euch sorgsam aufeinandergeschichtet. Eigentlich ist es wie bei euch Menschen. Ihr seid auch nicht zählbar und doch ist jeder von euch etwas Besonderes. Ich weiss das. Ich habe schon viele Menschen erlebt.

Ihr seid wie Flöhe auf zwei Beinen. Ihr hüpft da und dort hin, geht gemächlich durch Feld und Wald, legt euch, wenn es dunkel wird hin, nistet euch in Höhlen ein, die ihr vorher aus uns Steinen gebaut habt und erzählt euch ununterbrochen Geschichten. Man trifft euch zusammen an oder ihr seid alleine unterwegs und brütet. Ja, ihr brütet, legt Eier, die ihr Kinder oder Ideen nennt und versucht sie grosszuziehen. Aber schon bald hüpfen auch sie durch die Gegend. Und das geht schon seit ewigen Zeiten so. Also ich mag euch einfach!

Hach schon rütteln meine Mitsteine wieder. Sie wollen auch etwas sagen, doch das würde echt zu lange dauern. Aber ich kann ja schnell ein paar Sätze weitersagen.

Der mittlere Stein will unbedingt klarstellen, dass unser Herz nicht aus Stein ist. Wir seien Herz, ganz und gar. Denn unsere Kraft würden wir von der Erde erhalten und sie hätte einen Herzschlag, eine Schwingung. Und da wir so sehr ein Teil von ihr sind, würden wir auch schwingen, genau wie die Erde. Je nachdem, wo wir liegen, mal mehr, mal weniger. Du sollst dich mal auf einen grossen Stein oder Berg setzen und solange bleiben, bis du den Herzschlag spürst.

Da hat der mittlere Herzstein aber recht! Du kannst uns in deine Hand nehmen oder in deine Jacken- oder Hosentasche, und spiel mit uns. Mit der Zeit wirst du diese Schwingung spüren.

Natürlich will auch der unterste Stein von seinem Wissen erzählen. Im Inneren eines Steines sei Leben! Oder vielmehr werde das Leben von vielen Jahrmillionen sichtbar. Wissen und Weisheit sei darin gespeichert. Es sei ein unermesslicher Schatz, der sich über viele Generationen angesammelt habe und zu dem alle, alle, Zugang hätten. Das Anzapfen dieser Wissensschwingung befähige einen jeden und jede von euch schöpferisch zu sein und die Weisheit, die darin innewohne für das Leben zu nutzen. Wie der Lebenskreislauf, der im Becken, im Bauch bei euch Menschen zu Hause ist. Stelle dir eine Klangschale vor, deren Ton einzigartig sei. Er komme und gehe wieder …. wie wir Steine…. aber er bleibe immer, er sei nur nicht immer gleich hörbar.

Wow, wir sind ein tolles Team! Darf ich uns vorstellen? Wir sind Kopf, Herz und Bauch, sooo viel Leben, Weisheit und Wissen auf einem Haufen! ZUSAMMEN sind wir eine Steinfigur, uns gibt es nur, weil die Schreibefrau uns aufgebaut hat. Auch jeder für sich ist immer da, genau wie der Klang.

Aber eigentlich ist da nur ein Schatten. Lieblich, zart und lebendig, alles ist möglich.

Oder siehst du irgendwo eine Figur aus Stein?

Feiere deinen Kopf, dein Herz und deinen Bauch, sie sind immer da, wirklich immer. Vielleicht ist es anders herum, dein Körper, dein Geist und deine Seele feiern DICH?

Wie auch immer, ich feiere DICH, denn ohne dich wären meine Geschichten nicht vollständig. Ich danke dir von Herzen, dass du da bist und wünsche dir immer wieder gute Laune in diesen heissen Sommertagen. Vielleicht baust auch du einmal eine Steinfigur auf und hörst ihr zu, was sie dir uuuunbedingt erzählen will, wenn sie eeeendlich mal zu Wort kommt?

Hier eine Schmunzelbrise WeltenWind für dich!

Ayé

Iris

die WeltenWindFrau

https://weltenwind.ch

Brücken bauen

Brückenbauen ist das Natürlichste auf der Welt.

Ich bin sicher, dass wir das zu jeder Zeit des Tages tun.

Wir wollen in Verbindung sein mit irgendetwas. Und dafür tun wir unendlich viel. Unser grösster Wunsch ist es, dazuzugehören, um dann gleichzeitig darüber hinauszuwachsen. Eigenständig selbstbestimmt und mit dem wohligen Gefühl, sich selber zu sein.

Ich möchte mich jetzt nicht über die Abhängigkeit, die das Brückenbauen mit sich bringen kann, wortreich auslassen. Das tun andere schon zur Genüge. Jaja, das Handy, jaja, die sozialen Medien, jaja, unsere Vergangenheit, jaja, die Klimaerwärmung und der viele Streit unter uns Menschen…..ja, zu all diesen Themen und noch zu vielen mehr bauen wir Brücken. Sich von ihnen zu lösen ist nicht einfach, und wir vergessen, dass wir mit unseren vielen Gedanken sie zu festen Gebilden formen.

Ich möchte gerne die Gedanken befreien. Ich möchte keine Abhängigkeit, ich möchte ein sowohl als auch. Mit offenen Augen das Geschehen auf unserer Erde erkennen und aus vollem Herzen Brücken zur Farbe, zum Klang, zum Duft von genau dieser Erde samt ihren Bewohnern bauen.

Ja, es braucht Mut, bei einem frostigen Klima, im engeren und übertragenen Sinne, voller Vertrauen eine neue Brücke zu bauen. Zu diesem Mut gehört das Anerkennen der eigenen Farben, des eigenen unverkennbaren Duftes und des Klanges der eigenen Stimme. Diese muss nicht laut sein, es genügt, wenn wir mit ihr sind und ihr Raum geben.

Eine Brücke braucht auch Raum, Platz zum Atmen und zum Bauen. Sie braucht Zeit und sie braucht das Vertrauen ins Scheitern. Darum braucht es auch eine Hand voll Fantasie, denn es könnte ja sein, dass sie gelingt! Keine Brücke gleicht der anderen und das ist der Ausdruck der Verschiedenartigkeit von uns Menschen. Eine Brücke ist jedesmal ein Kunstwerk, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Wir müssen sie nicht alle lieben und schön oder hässlich finden. Wir haben die Möglichkeit, wenn wir uns Zeit nehmen, sie zu bestaunen.

Und dann geschieht ein Wunder. Wir vergessen das Be- und Verurteilen, denn wir haben alle Hände voll zu tun! Brückengestalter:in zu sein regt alle Sinne an, macht Freude und schenkt Vertrauen zu uns selber und in das Leben. Wir verbinden Welten, werden beschenkt und freuen uns, dass wir auch so sein dürfen, wie wir sind.

Und auf einmal geht Brückenbauen ganz leicht, denn das andrere Ufer ist nicht mehr bedrohlich oder weit weg. Wir haben mit unserer Herzenskraft in Sekundschnelle ein Verbindung geschaffen, die frei macht, uns dem Leben zugehörig fühlen lässt und uns die Kraft gibt, voller Freude über uns hinauszuwachsen.

Utopisch? Zu schön, um wahr zu sein? Hallo, was für eine Brücke baue ich da gerade?

Oh!

Ich glaube an Wunder! Ich gebe nicht auf, Brücken zu gestalten, neue natürlich. (Die ururururalten sind von unseren Ahnen gebaut und sind magisch. Sie zu betreten braucht ebensoviel Mut, wie Achtsamkeit. Von ihnen gäbe es viel zu berichten…..)

Aber jetzt: Herzlich willkommen du spannendes Ufer!

Oder lädst du mich ein, dich kennenzulernen?

Ich bin Iris und erzähle Geschichten, die die Winde der Welten mir erzählen. http://weltenwind.ch und hier findest du auch den Link zu meinem Newsletter. Da gibt es immer viel Neues un Spannendes zu lesen, z. B. baue ich eine Brücke zu Suryas Welt….. sei dabei in dieser kleinen, feinen Community und abonniere den NEWSLETTER. Du bist herzlich willkommen!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Ich kann es nicht lassen, noch etwas zu ergänzen. Nämlich…. hast du gewusst, dass, wenn du eine Brücke zu deiner Lieblingsmusik herstellst oder zu dir wichtigen Bildern und Fotos, zur Natur, zu berührenden Menschen oder einfach zu dem, was dich fasziniert, dass auch da deine Brücke einzigartig ist? Und dass dann, wenn die Brücke denn mal steht, deine ureigene Gestaltungskraft zum Vorschein kommt? So kannst du Wunder bewirken und sichtbar machen! Leuchte!