Zeit

Die Zeit zwischen den Zeiten

Ich liebe sie, die Zeit zwischen den Zeiten.

Da sind Feste, die zu feiern manchmal eine echte Herausforderung auf emotionaler, logistischer und darum auch auf mentaler Ebene sind. Natürlich spricht unser Körper lautstark mit. Auf einmal sind wir krank oder haben einen ausgeprägten Sofasinn oder genau das Gegenteil, haben tausend Dinge zu tun, oder wir wollen raus, an die frische Winterluft und uns bewegen.

Und dann kommt eben das Dazwischen. Die absolute Ruhe schleicht daher, und es fühlt sich auf einmal wie ein Vakuum an. Wir bekommen Angst und eine Ablenkung zupft uns von uns weg. Aber jetzt gilt es stark zu bleiben.

Darum gehst du dir jetzt einen feinen Tee kochen oder nimmst dir die Zeit, einen Latte Macchiato zu brauen. Suche dir nun den schönsten Platz im Haus, stellst deinen Zaubertrank neben dich, legst eine schwere Wolldecke auf die Knie, die das Aufstehen verhindert und setze dich auf deine Hände. Oh ja! Das muss sein. NICHTS TUN braucht einen Anfang.

Auf die Gedanken zu sitzen geht nicht, auch lassen sie sich kaum zudecken, darum ist jetzt atmen angebraucht. Der Atem ist immer da und wir können ihm in einem solchen Moment unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Ein, aus, ein, aus, eeeeein, aaaaaaaus…….immer länger aus- als einatmen.

Ist erst einmal die erste Hürde des Nichtstuns geschafft, geht es ans Geniessen. Vorsichtig darfst du die Hände hervornehmen und zu der Tasse, die du vorher bereitgestellt hast, greifen. Umschliesse sie liebevoll mit deinen Händen. Beginne dein Getränk mit Dankbarkeit und guten Wünschen an dich, an dein Leben mit allen und allem, was dazugehört aufzufüllen, schaue dabei in deine Tasse und atme dein Danke, deine Wünsche hinein. Wiederhole sie wie ein Mantra. Nach einer Weile nimmst du ganz langsam einen Schluck und geniesst diesen Moment, wie er dich ganz und gar erfüllt. Mmmmh! Das tut so gut! Es wärmt, heilt und erfreut deinen ganzen Körper.

Oh, ich habe ganz vergessen zu sagen, dass du vors offene Fenster sitzen sollst, darum eigentlich die Wolldecke…. 😉 Natürlich kannst du es dir auch gleich draussen kuschelig einrichten oder dann halt vor geschlossenem Fenster, Hauptsache Weitblick.

Und jetzt kommt das Schönste: EINFACH SCHAUEN! Und ganz wichtig, spüre in dir ein leises Lächeln, auch wenn dir nicht danach ist, hole es hervor, es wirkt Wunder.

Wenn du bis hierhin gekommen bist, lässt du deine Wahrnehmung für deinen Körper, deine Gefühle und den Ort, an dem du dich befindest einfach fliessen. Nichts festhalten, nur beobachten und ziehen lassen. Werde weit, ganz weit, öffne dich für die Schönheit der Natur, für dein Sein. Es kann dir nichts geschehen, im Gegenteil du bekommst einen sanften, wohltuenden Kuss ……

Nun bist du zwischen den Zeiten angekommen. Es ist keine angstmachende Leere, sondern deine Fülle, dein vielleicht wahres Leben, weil du niemandem etwas beweisen musst, nicht einmal dir selber.

In die Natur schauen, einfach nur schauen, NICHTS TUN, ist das Schwierigste, aber auch das Schönste, was du dir in diesem Jahr schenken kannst. Lass dich von der Erde, vom Himmel und dem Dazwischen immer wieder berühren.

Wie sagte eine der phantasievollsten Kinderbuchautorinnen unserer Zeit, Astrid Lindgren?

«Und da braucht man ja auch noch Zeit, einfach da zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen.»

Darum kann ich jetzt nicht mehr weiterschreiben, ich bin am Schauen…. du auch?

Ich lasse es mir aber nicht nehmen, dir noch ein Jahr mit schönen Wundern, berührendem Zauber und ein liebevolles Zusammensein mit dir selber zu wünschen.

Ich blinzle dir einen herzlichen Irisgruss zu!

weltenwind.ch

EinHornFrau

EinHornFrau. Eine Geschichte über eine Frau die ein Horn hat.

Es war einmal eine unscheinbare Pflanze. Sie schwamm auf einem kleinen Weiher in einer Waldlichtung. Nur wenige Menschen fanden den Weg dorthin und wenn, dann waren sie alle hin und weg von diesem Zauber, den sie vorfanden.

Aber kaum jemand sah die unscheinbare Pflanze, die still und eigenwillig auf dem Wasser schwamm. Sie sah aus wie eine Muschel, und hätte jemand genau hingeschaut, hätte sie oder er gesehen, dass sie lebendig war. Sie bewegte sich! Ja, sie tanzte förmlich über das Wasser. Aber eben, das war nur für jene sichtbar, die genau hinschauten.

Diesen Ort gibt es wirklich, ich war schon oft da und ich gebe zu, diese schwimmende, lebendige Muschelpflanze, habe ich nie wahrgenommen.

Bis gestern. Ich streifte wiedereinmal im Sonnenschein unter dem blauen Herbsthimmel durch den Wald. Ich schmunzelte schon innerlich, denn ich fühlte, wie der Weiher mich magisch anzog.

Da stand ich nun und liess mich von diesem Zauber der Natur erfüllen und liess meinen Blick gedankenverloren da- und dorthin wandern. Auf einmal sah ich diese Muschelpflanze und wie sie sich bewegte. Es sah aus, als hätte sie ein Innenleben. Sie bekam Beulen, wurde in die Länge und in die Breite gezogen, wackelte gefährlich hin und her, bis…….

…… sie sich mit einem trotzigen „also gut!“ öffnete. Ich war auf einmal hellwach. Keine Träumereien mehr. Ich ging so nah wie ich nur konnte zum Wasser und schaute gespannt auf diese kleine Wesenheit. Laut und deutlich hörte ich ein: „Eeeeendlich!“ Nun war ich gespannt, was geht hier vor?

Eine kleine Spitze kam zum Vorschein, die immer länger und länger wurde. Irgendwann blinzelte eine Frau mit einem Horn auf der Stirn über den Muschelrand, begleitet von einem Farbenzauber.

Sie streckte nun den ganzen Kopf aus der Pflanze und schaute mir direkt in die Augen. „Schau nicht so blöd!“ rief sie frech. Ich schaute mich umher, dann wieder aufs Wasser. Mit wem sprach sie?

„Na mit dir! Und überhaupt ich mag unüberlegte Fragen üüüüberhaupt nicht!“

Konnte dieses wunderschöne, aufmüpfige Wesen meine Gedanken lesen? „Ja, kann ich. Du hast uns endlich, endlich wahrgenommen. Wie oft warst du schon hier und hast einfach über uns, meine Muschel und mich hinweggesehen? Aber nun bist du hier und wir sind sehr erfreut, mit dir zu sprechen. Eigentlich nur ich, die Muschel hat Angst vor dir. Sag ihr, dass du uns nichts tust.“

Vor lauter Staunen konnte ich zuerst gar nicht antworten, mit grossen Augen und offenem Mund bestätigte ich mit einem Nicken, dass es mir nicht in den Sinn käme, ihnen etwas anzutun. Da war eine kleine, wunderschöne Einhornfrau und sprach mit mir!

„Ja, ich spreche mit dir, weil du uns gesehen hast und nun musst du auch Verantwortung dafür übernehmen.“

Was muss ich? Wie meinst du das?

Was und wie du etwas siehst, hörst, spürst und denkst, hat Auswirkung auf dich, auf dein Leben, auf deine Umgebung, auf uns eigenArtige Wesenheiten, halt einfach auf alles. Darum ist deine Wahrnehmung, gepaart mit deinen Wünschen, Ängsten und Absichten, der Stoff aus dem diese Welt besteht. Ich habe ein Horn und damit bin ich mit allem, was ist, verbunden. So, wie du. Ich kann damit zaubern!“

Ich habe aber kein Horn auf der Stirn! „Doch, hast du!“ Nein! Ich sehe jeden Tag mehrmals in den Spiegel und ich habe noch nie ein Horn gesehen. „Ja, weil du es nicht sehen willst!“ Du meinst, wenn ich genau wahrnehmen würde, dann würde ich merken, dass ich ein Einhorn bin?

„Wenn du genau wahrnimmst, würdest du merken, dass du natürlich kein Einhorn bist. Aber du würdest merken, dass du eine EinHornFrau bist.“

Und was ist der Unterschied?

„Du bist verbunden mit allem, was ist. Und nicht nur du, alle Lebewesen dieser Erde. Und die Erde wiederum mit uns und allen Planeten, dem ganzen Universum und immer so weiter. Verstehst du nun die Verantwortung, die ihr trägt?“

Hm. Ja, langsam spüre ich da so einen Funken, der mich irgendwie erinnert.

„Genau! Liebe schreibende und hörende EinHornFrau, wie schön, dass du da bist und dich an dieses Erinnern erinnerst!“ Die Pflanzenmuschel wackelte wieder ob der Freude der Einhornfrau. Und viele Funken tanzten aus der Muschel, so dass ich lachen musste.

„Schliesse mal die Augen“, forderte sie mich auf, “ atme und spüre den Rhythmus deines Herzens. Dann achtest du auf den Atem und den Rhythmus der Erde unter deinen Füssen, im Becken, auf dem du sitzt, bis du eine Melodie erklingen hörst. Es ist das Zusammenspiel mit deinem Herzen und der Erde, das dich nun ganz und gar erfüllt. Das ist Verbundenheit. Du kannst ihr vertrauen.“

Lange sass ich da und spürte und spürte und vergass die Zeit. Manchmal erfasste mich dieses Gefühl, das die Einhornfrau beschrieben hat, aber oft kamen mir meine Gedanken dazwischen. Ja, das mit dem Vertrauen ist so eine Sache, aber ich gebe nicht auf! Irgendwann öffnete ich die Augen. Es wurde schon langsam dunkel und ich fröstelte, es ist ja Herbst. Ich sass an meinem Weiher in einer Waldlichtung. Alles ist ruhig. Weit und breit keine Muschelpflanze mehr mit einer Einhornfrau drin.

Schade, sie sind fort, dabei wollte ich ihnen doch noch sagen, dass ich, wenn schon, denn schon, eine ZweiHornFrau bin. Ich habe zwei spiralförmige Hörner. Ich bin nämlich eine Widderfrau! Oh, vielleicht hat sie es gehört, wir sind ja verbunden!

Dankend und schmunzelnd kam ich leichten Fusses nach Hause. Ich hatte ein berührendes Erlebnis und war voller Vorfreude, dir davon zu berichten.

Und wenn du heute in den Spiegel schaust, nimm genau wahr, vielleicht siehst du ……..

Ich grüsse dich von Herzen fest aus den Welten, deren Winde uns Geschichten erzählen.

Iris

http://weltenwind.ch

Und noch etwas: Seit neuestem schreibe ich einen Newsletter. Auf meiner Website findest du die Anmeldung. Ich bin sicher, dass die Winde der Welten dir allerhand zu deinem Leben beitragen. Ich freue mich auf dein Dabeisein!

tabula rasa

Es braucht Mut, Altvertrautes wegzuräumen. Genauso wie ein Bild für einen Blog auszuwählen, das nicht einfach schön ist. Ich hätte so ein eindrückliches Mondbild von der Silvesternacht, aber es passt einfach nicht zu dem, was ich dir erzählen möchte. ….. tabula rasa……

Auf dem Bild siehst du meinen Arbeitstisch. Ich erkenne ihn selbst nicht wieder. Noch vor Kurzem war er übersät mit vertrauten Kleinigkeiten, die mich in meiner Arbeit unterstützten. Blätter, Stifte, Farben, Pinsel, ein kleiner Becher mit Wasser, (der manchmal umkippte), Leim, Schere, eine kleine Schlumpfine, Tonfiguren, Steine, Federn, Räucherwaren, Kerzen, Brillen, Bücher und – ganz wichtig – all die tausend Notizen, die dann irgendwie im Chrimschrams verschwanden….. und zwischen alledem nisteten sich ganz viel Staub und Brösmeli ein, ein echtes Biotop!

Platz für meinen Laptop gab es manchmal nicht. Dann schob ich mit ganz viel Feingefühl all die für mich sehr wertvollen Dinge beiseite. Und wenn ich dann schrieb und umherschaute, weil ich nachdenken musste, fanden meine Augen immer eine Ablenkung. Mein Altvertrautes machte mir Mut auch forsche E-Mails zu schreiben.

Und nun….. tabula rasa…… alles weg. Nur mein Weihnachtsgeschenk steht da. Ganz prominent. Ganz alleine posiert es auf meinem frisch geputzten und mit Autopolierwachs eingeriebenen, auf Hochglanz gebrachten altvertrauten Gartentisch meiner Oma. Da ist er wieder! Ich lade ihn aufs Neue wieder ein.

……. tabula rasa…..klingt einfach, ist es aber nicht. Es braucht ganz viel Liebe dazu. Es braucht diesen Mut wirklich zu lieben, um alles Vertraute und Verstaubte wegzuräunen. Ich habe mich von Altem verabschiedet, einiges im Silvesterfeuer verbrannt. Nur sehr wenige Gegenstände dürfen irgendwann zurück, weil sie zu meinem Herzensinventar gehören.

Wie dieses Mikrofon…… eine Einladung, mit meiner Stimme zu erzählen.

Da ist es wieder. Es braucht Mut. Mut die Liebe zu erkennen, sie tief in einem drin zu spüren, um ihr dann einen frischen, freien Raum zu schenken. Ich nehme genau diese Kraft in meine Hände, lege sie an meinen Hals, um meiner Stimme Vertrauen und Liebe zu schenken. Ich werde Mut brauchen, um dir zum nächsten Blog, am 3. Februar eine Aufnahme zu gestalten. Das Mikrofon steht da und schaut mich aufmunternd an, so als wüsste es um meinen alten, geheimen Traum.

Mein Bruder riet mir vor ein paar Tagen, ich solle an meinem Haus vier Räder anbringen, mein Auto davor spannen und losziehen…… das werde ich. Von diesem Schreibtisch aus. Anstatt Räder werden es Flügel sein, das Haus meine Stimme und das Auto….. dieses Mikrofon!

Ich bin selber ganz gespannt!

Nun bedanke mich bei dir. Du gehörst zu der kleinen, feinen Leser:innenschaft meines Blogs und bist für mich sehr wertvoll. Ich freue mich, dass du jeweils am 3. des Monats meinen Blog liest! Und ich freue mich über alle, die sich nach und nach dazugesellen.

Und wenn auch du mutig sein willst, freue ich mich, wenn du als kleines Zeichen deiner Freude, mir einen Stern schenkst oder gar einen Kommentar hinterlässt?

Wie auch immer du dich entscheidest, mein Herz schlägt für ein farben-, licht-, und liebevolles Jahr!

Übrigens, tabula rasa war im letzten Jahr. Jetzt geht es um einen Neuanfang, ein neuer Zauber darf voller Vertrauen unsere Arbeitstische beleben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Ah…….jetzt weiss ich warum dieses umwerfende Mondfoto auch mit in den Blog will: Für welchen schlummernden Traum räumst du einen Platz frei, auf dass er Wirklichkeit werde? Erzählst du es mir? Vielleicht kann ich dich dabei unterstützen? atelier@iriswangler.ch

Bis bald!

Ruhe

Baum mit Schnee / Ruhe

Ruhe ist ein Zauberwort.

Wie der erste Schnee. Er hüllt alles ein, macht die Welt neu und still.

Wo vor kurzem noch alles bunt war, ist es nun weiss. Kontraste sind sichtbar ohne Lärm. Stoisch und still dulden sie einander. Oder geniessen sie ihr Miteinander, so verschieden wie sie sind?

Ruhe zulassen, sie einladen wie einen seltenen Gast. Alle Ablenkungen weglassen und dem schnellen, eigenen Puls zuhören. Über die Geschichten staunen, die er ohne Punkt und Komma erzählt.

Was? Du erzählst von mir? Von meiner Atemlosigkeit? Von meinem Fleiss wie ich meine Pflichten erfülle? So schnell? Nein, das kann nicht sein. Mein Leben ist doch ganz normal hektisch! Oder besser gesagt, herausfordernd, vielseitig und ausgefüllt oder……. fremdbestimmt? Lass mich in Ruhe!

Einmal Baum sein. Sich einschneien lassen., nachdem der Sturm alle alten Farben mitgenommen hat. Beobachtend zulassen, wie die Kontraste ein Miteinander bilden, in Ruhe SEIN.

Still und ruhig werden und spüren wie aus dem schnellen Puls ein vertrautes Herzpochen wird. Den eigenen Rhythmus wahrnehmen und Tränen der Freude vergiessen.

Da spielt ein sehr altes Lied auf einem sehr alten, wissenden Instrument. Es spielt Weisen von Verlusten, Trauer, des Abschieds und von der Liebe. Spielt aufmunternde Melodien, die nur du erkennst. Denn nur dein Herz weiss, womit es dir die Freude, den Spass, die Leichtigkeit, dein Licht, deine Schöpferkraft in dein Leben trommeln kann.

Ich habe sie wieder gehört, diese Lieder. Ich habe mich drei Tage aufs Sofa gelegt und dem Wetter draussen und dem in mir drinnen zugeschaut und gelauscht, die Gegensätze einfach zugelassen.

Ruhe ist ein Zauberwort und wenn man sie einlädt und sich unendlich Zeit für sie nimmt, ist sie heilend.

Herz

Und wenn du noch mehr Zauber möchtest melde dich bei mir! weltenwind.ch

Ein Flyer für mich

Einen Flyer für mich und meine Angebote zu kreieren. Das ist seit Tagen meine Absicht und eigentlich wollte ich ihn dir heute präsentieren. Natürlich fix und fertig und parat zum Verteilen.

Aaaaber erstens war ich untentschlossen, welches Bild meinen Flyer zieren soll und zweitens habe ich den Text gefühlte tausendmal geändert.

Da ich mir vorgenommen habe, dass ich dir jeweils am 3. des Monats etwas aus meiner Mary Poppinstasche zaubere, mein Flyer aber noch nicht druckfertig bereit ist, bekommst du jetzt meine Vorbereitung zu sehen.

Kennst du das, da sitzt man vor einer selbstgewählten Aufgabe und die Gedanken und Ideen machen sich selbständig. In meiner Fantasie beginnt es zu blühen, alles fühlt sich perfekt an und mein Flyer steht leuchtend vor mir. Dann schaue ich in die echte Welt und alles ist nur geträumt.

Nun, wie bringe ich Träume ins Leben? Wie erweckt man sie? Was kann ich tun, damit sie Wirklichkeit werden?

Zuerst einmal darf der Wunsch nach diesem Blühen einem ganz und gar erfassen. Er soll dich so sehr einnehmen, dass du schier platzt vor Freude und Ungeduld. Du willst es auf der Stelle einem sehr vertrauten, liebevollen Menschen erzählen!

Dann beginnt das physische Sammeln von Notitzen, Skizzen, Bildern, Texten, Liedern und anderen passenden und unpassenden Gegenständen. Und dann wird sortiert.

Mit einer Auswahl suchst du Verbündete und wirst im Austausch immer konkreter. Ja, ich gebe es zu, der Traum sieht nicht mehr gleich aus, wie in der ersten entrückten Phase. Aber er ist auf dem Weg Wirklichkeit zu werden und es ist immer noch DEIN Wunsch!

Und mit diesem Wunsch und all den Tools, die du gesammelt hast, geht es in den Rückzug und du gebierst Schritt für Schritt deinen Traum. Das braucht ganz viel Eigenliebe, Freude, Zeit, Mut, Vertrauen und spielerische Leichtigkeit. Ich schreibe das, weil mir genau das immer wieder abhanden kommt……….hm. Aber da sind ja die liebevollen Menschen, die Natur, die Musik oder was dir halt sonst so im Leben Kraft spendet und einem immer wieder daran erinnern und Mut machen.

Wenn dann nach allen Irrungen und Wirrungen, nach all den vielen Ja’s und Nein’s etwas Handfestes, Sicht- oder Hörbares, eine Idee,ein Projekt oder eben ein Flyer vor dir liegt, wird gefeiert! Zuerst alleine mit lauter Musik, wildem Tanz und schrägem Gesang.

Und daaaann wird deine Schöpfung mit Mut und Vertrauen in die Welt getragen….. und vielleicht hat es Menschen, die mitfeiern und sich vom Blühen dieser Idee inspiriert fühlen, wer weiss?!

Hier präsentiere ich dir meinen kleinen, aber feinen Flyer, der ein etwas zu prominentes Intro erhalten hat 😉 Ich freue mich für Ihn!

Nimmst du dir Zeit zum Lauschen?

Das Leben ist voller Herausforderungen und Pflichten.

Schenke dir eine kleine Auszeit und komm mit mir in die Natur. Wir lauschen ihren heilenden Klängen, ihrem Duft, ihrer Schönheit, ihren Jahreszeiten, ihrem Rhythmus.

Wir lassen uns von ihr berühren und werden still.

Atmen, zur Ruhe kommen, die Natur wahrnehmen ist ein Dankeschön an sie und ein Vertrauen schöpfen ins eigene Leben.

Sei mutig, komm und lausche, es ist wichtig!

Ich freue mich darauf, mit dir den Wind der Welten zu erleben. Darum schau auf meine Website, da warten noch andere Angebote auf dich, die zu deiner ureigenen Natur führen.

Bis bald!

Iris mit weltenwind.ch

Und jetzt mache ich mich mit meinem Flyer auf den Weg zur Druckerei…… Träume können nämlich wahr werden!

Staunen

Ay ju bundi da ju da
I mi dali jubli mra
Nu ti game ru fi lu
Lumi pare nu vu su

Wenn etwas Neues entsteht, hat es noch keine feste Form. Ganz zart zeigt sich dieses neue Wunder. Fragen sind nicht wichtig.

Sich verzaubern lassen,
sich verführen lassen,
sich berühren lassen,
staunen.

Rugu lani fini sali
Ha na soli scho bin i
Irguloflo dru mino!
Ka li gomo si gu lalago

Kann ich das Neue annehmen, ohne dass mein Verstand hineinfunkt und laut Namen geben will?
Kann ich das Neue zulassen und mich dabei in meinem Kern erkennen?
Kann ich diese stille, neue Kraft willkommen heissen?

Scho nu gaba do fi na
Ja ku bami hu wi da
Lala solo strema mi
Ugu sumi kame li

Ich bin Leben, mit allem, was mich ausmacht.

Ich zeige Form, die schwingt und immer weiterklingt auch wenn sie nicht mehr hörbar ist.

Ich bekenne Farbe, entscheide mich grosszügig für sie, auf dass sie mir ihr Geheimnis schenkt.

Komm! Wir lassen uns davon berühren, verführen, verzaubern und vertrauen dem…..


Staunen!

Da ist etwas

da ist etwas

da ist etwas
es rumort
es gibt Ton an
es will sich zeigen
und will doch nicht
es ist da

ganz deutlich

Hat Kraft eine Form?
Wie sieht die Form der Form aus?
Ist sie da?

Sie will gesehen werden,
doch wie soll man sie sehen, wenn sie gar nicht ist?

Doch! Da ist etwas, und ich weiss es ganz genau, weil ich es spüre.
Eine namenlose Kraft,
die auch grosse Verletzlichkeit ist,
die gar nicht ist,
weil sie unsichtbar ist.

Doch, doch! Da ist etwas!

es liegt im Dunkeln verborgen
es liegt im Dunkeln geborgen
und dort will es
mit allen Sinnen erkannt werden

Unmöglich!

Es ist Winter, ich schaue ins Land und ich weiss, da ist etwas. Noch ohne Form, mit ganz viel Kraft.

stilllauschen

lauschatmen

Ist es mein Glück?

 

Mauschel

Muschel

Siehst du es?

Hörst du es?

Es rauscht.

Um meine Ohren.

Was das wohl ist?

 

Jetzt hat’s grad aufgehört.

Immer, wenn ich hinhöre, wird es still.
Also denke ich schnell etwas, am besten laut:
Wie geht es dir? Läuft der Laden? Bist du………

Da! Da ist es wieder. Ein Rauschen wie in einer Muschel.

 

Ach nein, schon wieder weg.

Also weiter:
Bist du glücklich in deiner Muschel? Was? Das findest du eine blöde Frage? Ist das wichtig? Ich will ja nur laut denken, damit ich das Rauschen um mich herum orten kann.

Ach, jetzt hast du mich unterbrochen. Sei still, sonst höre ich nichts!

Was sagst du? Ich hätte dich etwas gefragt?
Nein, ich wollte keine Antwort, ich wollte nur……………  da ist es wieder!

 

Es ist nah und doch so fern. So wie wenn etwas zwischen mir und dem Rauschen wäre.

 

Was sagst du? Ich solle nicht fragen, wenn ich keine Antwort möchte?

Also langsam wird es mir zu anstrengend. Da höre ich etwas, gehe mit der Sprache der Spur nach, und dann werde ich noch kritisiert. Was? Ich jammere? Das auch noch? Jetzt ist es genug.

Ich komme mal unter meiner Haube hervor, schaue mir in die Augen ohne auszuweichen.

Oh! Da bläst ein Frühlingswind um meine Ohren! War das eng unter meiner Hülle. Und erst die eintönigen Gespräche. Ich konnte mir schon gar nicht mehr zuhören.

Aber jetzt bin ich da! Noch ein wenig zerknittert, aber ich spüre schon, wie da etwas aus meinem Kopf spriesst.

Sind es Blumen? Gedanken? Antennen?

Genau! Ich bin auf Empfang und sende dir schon mal liebe Grüsse.

Mich nimmt es wunder, wie du dein Leben erlebst und ich verspreche dir:

Ich höre dir zu.

 

Holunder

Holunder

Hey, du!

Lange nichts mehr gehört. Wie geht es dir? Was hast du die ganze Zeit gemacht? Gearbeitet? Gefeiert? Viel gelesen und gelacht? Nachgedacht und geweint? Oder etwa gelaunt, so wie ich?

Kennst du die Geschichte vom starken Wanja, der sieben Jahre auf dem Kachelofen lag, sich nur von Sonnenblumenkernen ernährte und erklärt hat, er komme erst wieder vom Ofen herunter, wenn er mit den Füssen das Dach abheben könne? Er hat es geschafft! Er hat durchgehalten, obwohl ihn alle ausgelacht haben.

Oder diese andere Geschichte von der Maus, die Frederik heisst, der im Herbst nur Sonnenstrahlen, Farben, Klänge und Düfte gesammelt hat, während seine Freunde fleissig den Wintervorrat in die Maushölen getragen haben. Sie waren gar nicht erfreut über Frederik, weil er „nichts“ tat und sie schufteten so fleissig. Und im Winter dann lebte auch er von diesen Vorräten. Aber als der Winter fast vorbei war, war alles aufgefressen und da begann Frederik von den Farben, den Klängen und den Düften zu erzählen. Die Mäuseschar vergass beim Zuhören den Hunger, ja sie merkten nicht einmal, dass es unterdessen Frühling geworden war.

Warum ich euch das erzähle?

Ich sass die ganze letzte Zeit unter dem Holunderbaum in unserem Garten. Ja genau! Ich sah, wie aus dem kahlen Baum kleine winzige Blätter ganz leise das Licht suchten und wenig später der Frost alles wieder fortfegte. Ich bibberte und wartete mit dem Baum geduldig, bis die Sonne wieder wärmte und das Spriessen von vorne beginnen konnte. Ich kann dir sagen, ich habe tief eingeatmet, als der Baum Anlauf holte, und erleichtert ausgeatmet, als es wieder grünte. Was für ein Glück das war!

Nun sind die weissen Sternendolden geerntet oder verblüht, der Duft hat mich ganz und gar eingehüllt und ………… er hat mich eingeladen zu bleiben und hautnah zu erleben, wie aus den weissen Sternen langsam eine dunkelrote Zauberkraft heranreift.

Darum bleibe ich sitzen, ich kann dieser Einladung einfach nicht widerstehen.

So kann es geschehen, dass der Wind Klänge zu dir trägt, die nach Holunder riechen. Das sind Grüsse vom Zauberbaum und von mir, die dich in deiner Arbeit innehalten lassen, damit du durchatmen kannst. Und vielleicht zaubern sie dir ein leises Schmunzeln ins Gesicht.

Ich bin daran Kräfte zu sammeln, um mein begrenzendes Dach abzuheben und die Farben, Düfte und Klänge zu vernehmen, und, wenn es etwas zu erzählen gibt, dir davon zu berichten. Bis dahin laune ich weiter unter dem Holunderschattendach………

Sei herzhaft gegrüsst!
Iris

Berührung

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Von weit her ist sie gekommen.
Oder war sie schon die ganze Zeit da?
Nicht wahrgenommen, auch nicht gehört oder gefühlt und schon gar nicht gerochen.

Ist ja eigentlich gar nicht wichtig, Hauptsache ist, dass sie jetzt da ist.

Leise ist sie zu mir gekommen und hat mich sanft berührt. So sanft, dass ich schmunzelnd und mit verklärtem Blick in die Weite geschaut habe. Sie hat mich von innen heraus bewegt und Farbe auf meine Haut gezaubert.

Ist es die Freiheit, die mich auffordert zum Ozean zu werden, meine Tiefe, meine Vielfalt und meine Weite zu erkennen?

Oder ist es die nährende Stimme in mir drin, die mir Mut macht einen Schritt nach dem anderen ins Lebensabenteuer zu setzen?

Es könnte auch die Liebe sein, die mein Herz in Schwingung bringt und mich ausgelassen über den Himmel tanzen lässt!

Klingt nach wunderbarem Zauber. Die Berührung, die mich traf, sie kam  wirklich von weit her – das weiss ich jetzt mit Sicherheit.

Die Tiefe des Meeres, die Kraft der Erde, die Wildheit des Feuers brachten mir……….

……. die Ahnung.

Sanft und leise bewegt sie mich von innen heraus und bringt Farbe auf meine Haut – die Ahnung ist der Zauber, bevor er ausgesprochen und Wirklichkeit wird.

Die Ahnung ist das Unbeschreibliche.