Auftauchen

Auftauchen aus den Tiefen des Meeres wie ein Wal, stelle ich mir gigantisch vor.

Ich freue mich auf diesen Impuls, wenn er denn mal kommt. Ich habe nämlich das Gefühl, dass das Leben in den letzten Wochen in den unendlichen Tiefen des Meeres stattgefunden hat. Trotz der grossen Spektakeln am Himmel. Die Orientierung war herausfordernd, die Luft knapp und ein Zuhause schwer auszumachen.

Unzählige Eindrücke prasselten auf mich ein, sodass ich manchmal die Ohren zuhalten musste. Wo bin ich?

Auch jetzt, wenn ich schreibe, halte ich oft inne, was mir eigentlich nicht entspricht. Es kommt mir wirklich vor, als müsse ich Luft holen, um herauszufinden wo es lang geht.

Alle Felder, in die wir unsere Energie hineingeben einmal ruhen lassen. Unsere Kraft für einen Moment zu uns zurückholen und

verweilen

in der Natur

verweilen

in der Gedankenstille

und nochmals verweilen

im eigenen Atem

verweilen, ohne etwas zu wollen oder etwas zu tun

einfach

SEIN

Vertrauen

Vertrauen in den Rhythmus des Lebens.

Waches, bewusstes SEIN.

Und genau das ist so schwierig, denn da ist so viel, da draussen.

Wie so oft staune ich über das Bild, das genau in diesen Wirrlewurrletagen entsteht. Eine Spirale zeigt sich zaghaft auf dem Papier und ich verstehe sofort….. ein Anker! Mich hineinziehen lassen in diese geschützte Mitte, wo es still ist oder nur das Rauschen des eigenen Blutes zu hören ist. Wo das Atmen und das Spüren des eigenen Herzschlages Glücksgefühle auslöst.

Aber eben, die Spirale ist noch nicht recht zu erkennen und so mache ich mich Schritt um Schritt ans Werk und lasse mich von meinem Bedürfnis nach Ruhe und Orientierung leiten.

Dieser Weg nach Innen heisst in diesen Tagen Leben. Der Alltag zieht nach aussen und fordert seine Aufmerksamkeit. Mein Bewusstsein zieht zur Mitte.

Atmen.

Annehmen, was ist.

Wahrnehmen, was ist, in Verbundenheit mit der eigenen Mitte.

Nicht perfekt sein wollen, dafür echt.

Das ist leichter gesagt, als getan. Der Trubel im Aussen verleitet zu alten Mustern, denn sie haben uns doch schon so viele Zeit Halt gegeben. Doch leider wird dann die Welt noch lauter. Den Mut aufbringen, alte Konditionierungen zu verlassen, bringt Ruhe. Es ist der Weg zur Mitte des Herzens.

Und auf einmal dürfen scheinbar unpassende Flecken auf dem Lebenskleid einfach sein. Es gibt nichts wegzuputzen oder schön zu reden. Unser Leben hat Narben hinterlassen und das heisst, wir waren schon früher mutig und haben uns dem Leben gestellt, auch wenn wir es gar nicht so sehen. Wir alle sind immer wieder aufgetaucht.

Komm, lass uns Frieden schliessen mit uns selber. Komm, lass uns gestärkt von unserer Mitte unsere einzigartige Kraft diesen wilden Tagen entgegenhalten. Ich spüre es schon….

….. wir tauchen wie ein Wal aus den Tiefen des Meeres auf. Genährt, getragen von einer neuen Kraft, zeigen wir unsere Gabe, unser Sein. Holen tief Luft, schauen uns neugierig um, vielleicht jauchzen wir gar und tauchen wieder voller Vertrauen in die Tiefen des Lebens ein. Es darf ein Spiel sein. Unvorstellbar. Und doch ist es eine unendliche Bewegung des Tieftauchens und des wieder Auftauchens und…..

….. der Hingabe an den Lebensstrom.

Ich freue mich, dir zu begegnen, sei es beim Auftauchen, aber auch beim Abtauchen und soooo gern beim Tümmeln im grossen Meer….

WeltenWindGrüsse! Ayé!

Iris

https://weltenwind.ch

Und in den nächsten Tagen erscheint die Monatsbotschaft für den September. Ich verrate noch nicht, wer diesmal zu uns spricht…. du wirst sie auf https://weltenwind.ch finden….. viel Freude!

Tiergeschichten

Tiergeschichten sind eigentlich nicht so mein Ding. Du hast sicher gemerkt, dass ich gerne von Menschen, Pflanzen und sonstigen Wesenheiten erzähle. Tiere waren für mich bis jetzt viel zu konkret.

Nun ist es aber so, dass mir Tiergeschichten in letzter Zeit immer wieder über den Weg laufen. Ich lese in Büchern davon, erzähle sie meinen Enkelkindern, höre von Tiergeschichten im Radio, sehe sie in Buchläden und eine Freundin erzählt mir bei einem Mittagessen von Tiergeschichten. Kopfschüttelnd bin ich in mein Atelier gefahren und was sehe ich da? Ein angefangenes Bild, in dem lauter Tiere versteckt sind. Du siehst, oben im Bild habe zwei herausgeholt, aber da sind noch mehr! Es zeigt erst den Anfang meiner Entdeckungsreise.

Und jetzt? Ich sitze vor meinem Computer ohne Plan. Also, wenn mich das Leben auf Tiergeschichten aufmerksam macht, dann wartet wohl auch eine, die gehört werden will! Ich bin ja gespannt, du auch?

Los geht’s:

  • Oh, doch! Das kann ich!

Kannst du nicht, du irrst dich gewaltig!

  • Komm, sei still, du hast keine Ahnung, wie es ist, Flügel zu haben.

Aber du hast doch gar keine Flügel!

  • Oh doch! Da schau!

Du bist schon das frechste Tier ohne Namen. Du behauptest einfach etwas, obwohl du weißt, dass es gar nicht stimmt!

  • Kann ich etwas dafür, dass du ein Esel bist, der nur glaubt, was er sieht?

So, jetzt ist aber Schluss! Ich hab’s einfach satt, wenn wir Esel immer für dumm verkauft werden! Wir kennen die Wahrheit und davon lassen wir uns nicht abbringen. Uns kann niemand etwas vormachen. Und wenn er oder sie es trotzdem versucht, schauen wir diesem Jemand in die Augen und werden still, bis er begreifet, dass wir ihn durchschaut haben.

  • Weißt du was? Deine Augen täuschen dich.

Schon wieder so eine Frechheit! Meine Augen sehen alles, einfach alles und das ist manchmal einfach unerträglich!

  • Haha, du bringst mich zum Lachen. Das liegt doch in deiner Entscheidung, wo du hinschaust und was du daraus machst! Warum willst du alles sehen, wenn du es nicht erträgst? Ich bleibe dabei, deine Augen täuschen dich.

Wie kannst du so etwas behaupten, du bist ja nicht ich!

  • Und darüber bin ich froh. Aber irgendwie auch nicht. So gerne würde ich mal erleben, wie es ist, so stur zu sein.

Na hör mal, jetzt reicht’s! Ich kenne die Wahrheit und eine davon ist, dass du nicht fliegen kannst, obwohl du es mir weis machen willst. Du lügst! Du bist viel zu dick und du hast gar keine Flügel. Gib es endlich zu! Dann können wir wieder Freunde sein und aufhören zu streiten.

  • Wir streiten uns doch gar nicht. Ich möchte dir nur klar machen, dass das, was du siehst, nicht immer der Wahrheit entspricht.

Oh nein, ich vertraue meinen Augen und meinem Instinkt, die haben mich noch nie im Stich gelassen. Und wenn du daran festhalten willst, fliegen zu können, dann sind wir eben keine Freunde mehr.

  • Sag ich doch, du bist stur.

Wenn du dem stur sagst, wenn ich Recht habe, dann bin ich halt stur.

  • Ein richtiger Esel eben und ich dachte…

Was dachtest du?

  • Ach, nichts.

Komm, sag schon!

  • Nein.

Wieso nicht?

  • Weil du….

Weil ich….?

  • Weil du…. ich dachte…. ich habe mir gewünscht…..

Was willst du mir sagen?

………

………..

……………..

……………………

Los, du mein dickes Eichhörnchen, erzähl’s mir.

  • Ich, ich wäre so gern mit DIR nach Australien geflogen. Ich bin nämlich gar kein Eichhörnchen, ich bin ein Känguru und ich will meine Familie besuchen, die dort lebt.

Oh!

  • Ja, und ich hätte sooo gerne meiner Familie meinen besten Freund vorgestellt.

Oooooh…

  • Ja, aber er glaubt nicht an mich.

Ach………….. nun hör mir zu. Erstens, weiss ich schon lange, dass du kein Eichhörnchen bist, aber weil du mir gesagt hast, dass du gerne eines wärst, habe ich dich so genannt. Zweitens sind wir schon in Australien und drittens möchte ich sehr gerne deine Familie kennen lernen.

  • Gut, dann fliegen wir morgen hin.

Aber…………….. hach, ich liebe dich!

  • Ich dich auch, und wie!

Eine neue Welt hat sich mir gezeigt! Tiergeschichten sind so lebendig und bewegen das Herz. Ich bin gespannt, ob aus dieser Welt wieder einmal der Wind herweht……. du auch?

http://weltenwind.ch

Ich grüsse DICH voller Liebe!

Iris

….noch nicht fertig….. 😉

Über ein Weitererzählen oder Weiterleiten freue ich mich………..!