Schillern mit einer Buche

Schillern mit einer Buche geht das überhaupt? Ist das nicht ein Gegensatz? Eine Buche steht meist am Waldrand oder an einem Ort im Wald, wo sie genug Platz hat, um sich auszubreiten. Ja, sie wird gross und sie liebt es ihre Äste wie beschützende Arme weit auszustrecken. Ihre Rinde am Stamm ist sehr empfindlich und mag direkte Sonne gar nicht. Darum reichen ihre Äste oft bis zum Boden, so kann sie sich selber, uns Menschen und auch allem, was kreucht und fleucht, Schatten spenden. Eine Bank unter einer Buche ist nicht einmal so selten.

Aber was soll daran nun schillernd sein?

Schau dir die Buche auf dem Bild an. Erkennst du bei ihrem Anblick auch eine würdevolle Figur? Majestätisch mit einer Astkrone auf dem Kopf? Ein wenig furchteinflössend schaut sie in die Weite. Komm, lass dich von mir in die Welt der Buche mitnehmen. Komm, wir lauschen still vor dieser erstaunlichen Wesenheit. Ich bin sicher, dass sie mit uns spricht, zumal sie uns sogar ihren Kopf, samt Gesicht zeigt:

«Was für eine Ehre, dass ihr mich besuchen kommt. Ja, ich bin die Buche und stehe schon lange hier an diesem Platz. Eigentlich gibt es DIE Buche nicht. Wir sind Buchen und wir sind verbunden. Wir haben eine Gemeinschaftsseele und wenn ich genau sein will, haben wir eine Gemeinschaftsseele mit allen Bewohnern des Waldes. Und der Wald wiederum hat eine Gemeinschaftsseele mit allen Wäldern auf dieser Erde. Die Individualität, so wie ihr sie kennt, ist uns fremd. Und trotzdem sind wir alle eigenwillige Charaktere.

Wir Buchen sind Hüterinnen und Beschützer. Mit unseren Ästen können wir wunderbar umarmen. Und mit unserer zarten Rinde laden wir alle Waldbewohner und Waldbesucherinnen zum Verweilen ein.

Wir alle fühlen uns mächtig. Und damit meine ich nicht, dass wir Macht über andere ausüben. Es ist auch nicht unsere physische Grösse, die uns Kraft und Macht verleiht. Jeder und jede in diesem Wald ist seiner und ihrer Aufgabe bewusst und strahlt dadurch eine Eigenmacht aus.

Ich liebe es, hier zu stehen und zu leuchten. Und ich weiss, dass ich leuchte, auch im Winter, wenn ich gar keine Blätter mehr habe. Ich höre einfach nie auf damit. Wie sonst soll ich die vielen Bucheckerchen produzieren, die so viele Tiere und auch Menschen lieben? Woher nehme ich die Kraft, um mich im Herbst goldrot zu färben und im Frühling wieder neue Blätter spriessen zu lassen? Ich leuchte, was das Zeug hält, bei Tag und bei Nacht, genährt von der Erde und vom Himmel. Und es macht mich überhaupt nicht müde, im Gegenteil, es lässt mich wachsen und meine Aufgabe jeden Tag sein. In mir drin fliesst das Blut vieler Leben, von vielen Generationen und von noch mehr Erlebnissen von vielen Jahrhunderten. Ich weiss sehr viel und ich trage dieses Wissen in meinen Wurzeln, in meinem Stamm, in meinen Ästen und auch in meinen Blättern.

Mein rotes Laub, das im Herbst auf dem Waldboden liegt, beschützt den Boden und alle Tiere und Pflanzen, die sich während des Winters darunter verbergen. Dieser Kreislauf gibt uns die Möglichkeit zu wachsen und unsere Weisheit weiterzugeben.

Mit unseren Wurzeln und Ästen empfangen wir. Sie sind wie Antennen. Wir hören allen und allem zu, und manchmal kommt es mir vor, als könnte ich fliegen, wie ein Drache, denn ich bin mit diesem Urtier verwandt. Ich begrüsse das Innerste der Erde, wie auch die Sterne und ihre Bewohner, die immer häufiger zu uns auf die Erde zu Besuch kommen. Ich verbinde mich mit den Klängen aus dem Universum und speichere sie. Und wenn meine Zeit gekommen ist, schenke ich mein Holz den Instrumentenbauern, da klingen sie weiter!

Ja, ich liebe all meine Gaben und weiss, dass sie wertvoll sind. Und das, liebe Menschenseele, wünsche ich mir von dir auch. Ich bin sicher, dass du Gaben hast! Und ich weiss, dass sie wertvoll sind. Denn ohne dich und deine Gaben würden die Menschen und die Natur um dich herum etwas vermissen.

Komm, richte dich mit mir auf, werde königlich. Erspüre die Erde und mit deinen Wurzeln berührst du die anderen Wurzeln von anderen Wesenheiten. Lass dein Blut fühlbar durch dich strömen, es ist dein Lebensfluss! Er fliesst durch deinen Körper und hinaus in deine Arme und über deinen Kopf hinaus, als hättest du Äste so wie ich. Und jetzt beginne zu schillern, in all deinen Farben und Tönen. Sei klar, als wärst du eine Buche, mit zarter, sensibler Rinde und ja, auch manchmal etwas furchteinflössend. Aber du weißt, du bist in den Kreislauf des Lebens eingebunden. Wachsen, Blühen, Vergehen, Einkehr, um im Frühling wieder zu wachsen…..

Nimm diesen Kreislauf an, bedingungslos und du wirst so königlich wie eine Buche, so gross, so schön, so knorrig, so eigenwillig, so nährend mit deiner Gabe, so hingebungsvoll wie Mutter Erde selber.

Sei wie ein Drache, mit ururaltem Wissen aus der Zeit vor der Zeit. Der, nachdem er verkannt, gefürchtet und ausgestossen wurde, sich selber nie aufgegeben hat und nun langsam wieder in unser aller Bewusstsein kommt als das, was er wirklich ist. Ein Wesen mit Eigenmacht und grossem Herzen, mit vielfältigen, heilenden Gaben, mit tiefer, klarer Weisheit und erfüllt von nährendem Wissen genau wie du.

So, nun lasse ich euch weiterziehen. Danke für’s Zuhören! Ich, wir Bäume, Büsche, Tiere, ja alle Bewohner des Waldes sind für euch zu jeder Zeit da. Wir freuen uns auf euren Besuch! Und wenn ihr Fragen habt, Trost braucht oder einfach mit uns sein wollt, verbindet euch mit uns und wir antworten. Bis bald, ihr wundervollen Seelen!»

Danke liebe Buche für deine Worte! Ich schreibe sie auf und gebe sie weiter.

Danke lieber Mensch, für’s Lauschen und danke für dein Schillern in allen Farben und Tönen…… ich bin jetzt still und geniesse es!

Ich grüsse dich aus dem schattigen, kühlen, lebendigen Wald. Und wer weiss, vielleicht treffen wir uns unter einer Buche? Es ist ein magisches Erlebnis an ihren Stamm anzulehnen und zuzusehen, wie die heisse Sommersonne auf den Blättern tanzt und die Buche zum Schillern bringt…..

Hab einen Schillerndschönenwundersommer!

Iris, die WeltenWindFrau

http://weltenwind.ch

weltenwind

So, nun ist es Zeit. Es ist Zeit, dir von den Weltenwinden zu erzählen.

Ach, wieder einmal purzelt in meinem Kopf alles durcheinander oder anders gesagt, alles will auf einmal gesagt sein. Das geht natürlich nur in der lebendigen Innenwelt, aber die Sprache verlangt ein Wort nach dem anderen.

Also, nochmals von vorn: ich berichte heute von meinem Atelier mit dem schönen Namen Weltenwind. Haha, lachst du, so heisst ja auch die Hompage, das weiss ich doch längst. Ja! Genau!

Und mein Atelier trägt den Namen nun für alle sichtbar an der grossen Schaufensterscheibe. Ich habe ihn selber spiegelverkehrt an das Fenster geschrieben: weltenwind.ch

Mein Atelier ist eigentlich ein kleiner Laden. Das habe ich mir immer schon gewünscht! Mein Arbeitstisch steht am Fenster und die ganze Aussenwelt inspiriert mich. Oft stehen die Leute still, schauen und manchmal kommen wir ins Gespräch, auch ohne Worte. Genauso habe ich mir das vorgestellt.

Ja, ich gebe es zu, oft male oder gestalte ich, was ich eigentlich sehr gern tue, an diesem Tisch nicht. Ich schaue, träume und lausche. Dann blicke ich hinauf zum Weltenwindschriftzug, dann weiter und immer weiter in den Himmel und fliege davon. Ich lasse mich von den Winden der Welten davontragen…… und dann, an einem sonnigen Tag passiert es: Weltenwind tanzt hinter dem Vorhang hervor und beginnt zu sprechen!

Haaallo! Hallo, haaallo ihr da draussen! Ich bins! Weltenwind!

Ich bringe Düfte, Klänge, Farben, Ideen und Projekte aus allen Richtungen dieser Erde mit. Und ich meine wirklich aus allen Richtungen, die man sich nur vorstellen kann. Da sind so viele Geschichten! Und ich erfinde sie nicht. Sie sind alle da und werden von den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, den Elementen, den Sternen und den Steinen geschrieben. Überall ist Leben drin. Und Leben will gelebt sein, sich zeigen. Jedes auf seine eigene Art und Weise. Und ich habe die Ehre, diese Geschichten in die Welt hinauszutragen. Ich möchte, dass sie Wirklichkeit werden!

Liebe Leute, nun habe ich ein Zuhause gefunden. Schaut! Da in diesem Laden. Hier arbeitet eine Frau mit einer rosaroten Nickelbrille. Ihre wachen Augen halten liebevoll Ausschau nach allem, was vorsichtig aus einem Versteck blinzelt und sich gleich wieder zurückziehen will.

Sie hat sehr viel Erfahrung und wunderbare Ideen, wie Schüchterne, Träumende, Suchende und Neugierige Vertrauen in ihre Gaben finden können. Sie kennt die Sprache der Winde aus den verschiedenen Welten. Die Menschen an ihre eigene Natur zu erinnern, ist ihr Wunsch und ihr Traum. Sie stellt sich nämlich immer wieder vor, wie die Welt aussehen würde, wenn alle das tun würden, was sie wirklich gut können, aus vollem Herzen und zum Wohle aller. Sie ist sicher, dass das eine einzigartige Symphonie wäre.

Ich bin Weltenwind und trage gerne auch deine Geschichte in diesen kleinen Atelierladen, auf dass du Freude an deiner Kreativität, deinen Gaben und Projekten erhältst. Schau nach, was dich auf http://weltenwind.ch anspricht und ich bin sicher, dass sich die Frau mit der rosaroten Nickelbrille über deinen Mut und dein Interesse freut, wenn du mit ihr Kontakt aufnimmst.

Ich bin Weltenwind und grüsse dich! Und noch etwas: Befreie deine Welten mit einer sanften Brise, es ist Zeit…….

Ich habe unterdessen meinen Kopf in meine Hände gestützt, schmunzle und bin verlegen und meine Wang(l)en glühen! Ich hätte nie gedacht, dass ich soviel Gutes über mich schreiben könnte. Ach, was sage ich da…. das war ja gar nicht ich, das war Weltenwind höchst persönlich! 😉

Ich grüsse dich voller Freude und von deiner Geschichte träumend!

Iris

http://weltenwind.ch