Mein Skizzenbuch

Mein Skizzenbuch ist eigentlich meine Agenda. Sie ist extra für Gestaltende hergestellt worden. Eine Seite ist leer, die andere gedruckt für Termine. Aber irgendwann habe ich beschlossen, dass ich sie lieber mit Farbe und anderen Ideen fülle, anstatt mit Buchstaben und Uhrzeiten.

Da war so ein Kribbeln, ein freches Gefühl, wenn ich einen Termin mit Farbe übermalt habe. Auf magische Weise ist er in meinem Gedächtnis geblieben, weil ich mich an die Farbe oder an das Bild erinnerte. Als mir aber trotzdem wichtige Abmachungen durch die Lappen gegangen sind, brauchte ich eine zweite, seriöse Agenda…….

Eine Agenda als Skizzenbuch zu beleben, bringt mich immer wieder auf neue Ideen, den Alltag zu gestalten. Den vielen Gefühlen und Gedanken, die mir die ganze Zeit durchs Herz und den Kopf schwirren spontan Ausdruck zu verleihen, verwandelt meine Tage und Termine immer wieder in besondere Ereignisse.

Zum Beispiel zeigte mir der 28. August, dass ich an diesem Tag von einem violetten Zauberwesen geküsst werde, das in einer hellblauen und roten Landschaft steht. Und der Kuss erreicht mich in Form einer kleinen, grünen Kugel…… oooh!! Erkennst du dies alles auch oben auf dem Bild?

Und ich sage dir die Wahrheit, wenn ich dir erzähle, dass die Skizze zuerst entstanden ist und dann der Mittwoch, an dem ich mit meinen Enkeltöchtern den Lavendel der Nachbarin geschnitten habe. Dieser wunderbare Duft hat uns geküsst an diesem hellen Sommertag, als wir voller Eifer Bündel geschnürt und Samen gesammelt haben.

So ein Skizzenbuch ist pure Inspiration und voller Wunder. Was da ohne Absicht entsteht, bringt mich oft zum Schmunzeln, sie machen mich nachdenklich und dann wieder nicke ich und sage laut, ja genau! Ich nehme diese Skizzen mit in den Alltag. Oder ich schenke sie jemandem in Form eines Fotos, weil ich das Gefühl habe, dass sie die Kraft haben aufzumuntern oder einfach zu erfreuen.

Eine dieser Skizzen hat mich zu einer Neumondmeditation inspiriert. Du weisst ja, dass ich mich schon lange mit den Mondphasen befasse. Und weil heute Neumond ist, habe ich gedacht, nehme ich sie für dich auf. Diese:r, für uns heute nicht sichtbare Gesell:in, beschert uns allmonatlich einen Neuanfang. Darum ist es jedesmal eine Einladung, offen zu sein für neue Ideen….

Bevor es losgeht, wünsche ich dir eine gute Zeit, in der du deine Tage immer wieder mit Farbe und Kritzeleien bereicherst, die dich zum Staunen bringen. Und……. die Skizzen müssen nicht schön sein. Sie sind so oder so Kunstwerke! Vielleicht darf ich auch einen Blick darauf werfen? Du kannst sie mir per e-mail auf wanderin@weltenwind.ch schicken. Ich freue mich jetzt schon!

Von Herzen fest ein Gruss für dich und lasse dich von der Meditation sanft mitnehmen, die nicht nur zu Neumond passt…….

Weltenwindfrau Iris

weltenwind.ch

Neumondmeditation

Adieu

Ja, adieu! Genau das meine ich. Adieu!

Zu Gott, heisst das, vom Französischen übersetzt. Keine Angst, ich verlasse diese Welt nicht gleich, noch beende ich diesen Blog. Im Gegenteil, irgendwie fängt alles Neu an.

Aber warum denn adieu? Diese Mohnblume überraschte mich eines Morgens, als ich gerade aus dem Haus wollte. Ich rief tschüüss!, so wie ich es immer tat, wenn ich das Haus und den Garten verliess, auch wenn kein Mensch da ist, den ich hätte verabschieden können, ausser natürlich das Haus und den Garten…..

Diese wide Schönheit wuchs, ohne, dass ich sie gepflanzt oder gesät hätte, genau vor meiner Haustüre. Mit ihrem Rot hat sie richtig Lärm gemacht. Ich konnte nicht einfach an ihr vorbeigehen, hinausstürmen, mit meinem nächsten Ziel vor Augen. Und wie so oft in Gedanken versunken, mit dem was war, was ist und was sein wird und das alles gleichzeitig, einfach nicht wirklich da.

Dieser freie, ungehemmte, laute, rotblühende Ruf der Mohnblume liess mich abrupt innehalten. Ihr Blick war so stark, dass ich meine Tasche von der Schulter gleiten liess und zu ihr hintrat. Diese zarten Blätter! Sanft berührte ich sie, ja ich wollte mit den Händen schauen. Ich war fasziniert und auf einmal waren alle Gedanken weg. Eingenommen von einer einzigen Pflanzenkraft.

Da! Sie rief mir ein lautes Adieu entgegen! Schnell zog ich meine Hände weg und starrte, die sich sanft im Wind bewegende, leuchtend rote Blume an. Warf mich etwa die Mohnblume jetzt frech aus meinem eigenen Garten? Tschüüss, stotterte ich, bis heute Abend! Ich ging los und schaute immer wieder zu ihr zurück. Sie aber bewegte sich weiter leise und ihrer anmutigen Kraft im Wind, wie wenn nichts gewesen wäre.

Den ganzen Tag dachte ich an diese Begegnung. Adieu?

Ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen. Schon von Weitem winkte sie mir zu. Freute sie sich auch mich zu sehen? Sprach sie wieder mit mir? Sagte sie mir womöglich hallo!? Erzählte sie mir von ihrem Tag? Ich war ja so gespannt! Aber, bis auf ein sanftes Wirbeln mit ihren Blättern, blieb sie still.

So vergingen ein paar Tage und ich bekam immer ein Adieu, wenn ich ging, nie aber ein Hallo, wenn ich kam. Oft stand ich lange vor ihr und wir schauten uns in die Augen.

Meine Gedanken beschäftigten sich nun sehr mit dem Verabschieden. Und ich merkte, da gab es Einiges, das ich am liebsten einfach weggeschmissen hätte, auf nimmerwiedersehen.

Wie bringe ich die dichten Wolken, die mein Herz benebelten dazu, sich zu verziehen?

Brauche ich ein Gewitter? Ein Feuer im Garten, wo ich alles verbrennen kann? Ein Verzeihungsritual? Oder… welche von den tausend Möglichkeiten, adieu zu sagen, ist die meine?

Was würde die Mohnblume sagen?

Ich öffne die Haustüre. Ich will nirgendwo hin. Ich möchte lauschen, mit Leib und Seele. Ich will wissen, mich erinnern an diesen heilen Kern in mir.

Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Sie ist am Verblühen. Leise und still. Sie lässt das Schönste an ihr einfach verschrumpeln und dann zur Erde fallen. Adieu.

Sie weint nicht, sie hadert nicht mit ihrer Vergänglichkeit, sie findet sich nicht hässlich und alt, sie versteckt sich nicht oder vertuscht das Verblühen.

Stolz und sanft, weise und sich erinnernd lässt sie sich vom Wind bewegen., bis sich eins ums andere Blatt löst.

Sie ist wunderschön. Kraftvoll. Das ist leben, nicht sterben.

In ihrem Kern sind wohl behütet die neuen Samen und sie wissen, es kommt der Moment wo sie ausfliegen, sich in die Erde legen, um wieder neu zu wachsen und zu erblühen.

Was für ein Rhythmus!

Die Mohnblume hat sich mir ganz und gar gezeigt. Ihr Leben, ihr Sterben, ihr Sein und ihr Werden. Ein immer währender Kreislauf. Ich habe verstanden. Ich muss und kann es ihr nicht gleichtun. Aber ich finde heraus, welches mein Weg ist, indem ich ihn zulasse.

Adieu und hallo!

Ich wünsche dir, dass du in dieser turbulenten Zeit deinem eigenen Rhythmus Raum geben kannst. Sag adieu und hallo, wann immer deine Intuition und dein Herz es dir sagt. Nimm dir Zeit zum Sein, damit du dir selber lauschen kannst. Lass dich von dir überraschen!

Hab einen wunderschönen Sommer, du sanftstarke, farbige Blume und lass den Wind dich bewegen und dich von der Sonne küssen! Und der Regen? Er gibt dir den Saft zum Wachsen….. 😉

Ich grüsse dich herzlich! Tschüüüss!

Iris

Ach übrigens, bald erscheint mein erster Newsletter…. wenn du ihn gerne möchtest, schreibe mir eine E-mail. wanderin@weltenwind.ch oder bei…

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Hallo! Ich sagte doch, Neues entsteht!

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Feuer

Dieses Feuer! Das Bild ist vor etwa zehn Jahren entstanden, ich kann es kaum glauben. Ganz still nur für mich.

Damals habe ich mir eine Aufgabe gestellt. Es war an einem heissen Augusttag im Tessin. Es ging langsam auf Neumond zu und ich spürte, dass mir mit diesem Neuanfang etwas Wichtiges bevorstand.

Seit dem Vollmond wurde ich immer nervöser, denn da brannte ein kleines Feuer in mir, eine Idee, die mich nicht mehr losliess und die, wenn ich sie verwirkliche, Einfluss auf meinen Alltag haben würde. Das klingt dramatisch, so, als würde ein, mein Leben wie eine Socke umgestülpt werden. So arg war es doch wieder nicht.

Und doch: hast du dir schon mal selber ein Versprechen gegeben? Nur dir, ohne dass jemand davon wusste? Es hat also keine Konsequenzen, wenn man es nicht einhält, es ist ja „nur“ eine Abmachung mit sich selbst. Es wird niemand zu Schaden kommen, sollte ich scheitern, nur ich würde meinem Zweifler Nahrung geben.

Doch da war dieses Glühen, tief in mir drin, das langsam zu einem dringenden Licht wurde. Schon bald züngelten kleine Flämmchen und bei Neumond, war das Feuer da. Ich stellte mich in diesem Kastanienwald, den ich schon seit meiner Kindheit gut kenne, schaute hinauf zu den Bergspitzen, sah weiter in den Himmel zu den Sternen und sagte laut: Ja!

Und dann gings los: Ich malte jeden Tag ein kleines Bild. 13 Mondinnen lang, von Neumond zu Neumond, 384 Bilder.

Es war spannend mit den Mondphasen zu gehen. Dieses Auf und Ab zu spüren, diese Wellen, die das Leben ausmachen. Ein Feuer, das mal laut und dann wieder leise war, mal heiss und gross und dann wieder klein und glühend. Aber ausgegangen ist es nie! Dazu kam das Staunen: nach 365 Tagen, war zwar das Jahr um, nicht aber der Mondzyklus. So begann ich, die Zahl 13 zu erkennen, ein wahrer Schatz!

Zu erleben, wie ein Alltag aussieht, wenn da unbedingt ein Platz eingefügt werden will, für ein kleines unwichtiges, aber für einem selber sehr dringendes Ereignis. Sich hinsetzen, ruhig werden, hören, fühlen, tasten, schaffen, schöpfen….. jeden Tag.

Es kam mir vor, als wäre da eine eigene Wesenheit, die nach mir rief damit ich mich mit ihr befasse. Es war ein Austausch mit mir selber ohne Druck von Aussen. Ein Date mit meinem Inneren, was für ein Abenteuer!!

Ich staunte wieder, ich hatte es geschafft. Ich war voller Freude aber auch ein wenig traurig. Und jetzt? Dieses Feuer erlöschen lassen?

Nein! Es kündigte sich schon die neue Idee an, die auch bald in Tat umgesetzt wurde:

Ich schnappte mir eines meiner Bilder und schrieb eine Geschichte dazu. Und du, wie du jetzt die Entstehungsgeschichte meines Blogs liest, kannst alle Geschichten finden, wenn du immer weiter nach unten scrollst.

Und heute, heute musst du für die Feuergeschichte nicht mal nach unten scrollen. Du kannst sie hören!

Ich teile mit einer anderen Geschichtenerzählerin einen You Tube Kanal. Und von jetzt an kannst immer am 30. des Monats ein Geschichte von mir hören, ich lese sie dir vor. Ein Jahr lang…….. 😉

für…….

Und wieder kann ich es kaum glauben, was aus einer Idee alles entstehen kann. Ist das alles wegen Neumond oder was ist jeweils vor einer Idee? Weisst du eine Antwort?

Wie ist es bei dir? Welche Feuer hast du in dir wahrgenommen und wollen von dir ganz allein gesehen werden, bis sie vielleicht nach vielen, vielen Jahren für andere sichtbar werden?

Ich wünsche dir die Kraft, leise zu beginnen, dein Feuer zu zu nähren und zu pflegen, auf dass es dir und zu Beginn nur dir Freude bereitet!

Gerne helfe ich dir beim Entfachen. Genauso einfühlsam und und voller Freude, wie du es brauchst, um mutig zu leuchten. So, wie ich es selber erlebt habe.

Ich freue mich auf dich und grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Und….. natürlich freue ich mich auch von dir zu hören und zu lesen, wie dir die Geschichte gefallen hat……

Was?!

Was?! Was soll das?

Ich, ich zittere immer noch, wenn ich nur schon daran denke, geschweige denn wenn ich es sehe. Ich habe eine heilige Kuh angemalt.

Was?!

Ich habe voller Überzeugung und mit freudigem Veränderungswillen etwas Unantastbares verändert. Und jetzt…… sitze ich da und schaue mein Werk an. Es sieht einfach supergut und mega genial aus! Ach, ich möchte am liebsten noch mehr solche mega Wörter anhängen, nur um zu zeigen, wie wie mutig ich war.

Ja, ich habe etwas Unausgesprochenes in die Hände genommen und laut ausgesprochen. Natürlich nicht einfach kopfschüttelnd empört, wütend laut oder leise voller Angst. Nein, ich habe mir ein Herz gefasst und es verändert. Mit meinen Ideen und meiner gestaltenden Kraft.

Was?!

Das wollte ich schon lange. Seit unendlich vielen Jahren zog sich jedesmal mein Herz zusammen, wenn ich es gesehen habe. Und das war jedesmal dann, wenn ich in diesem Haus hier in den Ferien war.

Was?!

Ja! Da hat es eine Ecke, da stehen seit je her zwei Betten, steif und starr und versperrten den Weg. Man fühlt sich von diesem Haus eingeladen, sich zu bewegen, aber wenn man an diesen Betten vorbei wollte, musste man sich daran vorbeidrücken oder Schwenktüren versperrten den Durchgang, weil jemand da schlief. Der ganze Lebensfluss, ja die Musik wurde jedesmal einfach unterbrochen, wegen diesen Betten und den metallenen Schwenktüren. Und alle nickten fromm und waren damit einverstanden. Nur ich fand es absolut schlimm!

Und nun sind diese Betten weg. Eigenhändig alles rausgezimmert.

Was??!!

Ja, sind sind weg und es fühlt sich sosososo wunderbar an! Die Luft, die Stimmung, die Lebensgeister haben nun freien Lauf. Das alte Sofa steht nun in dieser Ecke und lädt zum Verweilen ein. Das Herz, MEIN Herz geht auf, es hat Raum bekommen. Es kann fliegen oder sich gemütlich im Sofa verkrümeln.

Nun kommt das Tüpfelchen aufs i…. diese schweren Schwenktüren……ich habe die eine bemalt. Es ist nun eine Art Leinwand zu sehen, auf die man bequem einen Film oder Fotos projizieren kann…. endlich, endlich wird es in diesem Ferienhaus gemütlich. Endlich kann dieses Ferienhaus aufatmen, denn es hat keine toten Ecken mehr. Ich spüre förmlich, wie es vor Freude über diese Befreiung mittanzt.

Ich zittere immer noch, ich habs getan. Ich habe alte, in Stein gemeisselte Muster angefasst, verändert und bemalt und es hat Mut gekostet. Aber nun sind alle frei. Die Kuh, die Herzen, die Familie und ich!

Was für ein Glück!

Vielleicht habe ich dir Mut gemacht mit einer gewissen Leichtigkeit, ja sogar mit einem Schmunzeln, das Alte ehrenderweise neu zu gestalten. Versuch es! Gerne begleite ich dich dabei. Mit den Weltenwinden in den Segeln, bist du nicht allein. Melde dich bei mir! http://weltenwind.ch

Und noch ein Schritt: Wenn du meinen Blog gerne jeweils in deinem Mailbriefkasten haben möchtest, fülle einfach die untenstehende Anmeldung aus. Ich freue mich sehr, dich zu meiner kleinen Lesegemeinschaft zu zählen.

Bis bald!

Iris

Die Bildausschnitte sind von einem Bild des verstorbenen Schweizer Kunstmalers Peter Dietschi. Ich kenne es seit meiner Kindheit. Ich werde es so ehren, wie es ist. Nicht alles Alte muss verändert werden. Im Gegenteil, ich danke dafür!

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weltenwind

So, nun ist es Zeit. Es ist Zeit, dir von den Weltenwinden zu erzählen.

Ach, wieder einmal purzelt in meinem Kopf alles durcheinander oder anders gesagt, alles will auf einmal gesagt sein. Das geht natürlich nur in der lebendigen Innenwelt, aber die Sprache verlangt ein Wort nach dem anderen.

Also, nochmals von vorn: ich berichte heute von meinem Atelier mit dem schönen Namen Weltenwind. Haha, lachst du, so heisst ja auch die Hompage, das weiss ich doch längst. Ja! Genau!

Und mein Atelier trägt den Namen nun für alle sichtbar an der grossen Schaufensterscheibe. Ich habe ihn selber spiegelverkehrt an das Fenster geschrieben: weltenwind.ch

Mein Atelier ist eigentlich ein kleiner Laden. Das habe ich mir immer schon gewünscht! Mein Arbeitstisch steht am Fenster und die ganze Aussenwelt inspiriert mich. Oft stehen die Leute still, schauen und manchmal kommen wir ins Gespräch, auch ohne Worte. Genauso habe ich mir das vorgestellt.

Ja, ich gebe es zu, oft male oder gestalte ich, was ich eigentlich sehr gern tue, an diesem Tisch nicht. Ich schaue, träume und lausche. Dann blicke ich hinauf zum Weltenwindschriftzug, dann weiter und immer weiter in den Himmel und fliege davon. Ich lasse mich von den Winden der Welten davontragen…… und dann, an einem sonnigen Tag passiert es: Weltenwind tanzt hinter dem Vorhang hervor und beginnt zu sprechen!

Haaallo! Hallo, haaallo ihr da draussen! Ich bins! Weltenwind!

Ich bringe Düfte, Klänge, Farben, Ideen und Projekte aus allen Richtungen dieser Erde mit. Und ich meine wirklich aus allen Richtungen, die man sich nur vorstellen kann. Da sind so viele Geschichten! Und ich erfinde sie nicht. Sie sind alle da und werden von den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, den Elementen, den Sternen und den Steinen geschrieben. Überall ist Leben drin. Und Leben will gelebt sein, sich zeigen. Jedes auf seine eigene Art und Weise. Und ich habe die Ehre, diese Geschichten in die Welt hinauszutragen. Ich möchte, dass sie Wirklichkeit werden!

Liebe Leute, nun habe ich ein Zuhause gefunden. Schaut! Da in diesem Laden. Hier arbeitet eine Frau mit einer rosaroten Nickelbrille. Ihre wachen Augen halten liebevoll Ausschau nach allem, was vorsichtig aus einem Versteck blinzelt und sich gleich wieder zurückziehen will.

Sie hat sehr viel Erfahrung und wunderbare Ideen, wie Schüchterne, Träumende, Suchende und Neugierige Vertrauen in ihre Gaben finden können. Sie kennt die Sprache der Winde aus den verschiedenen Welten. Die Menschen an ihre eigene Natur zu erinnern, ist ihr Wunsch und ihr Traum. Sie stellt sich nämlich immer wieder vor, wie die Welt aussehen würde, wenn alle das tun würden, was sie wirklich gut können, aus vollem Herzen und zum Wohle aller. Sie ist sicher, dass das eine einzigartige Symphonie wäre.

Ich bin Weltenwind und trage gerne auch deine Geschichte in diesen kleinen Atelierladen, auf dass du Freude an deiner Kreativität, deinen Gaben und Projekten erhältst. Schau nach, was dich auf http://weltenwind.ch anspricht und ich bin sicher, dass sich die Frau mit der rosaroten Nickelbrille über deinen Mut und dein Interesse freut, wenn du mit ihr Kontakt aufnimmst.

Ich bin Weltenwind und grüsse dich! Und noch etwas: Befreie deine Welten mit einer sanften Brise, es ist Zeit…….

Ich habe unterdessen meinen Kopf in meine Hände gestützt, schmunzle und bin verlegen und meine Wang(l)en glühen! Ich hätte nie gedacht, dass ich soviel Gutes über mich schreiben könnte. Ach, was sage ich da…. das war ja gar nicht ich, das war Weltenwind höchst persönlich! 😉

Ich grüsse dich voller Freude und von deiner Geschichte träumend!

Iris

http://weltenwind.ch

tabula rasa

Es braucht Mut, Altvertrautes wegzuräumen. Genauso wie ein Bild für einen Blog auszuwählen, das nicht einfach schön ist. Ich hätte so ein eindrückliches Mondbild von der Silvesternacht, aber es passt einfach nicht zu dem, was ich dir erzählen möchte. ….. tabula rasa……

Auf dem Bild siehst du meinen Arbeitstisch. Ich erkenne ihn selbst nicht wieder. Noch vor Kurzem war er übersät mit vertrauten Kleinigkeiten, die mich in meiner Arbeit unterstützten. Blätter, Stifte, Farben, Pinsel, ein kleiner Becher mit Wasser, (der manchmal umkippte), Leim, Schere, eine kleine Schlumpfine, Tonfiguren, Steine, Federn, Räucherwaren, Kerzen, Brillen, Bücher und – ganz wichtig – all die tausend Notizen, die dann irgendwie im Chrimschrams verschwanden….. und zwischen alledem nisteten sich ganz viel Staub und Brösmeli ein, ein echtes Biotop!

Platz für meinen Laptop gab es manchmal nicht. Dann schob ich mit ganz viel Feingefühl all die für mich sehr wertvollen Dinge beiseite. Und wenn ich dann schrieb und umherschaute, weil ich nachdenken musste, fanden meine Augen immer eine Ablenkung. Mein Altvertrautes machte mir Mut auch forsche E-Mails zu schreiben.

Und nun….. tabula rasa…… alles weg. Nur mein Weihnachtsgeschenk steht da. Ganz prominent. Ganz alleine posiert es auf meinem frisch geputzten und mit Autopolierwachs eingeriebenen, auf Hochglanz gebrachten altvertrauten Gartentisch meiner Oma. Da ist er wieder! Ich lade ihn aufs Neue wieder ein.

……. tabula rasa…..klingt einfach, ist es aber nicht. Es braucht ganz viel Liebe dazu. Es braucht diesen Mut wirklich zu lieben, um alles Vertraute und Verstaubte wegzuräunen. Ich habe mich von Altem verabschiedet, einiges im Silvesterfeuer verbrannt. Nur sehr wenige Gegenstände dürfen irgendwann zurück, weil sie zu meinem Herzensinventar gehören.

Wie dieses Mikrofon…… eine Einladung, mit meiner Stimme zu erzählen.

Da ist es wieder. Es braucht Mut. Mut die Liebe zu erkennen, sie tief in einem drin zu spüren, um ihr dann einen frischen, freien Raum zu schenken. Ich nehme genau diese Kraft in meine Hände, lege sie an meinen Hals, um meiner Stimme Vertrauen und Liebe zu schenken. Ich werde Mut brauchen, um dir zum nächsten Blog, am 3. Februar eine Aufnahme zu gestalten. Das Mikrofon steht da und schaut mich aufmunternd an, so als wüsste es um meinen alten, geheimen Traum.

Mein Bruder riet mir vor ein paar Tagen, ich solle an meinem Haus vier Räder anbringen, mein Auto davor spannen und losziehen…… das werde ich. Von diesem Schreibtisch aus. Anstatt Räder werden es Flügel sein, das Haus meine Stimme und das Auto….. dieses Mikrofon!

Ich bin selber ganz gespannt!

Nun bedanke mich bei dir. Du gehörst zu der kleinen, feinen Leser:innenschaft meines Blogs und bist für mich sehr wertvoll. Ich freue mich, dass du jeweils am 3. des Monats meinen Blog liest! Und ich freue mich über alle, die sich nach und nach dazugesellen.

Und wenn auch du mutig sein willst, freue ich mich, wenn du als kleines Zeichen deiner Freude, mir einen Stern schenkst oder gar einen Kommentar hinterlässt?

Wie auch immer du dich entscheidest, mein Herz schlägt für ein farben-, licht-, und liebevolles Jahr!

Übrigens, tabula rasa war im letzten Jahr. Jetzt geht es um einen Neuanfang, ein neuer Zauber darf voller Vertrauen unsere Arbeitstische beleben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Ah…….jetzt weiss ich warum dieses umwerfende Mondfoto auch mit in den Blog will: Für welchen schlummernden Traum räumst du einen Platz frei, auf dass er Wirklichkeit werde? Erzählst du es mir? Vielleicht kann ich dich dabei unterstützen? atelier@iriswangler.ch

Bis bald!

Ruhe

Baum mit Schnee / Ruhe

Ruhe ist ein Zauberwort.

Wie der erste Schnee. Er hüllt alles ein, macht die Welt neu und still.

Wo vor kurzem noch alles bunt war, ist es nun weiss. Kontraste sind sichtbar ohne Lärm. Stoisch und still dulden sie einander. Oder geniessen sie ihr Miteinander, so verschieden wie sie sind?

Ruhe zulassen, sie einladen wie einen seltenen Gast. Alle Ablenkungen weglassen und dem schnellen, eigenen Puls zuhören. Über die Geschichten staunen, die er ohne Punkt und Komma erzählt.

Was? Du erzählst von mir? Von meiner Atemlosigkeit? Von meinem Fleiss wie ich meine Pflichten erfülle? So schnell? Nein, das kann nicht sein. Mein Leben ist doch ganz normal hektisch! Oder besser gesagt, herausfordernd, vielseitig und ausgefüllt oder……. fremdbestimmt? Lass mich in Ruhe!

Einmal Baum sein. Sich einschneien lassen., nachdem der Sturm alle alten Farben mitgenommen hat. Beobachtend zulassen, wie die Kontraste ein Miteinander bilden, in Ruhe SEIN.

Still und ruhig werden und spüren wie aus dem schnellen Puls ein vertrautes Herzpochen wird. Den eigenen Rhythmus wahrnehmen und Tränen der Freude vergiessen.

Da spielt ein sehr altes Lied auf einem sehr alten, wissenden Instrument. Es spielt Weisen von Verlusten, Trauer, des Abschieds und von der Liebe. Spielt aufmunternde Melodien, die nur du erkennst. Denn nur dein Herz weiss, womit es dir die Freude, den Spass, die Leichtigkeit, dein Licht, deine Schöpferkraft in dein Leben trommeln kann.

Ich habe sie wieder gehört, diese Lieder. Ich habe mich drei Tage aufs Sofa gelegt und dem Wetter draussen und dem in mir drinnen zugeschaut und gelauscht, die Gegensätze einfach zugelassen.

Ruhe ist ein Zauberwort und wenn man sie einlädt und sich unendlich Zeit für sie nimmt, ist sie heilend.

Herz

Und wenn du noch mehr Zauber möchtest melde dich bei mir! weltenwind.ch

Maggia

Heute fische ich eine Wesenheit aus Wasser und Stein aus meiner Tasche, die ich richtig liebe…..

Maggia

Ich habe das Gefühl, wenn ich diesen Titel schreibe, ist schon alles gesagt. Für mich erklärt er alles, gibt mein ganzes Universum, das mit ihm zusammenhängt, Preis. Nur schon, wenn ich den Namen ausspreche, geht ein Tor auf. Und gleich fliesst mir ein ganzer Fluss entgegen, der eine eigene Wesenheit ist.

Im Süden der Schweiz, im Tessin, fliesst er, dieser Fluss. Aber eigentlich müsste ich Flüssin sagen, denn für mich ist sie weiblich, eine Maggia eben!

Maggia.

Sprich diesen Namen auch einmal laut aus. Spürst du ihre Kraft?

Seit hunderten oder tausenden von Jahren sucht sie ihren Weg von hoch oben in den Bergen, hinab an wilden Steinbrocken vorbei. Unterdessen sind richtige Skulpturen entstanden. Sie stehen allein oder in Gruppen und scheinen sich Geschichten vom stetigen Fliessen des Wassers zu erzählen. Sie wurden bei Tag und bei Nacht geformt, seit ewigen Zeiten ohne Unterbruch. Tiefe Schluchten haben sich gebildet aus glattpolierten runden, aber auch schroffen Felsgesteinen aus Granit.

Für mich auch seit ewigen Zeiten, also mindestens seit einem halben Jahrhundert, bin ich dieser Flüssin nah. Als Kind habe ich mit den Zehen das eiskalte Wasser begrüsst, als Mutter bin ich mit den Kindern von Felsen zu Felsen geklettert und habe bange zugesehen, wie sie von da ins Wasser sprangen. Später dann habe ich mich auf einem sonnenwarmen, geschichtenerzählenden, körperähnlichen Stein ausgeruht und heute schwimme ich mutig dem Wasserfall entgegen, bis mein Herz so laut schlägt, dass es die Maggia hören kann.

Sie hat eine unbändige Kraft. Sie schenkt Leben und nimmt es auch. Sie entlockt den Menschen Jauchzer und fordert unmissverständlich Respekt. Sie spornt uns an, die eigene Wildheit zu spüren. Ja, sie will, dass wir sie mit jeder Zelle erfahren. Durch ihre Schönheit, ihre Eiseskälte, durch ihre Tiefe und Unberechenbarkeit. Sie ist Trägerin aller Geheimnisse des Lebens. Sie kennt die Sprache der Erde mit allem, was ist. Sie ist Wissende uralter Weisheiten, denn ihr Wasser entspringt wohl einem Schweizer Berg, aber das Wasser kommt aus der Tiefe der Erde, verbunden mit allen Flüssen dieser Welt.

Heute paddelte ich mit meinen Armen und Beinen im kalten Wasser neben dem Wasserfall. Die Sonne suchte sich einen Weg durch die Millionen von Wassertropfen und bildete mehrere Regenbögen. Ich schwamm in sie hinein, das Wasser prasselte schwer auf mich herab, tat mir am Kopf weh. Ich schnappte nach Luft, die Wucht des Wassers war enorm das Glück das erleben zu können aber noch viel grösser.

Ich spüre mein Leben, meinen Körper mein Herz, wie es wild schlägt. Ich bin ergriffen und immer wieder aufs Neue tief berührt von diesem Geschenk. Ja, ich höre dir zu, Maggia, ich will von dir lernen, deine Weisheit in mich aufnehmen und sie mit den Menschen teilen.

Ich nehme dich, wie du bist, an. Du bist für mich ein ganzes Universum. Ich brauche nur deinen Namen auszusprechen und ein Tor geht auf.

Wie wärs, wenn wir das auch mit Menschen und Situationen machen? Ich nehme dich an, so wie du bist. Ich schaue dich mit meinem ganzen Herzen an und du zeigst mir, was du Preis geben möchtest……

Die Schürze

Dieses Bild habe ich unerklärlicher Weise aufgespart.

Es bedeutet mir sehr viel. Ich habe einmal kurze Filme damit aufgenommen, als ich mit einer Grippe mutterseelenallein zu Hause war.
Es strahlt für mich eine besondere Schönheit aus. Die perfekt bestickte, glitzernde Schürze steht im argen Widerspruch zur schnell hingekritzelten Figur.

Wird die Schürze aufgemacht oder zugebunden?

Damals, als ich dieses Bild gestaltete, hatte ich das genaue Gefühl, dass sie umgebunden wird.

Und jetzt, ziemlich genau sieben Jahre später, weiss ich, dass diese Frau sie jetzt ablegt.

Vor sieben Jahren habe ich meinen Blog begonnen. Mit Bildern, die ich während eines Jahres täglich gemalt habe. Jetzt löse ich die Bändel meiner wunderschönen Arbeitsschürze, flattere damit wie zum Fliegen auf und ab und benütze die Schürze als Segel. Ich fliege davon an einen andern Ort, den ich noch gar nicht kenne.

Ich werde in dieser Küche von hinterdertrommel mit den 1&383 Bildern keine Menues mehr kreieren.

Ich falte nun die Schürze fein säuberlich zusammen, stecke sie in meine Reisetasche, ziehe meine Abenteuerstiefel an und setze mir den Hut der Freiheit auf den Kopf. Natürlich bleibe ich schön brav zu Hause, erkunde meine eigenen Länder in mir drin, dafür muss ich ja (noch) nicht gleich nach Amerika fliegen.

Aber ich sage dir, gleich vor meiner Haustüre beginnt die grosse weite Welt!

Ich bedanke mich bei dir, du treue Leser:In! Es hat mir jedesmal viel Freude gemacht für dich zu schreiben. Auch wenn es mir manchmal zum Heulen war. Oft aber habe ich selber vor mich hingeschmunzelt.

Und es wird weitergehen, ich weiss nur noch nicht genau wie. Ich werde dich auf dem Laufenden halten, ein letztes Mal auf dieser Seite.

Bis dahin grüsse ich dich von Herzen und ich freue mich jetzt schon, dir von meinem neuen Land zu berichten.

Alles Liebe!

Iris

On my way

Wieder einmal ausbrechen.
Vom Weg abkommen.
Neue finden.
Mich verlieren.
Mich frei fühlen, mein Haar zerzausen lassen.
Dir frech ins Gesicht nein! sagen.
Und für mich ein lautes ja! tanzen.
Mein Aussenseiterinnendasein zelebrieren und Verbündete finden.
In den Himmel schauen und diamantene Punkte tanzen sehen.
Die Erde unter den Füssen spüren und mich für mein Leben bedanken.

Das Unmögliche akzeptieren, genauso wie das Mögliche. Nicht mehr kämpfen, sondern tanzen, schräg singen und die Unperfektion, die ich bin, zulassen.

Doch wer bestimmt, was nicht perfekt ist? Wer bestimmt die Wahrheit?

Tausend Antworten gibt es auf diese Fragen. Doch merke ich, dass ich sie gar nicht beantwortet haben will. Ich begnüge mich damit, dass mir dieser Moment wichtig ist. Ich geniesse es, in diesem Zustand zu sein und in eine beseelte Ruhe hineinzuschreiben. Ich empfinde es als grosses Geschenk dir meine Fragen, Gefühle und Forschungen zu erzählen. Ich fühle mich wahrhaftig, bin meiner Wahrheit auf der Spur.

Ich bin auf dem Weg genau wie du. Wir kommen vom Weg ab, jede:r auf seine Weise. Himmel und Erde bringen Stürme, unser Haar wird zerzaust, auch unsere Herzen.
Doch diesmal lasse ich es standhaft zu, denn ich weiss, nach dem Sturm wird der Himmel wieder klar sein und ich erkenne wieder ein Stück meines Weges hier auf dieser Erde.

Ich breche aus, komme vom Weg ab, finde neue und verliere sie wieder.

Ich habe eine Wahrheit gefunden:

Die zerzausten Haare stehen mir gut!