Das Unsichtbare

Hallo, ich bin das Unsichtbare. Du musst dir keine Mühe geben mich zu sehen, denn ich bin, wie gesagt, unsichtbar.

Aber ich freue mich, mit dir zu sprechen und ich freue mich noch mehr, dass du mir zuhörst. Fragst du dich auch in diesem Moment, ob ich überhaupt eine Stimme habe? Ich weiss, wenn etwas tönt und du kannst dir nicht vorstellen, was es ist, ist es ein wenig gruselig es zu vernehmen. Dein Verstand möchte Fakten, möchte die Kontrolle über den Wahrheitsgehalt, sonst ist doch alles nur Einbildung oder ein Spiel der mittlerweile ausgefeilten Technik.

Und doch bin ich da, ja um dich herum und weil du mich nicht siehst, ist es doppelt spannend, mich zu hören. Und was sagst du zum Fühlen? Spürst du, dass dich etwas umgibt, auch wenn du es nicht siehst?

Vielleicht magst du dich für eine kleine Weile an einen Ort setzen oder legen, an dem du dich wohlfühlst, ich möchte mit dir ein Experiment machen. Wenn du den Platz gefunden und es dir gemütlich gemacht hast, schliesst du deine Augen und atmest in deinem Tempo bewusst ein und aus. Begrüsse all deine Gedanken und weil es so viele sind, kannst du gar nicht Schritt halten, allen gerecht zu werden. Also lasse sie ziehen, wie die Herbstblätter die gerade durch die Luft wirbeln.

Nun richte deine Aufmerksamkeit auf deine Haut unter den Kleidern. Mach eine kleine Reise über dein grösstes Organ, dieses Wunderwerk, das dich beschützt mit seinen Millionen von Sensoren. Spüre es an deinem Rücken,  an den Armen, am Bauch, an den Beinen, an den Füssen, den Händen, dem Gesicht und immer weiter. Je länger du in Gedanken über deine Haut streichst, desto wärmer bekommst du. Lass dir Zeit, damit es ein Bad in deinen Sinnen wird, denn vielleicht nimmst du deinen Duft wahr? Oder du möchtest mit deinen Händen dein Gesicht liebevoll erkunden? Du vernimmst den feinen Ton, den du beim sanften Reiben erzeugst und merkst, dass du mit deinen Händen schauen kannst? Nehme einfach wahr und versuche nichts zu bewerten.

Auf einmal spürst du die Kraft unter der Haut, die du Körper nennst und die du mit Freude empfängst. Deine Augen sind geschlossen und du staunst mit deinem Herzen. Und da! Jetzt, genau in diesem Moment stimmt einfach alles. Atme und lass dich zu. Es ist eine Ruhe und Verbundenheit da, weil du nichts leisten musst und vom Bewerten reden wir schon gar nicht. Stelle dir vor, du könntest diesen Moment ausdehnen, so dass die Zeit stillsteht, es leicht wird und du in einer Zartheit verweilst, die dir eine stille Freude bereitet. Es ist ein Ausdehnen, deines Seins. Geniesse es, so lange du magst.

Deine Gedanken werden dich wieder einholen und darum gib ihnen schnell neues Futter.

Spüre deine Kleider auf deiner Haut.

Geh darüber hinaus und stelle dir vor, dass du von einer Aura eingehüllt bist.

Ohne Anstrengung siehst du vielleicht eine Farbe oder du hörst einen Klang?

Berührt dich sanft diese unsichtbare Weite?

Erreicht dich gar ein besonderer Duft?

Alles und nichts ist möglich, lass es einfach zu. Es ist ok.

Ich bin deine Aura. Ein ganzes Leben schon sind wir verbunden.

Ja, ich heisse dich herzlich willkommen. Ich bin dieses Unsichtbare und mir ist es ein Anliegen, dich auf mich aufmerksam zu machen. Ich bin immer da, beschütze und begleite dich. Es ist auch meine Aufgabe dich fürs Leben zu begeistern und dir Inspirationen unter die Nase zu reiben, auf dass du deinen Alltag auf deine ureigene Art und Weise gestalten sollst. Du bist ein Wunder der Natur, du bist wichtig und überhaupt nicht unsichtbar.

Denn in dieser Hülle steckst du Mensch, mit einer Geschichte, die manchmal nicht leicht ist zu tragen, geschweige denn sie zu akzeptieren. Doch in dir drin ist dein einzigartiger Kern, deine Wahrheit, deine Wesenheit, dein uraltes Wissen. Sie alle tragen dich durch alle Abenteuer deines Lebens hindurch, sie stärken und lieben dich. Und ich bekräftige dich, dies alles in die Welt zu strahlen.

Ich bin das Unsichtbare, deine Aura, mich gibt es und ich mache dich sichtbar.

Du bist vollständig und ganz mit allem, was dich ausmacht und eine Bereicherung für alles, was ist.

Ich liebe dich! Dein Unsichtbares…..

……unsichtbar?

Liebe Leserin, lieber Leser lass deine Aura erklingen, schwingen, empfangen und sich schenken. Was nährt dich, was lässt dein Herz hüpfen? Sie nimmt es auf, wie ein feingestimmtes Musikinstrument, dessen Sprache nur du kennst. Auch versteht sie es, dir Mut zuzuflüstern, wenn es mal stürmt um dich herum.

Ich grüsse dich sturmerprobt und sichthörbar singend hinter der Trommel….

Iris

http://weltenwind.ch

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Feuer

Dieses Feuer! Das Bild ist vor etwa zehn Jahren entstanden, ich kann es kaum glauben. Ganz still nur für mich.

Damals habe ich mir eine Aufgabe gestellt. Es war an einem heissen Augusttag im Tessin. Es ging langsam auf Neumond zu und ich spürte, dass mir mit diesem Neuanfang etwas Wichtiges bevorstand.

Seit dem Vollmond wurde ich immer nervöser, denn da brannte ein kleines Feuer in mir, eine Idee, die mich nicht mehr losliess und die, wenn ich sie verwirkliche, Einfluss auf meinen Alltag haben würde. Das klingt dramatisch, so, als würde ein, mein Leben wie eine Socke umgestülpt werden. So arg war es doch wieder nicht.

Und doch: hast du dir schon mal selber ein Versprechen gegeben? Nur dir, ohne dass jemand davon wusste? Es hat also keine Konsequenzen, wenn man es nicht einhält, es ist ja „nur“ eine Abmachung mit sich selbst. Es wird niemand zu Schaden kommen, sollte ich scheitern, nur ich würde meinem Zweifler Nahrung geben.

Doch da war dieses Glühen, tief in mir drin, das langsam zu einem dringenden Licht wurde. Schon bald züngelten kleine Flämmchen und bei Neumond, war das Feuer da. Ich stellte mich in diesem Kastanienwald, den ich schon seit meiner Kindheit gut kenne, schaute hinauf zu den Bergspitzen, sah weiter in den Himmel zu den Sternen und sagte laut: Ja!

Und dann gings los: Ich malte jeden Tag ein kleines Bild. 13 Mondinnen lang, von Neumond zu Neumond, 384 Bilder.

Es war spannend mit den Mondphasen zu gehen. Dieses Auf und Ab zu spüren, diese Wellen, die das Leben ausmachen. Ein Feuer, das mal laut und dann wieder leise war, mal heiss und gross und dann wieder klein und glühend. Aber ausgegangen ist es nie! Dazu kam das Staunen: nach 365 Tagen, war zwar das Jahr um, nicht aber der Mondzyklus. So begann ich, die Zahl 13 zu erkennen, ein wahrer Schatz!

Zu erleben, wie ein Alltag aussieht, wenn da unbedingt ein Platz eingefügt werden will, für ein kleines unwichtiges, aber für einem selber sehr dringendes Ereignis. Sich hinsetzen, ruhig werden, hören, fühlen, tasten, schaffen, schöpfen….. jeden Tag.

Es kam mir vor, als wäre da eine eigene Wesenheit, die nach mir rief damit ich mich mit ihr befasse. Es war ein Austausch mit mir selber ohne Druck von Aussen. Ein Date mit meinem Inneren, was für ein Abenteuer!!

Ich staunte wieder, ich hatte es geschafft. Ich war voller Freude aber auch ein wenig traurig. Und jetzt? Dieses Feuer erlöschen lassen?

Nein! Es kündigte sich schon die neue Idee an, die auch bald in Tat umgesetzt wurde:

Ich schnappte mir eines meiner Bilder und schrieb eine Geschichte dazu. Und du, wie du jetzt die Entstehungsgeschichte meines Blogs liest, kannst alle Geschichten finden, wenn du immer weiter nach unten scrollst.

Und heute, heute musst du für die Feuergeschichte nicht mal nach unten scrollen. Du kannst sie hören!

Ich teile mit einer anderen Geschichtenerzählerin einen You Tube Kanal. Und von jetzt an kannst immer am 30. des Monats ein Geschichte von mir hören, ich lese sie dir vor. Ein Jahr lang…….. 😉

für…….

Und wieder kann ich es kaum glauben, was aus einer Idee alles entstehen kann. Ist das alles wegen Neumond oder was ist jeweils vor einer Idee? Weisst du eine Antwort?

Wie ist es bei dir? Welche Feuer hast du in dir wahrgenommen und wollen von dir ganz allein gesehen werden, bis sie vielleicht nach vielen, vielen Jahren für andere sichtbar werden?

Ich wünsche dir die Kraft, leise zu beginnen, dein Feuer zu zu nähren und zu pflegen, auf dass es dir und zu Beginn nur dir Freude bereitet!

Gerne helfe ich dir beim Entfachen. Genauso einfühlsam und und voller Freude, wie du es brauchst, um mutig zu leuchten. So, wie ich es selber erlebt habe.

Ich freue mich auf dich und grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Und….. natürlich freue ich mich auch von dir zu hören und zu lesen, wie dir die Geschichte gefallen hat……