M…ein Bild

Ja, das ist m…ein Bild. Ich habe es zum Fotografieren auf meinen Ateliertisch gelegt, um sichtbar zu machen, dass es mit dem Alltag verwoben und lebendig ist. So kannst du sehen, dass es „nur“ ein Bild ist.

Ich habe es mit Pigmenten gemalt und Eitempera war das Bindemittel. Also alles natürliche Materialien. Es war eine Herausforderung, mich mit dieser, für mich neuen Technik auseinanderzusetzen.

Zum Glück war ich von Anfang an mit meinem Sujet ganz nah in Kontakt. Es ging darum zu erzählen, dass sich ein Kreis geschlossen hat und ich nun parat war für einen weiten Flug über Täler, Gewässer, Felder, Wälder und Berge. Ja, ich fühlte mich wie eine fliegende Wildgans auf ihrem weiten Weg in den Süden. Oder zurück zum Heimatort? Welches ist nun die wirkliche Heimat? Hm.

Da war Magie, ich spürte es ganz genau. Ich wollte weiter, immer weiter die Länder des Unbeschreiblichen erkunden. Ich war bereit für eine lange Reise und wünschte mir, dass mich dieser Vogel mitnahm, in dieses Neue, längst Vergessene. Die Vorfeude war riesengross!

Meine Absicht, mich zu erinnern war riesengross! Aber woran will ich mich denn erinnern? Und wenn es mir Angst macht, was ich da entdecken werde?

Egal, ich hatte mich entschieden. Ich wollte dahin, ich wollte sehen, ich wollte erfahren, ich wollte wahrnehmen, ich wollte erinnert werden! Dazu brauchte ich Mut und darum erzählte ich kaum jemandem etwas davon.

Meine Entschlossenheit war so gross, dass mir dieser Vogel sein Gesicht zeigte, während meines Fluges, so dass ich so ein wunderschönes, befreiendes Gefühl der Freude erlebte.

Ich flog und sah die Erde. Ich malte und spürte die Erdenkraft in den Pigmenten und das Erinnern kam immer näher. Ich war eins mit dem Bild und seiner Magie, hörte seine Melodie und vergass…..

…..dass es nur ein Bild war. Ich zeigte es begeistert ein paar Menschen und in ihren Gesichtern las ich Unverständnis. Und jemand sagte zu mir, willst du damit Angst machen? Was?! Nein! Es erzählt doch nur von der Freiheit und der Freude die vielen Aspekte des Lebens zu entdecken! Ich habe etwas abgeschlossen und will mich für das Neue nicht einschränken!

Vielleicht erkennst du nun, warum ich dieses Bild auf meinen überfüllten Ateliertisch gelegt habe und warum ich es m…ein Bild genannt habe. Bis vor Kurzem stand es auf einer Staffelei, überdeckt von anderen Bildern. Ich habe einmal ein Foto von ihm gemacht und den Vogel einfach ausgeschnitten. Du kannst ihn auf meiner Homepage entdecken. Aber so richtig zu ihm gestanden bin ich nicht mehr.

Aber jetzt….. nämlich genau jetzt, mache ich aus m…einem Bild MEIN BILD!

Jetzt, heute will ich dieses unheimliche, unverständliche Bild verwandeln. Ja, ich kann das!, indem ich meine Sichtweise darauf ändere. Schau genau hin, es wird zu einem magischen Bild, das von Abenteuer und Freiheit erzählt, von Aufbruch und Erinnern, von Leichtigkeit und Neugierde und von Ernshaftigkeit und Wissen. Jetzt!

Mein Bild ist eigenwillig, es gefällt nur wenigen Menschen. Aber es ist ganz und gar von mir und darum wunderschön!

Ich liebe es und bin sehr stolz darauf. So. Ich verstecke von jetzt an weder das Bild noch mich.

Es ist nicht mehr m..ein Bild.

Es ist MEIN BILD!

Oh, es braucht Mut, zu sich zu stehen und in letzter Zeit hatte ich ein paar mal die Gelegenheit, mich hinter dem Angepasstsein zu verstecken. Nein! Mit jedem Mal, wenn diese Herausforderung auf mich zukommt, kann ich üben.

Und das möchte ich dir ganz fest ans Herz legen. Verbiege oder verstecke dich nicht. Und kommuniziere dies liebevoll. Es ist so befreiend es nicht mehr zu tun.

Ja, das Sichtbarwerden macht dich aber auch verletzbar. Du wirst missverstanden, abgelehnt und du wirst dich manchmal traurig und einsam fühlen. Das ist der Moment, wo du beginnen kannst, dich in aller Ruhe zu erinnern. Hole Bilder aus deinem inneren Archiv hevor, in denen du schon mutig warst und liebevoll für dich eingestanden bist. Spüre nach, wie DU dich dabei gefühlt hast. Feiere DU dein Mutigsein und nicht die Reaktion der anderen darauf. Ich bin sicher, irgendwann spürst du dein Herz jauchzen. DAS ist DER Moment des Erwachens und das ist unbeschreiblich schön!

Das Jahr geht dem Ende entgegen. Ein Kreis von vielen schliesst sich. Breite deine Flügel aus und fliege los, um deine Länder zu erkunden. Sie sind voller Überraschungen, Kreativität, Liebe und Leben. Sei mutig und stehe zu ihnen, es wird dich mit Freude erfüllen. Diese Fülle ist der Motor für dein authentisches SEIN.

Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn ich dir wieder Geschichten erzählen kann, die die Winde von den Welten zu mir und dann zu dir bringen.

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Ich grüsse dich von Herzen fest und wünsche dir eine sternenfunkelnde Weihnachtszeit!

Iris

Und übrigens:

Du fragst dich sicher, was denn aus meiner Reise geworden ist. Die habe ich über alle Umstände hinweg nicht aufgegeben. Ich bin losgezogen und bin immer noch unterwegs. Denn dieses Unbeschreibliche, Vergessene (ja, wir alle wussten schon einmal darum) und Wiederentdeckte ist ein Universum, dessen Erkundung nie ein Ende haben wird und ich werde nicht müde, davon zu berichten.

Immer am 3. des Monats erscheint mein Blog. Es gelingt mir leider nicht, einen Link zum Abonnieren zu setzen, WordPress hat grad irgendein Problem. Darum logge dich bei http://hinterdertrommel.com direkt ein oder schaue bei meiner Webseite vorbei.

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Und hier noch eine kleine Überraschung: Eine kurze Geschichte, die ich einmal über ein Bild geschrieben habe. Viel Freude beim Lesen!

Adieu

Ja, adieu! Genau das meine ich. Adieu!

Zu Gott, heisst das, vom Französischen übersetzt. Keine Angst, ich verlasse diese Welt nicht gleich, noch beende ich diesen Blog. Im Gegenteil, irgendwie fängt alles Neu an.

Aber warum denn adieu? Diese Mohnblume überraschte mich eines Morgens, als ich gerade aus dem Haus wollte. Ich rief tschüüss!, so wie ich es immer tat, wenn ich das Haus und den Garten verliess, auch wenn kein Mensch da ist, den ich hätte verabschieden können, ausser natürlich das Haus und den Garten…..

Diese wide Schönheit wuchs, ohne, dass ich sie gepflanzt oder gesät hätte, genau vor meiner Haustüre. Mit ihrem Rot hat sie richtig Lärm gemacht. Ich konnte nicht einfach an ihr vorbeigehen, hinausstürmen, mit meinem nächsten Ziel vor Augen. Und wie so oft in Gedanken versunken, mit dem was war, was ist und was sein wird und das alles gleichzeitig, einfach nicht wirklich da.

Dieser freie, ungehemmte, laute, rotblühende Ruf der Mohnblume liess mich abrupt innehalten. Ihr Blick war so stark, dass ich meine Tasche von der Schulter gleiten liess und zu ihr hintrat. Diese zarten Blätter! Sanft berührte ich sie, ja ich wollte mit den Händen schauen. Ich war fasziniert und auf einmal waren alle Gedanken weg. Eingenommen von einer einzigen Pflanzenkraft.

Da! Sie rief mir ein lautes Adieu entgegen! Schnell zog ich meine Hände weg und starrte, die sich sanft im Wind bewegende, leuchtend rote Blume an. Warf mich etwa die Mohnblume jetzt frech aus meinem eigenen Garten? Tschüüss, stotterte ich, bis heute Abend! Ich ging los und schaute immer wieder zu ihr zurück. Sie aber bewegte sich weiter leise und ihrer anmutigen Kraft im Wind, wie wenn nichts gewesen wäre.

Den ganzen Tag dachte ich an diese Begegnung. Adieu?

Ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen. Schon von Weitem winkte sie mir zu. Freute sie sich auch mich zu sehen? Sprach sie wieder mit mir? Sagte sie mir womöglich hallo!? Erzählte sie mir von ihrem Tag? Ich war ja so gespannt! Aber, bis auf ein sanftes Wirbeln mit ihren Blättern, blieb sie still.

So vergingen ein paar Tage und ich bekam immer ein Adieu, wenn ich ging, nie aber ein Hallo, wenn ich kam. Oft stand ich lange vor ihr und wir schauten uns in die Augen.

Meine Gedanken beschäftigten sich nun sehr mit dem Verabschieden. Und ich merkte, da gab es Einiges, das ich am liebsten einfach weggeschmissen hätte, auf nimmerwiedersehen.

Wie bringe ich die dichten Wolken, die mein Herz benebelten dazu, sich zu verziehen?

Brauche ich ein Gewitter? Ein Feuer im Garten, wo ich alles verbrennen kann? Ein Verzeihungsritual? Oder… welche von den tausend Möglichkeiten, adieu zu sagen, ist die meine?

Was würde die Mohnblume sagen?

Ich öffne die Haustüre. Ich will nirgendwo hin. Ich möchte lauschen, mit Leib und Seele. Ich will wissen, mich erinnern an diesen heilen Kern in mir.

Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Sie ist am Verblühen. Leise und still. Sie lässt das Schönste an ihr einfach verschrumpeln und dann zur Erde fallen. Adieu.

Sie weint nicht, sie hadert nicht mit ihrer Vergänglichkeit, sie findet sich nicht hässlich und alt, sie versteckt sich nicht oder vertuscht das Verblühen.

Stolz und sanft, weise und sich erinnernd lässt sie sich vom Wind bewegen., bis sich eins ums andere Blatt löst.

Sie ist wunderschön. Kraftvoll. Das ist leben, nicht sterben.

In ihrem Kern sind wohl behütet die neuen Samen und sie wissen, es kommt der Moment wo sie ausfliegen, sich in die Erde legen, um wieder neu zu wachsen und zu erblühen.

Was für ein Rhythmus!

Die Mohnblume hat sich mir ganz und gar gezeigt. Ihr Leben, ihr Sterben, ihr Sein und ihr Werden. Ein immer währender Kreislauf. Ich habe verstanden. Ich muss und kann es ihr nicht gleichtun. Aber ich finde heraus, welches mein Weg ist, indem ich ihn zulasse.

Adieu und hallo!

Ich wünsche dir, dass du in dieser turbulenten Zeit deinem eigenen Rhythmus Raum geben kannst. Sag adieu und hallo, wann immer deine Intuition und dein Herz es dir sagt. Nimm dir Zeit zum Sein, damit du dir selber lauschen kannst. Lass dich von dir überraschen!

Hab einen wunderschönen Sommer, du sanftstarke, farbige Blume und lass den Wind dich bewegen und dich von der Sonne küssen! Und der Regen? Er gibt dir den Saft zum Wachsen….. 😉

Ich grüsse dich herzlich! Tschüüüss!

Iris

Ach übrigens, bald erscheint mein erster Newsletter…. wenn du ihn gerne möchtest, schreibe mir eine E-mail. wanderin@weltenwind.ch oder bei…

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Hallo! Ich sagte doch, Neues entsteht!

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Feuer

Dieses Feuer! Das Bild ist vor etwa zehn Jahren entstanden, ich kann es kaum glauben. Ganz still nur für mich.

Damals habe ich mir eine Aufgabe gestellt. Es war an einem heissen Augusttag im Tessin. Es ging langsam auf Neumond zu und ich spürte, dass mir mit diesem Neuanfang etwas Wichtiges bevorstand.

Seit dem Vollmond wurde ich immer nervöser, denn da brannte ein kleines Feuer in mir, eine Idee, die mich nicht mehr losliess und die, wenn ich sie verwirkliche, Einfluss auf meinen Alltag haben würde. Das klingt dramatisch, so, als würde ein, mein Leben wie eine Socke umgestülpt werden. So arg war es doch wieder nicht.

Und doch: hast du dir schon mal selber ein Versprechen gegeben? Nur dir, ohne dass jemand davon wusste? Es hat also keine Konsequenzen, wenn man es nicht einhält, es ist ja „nur“ eine Abmachung mit sich selbst. Es wird niemand zu Schaden kommen, sollte ich scheitern, nur ich würde meinem Zweifler Nahrung geben.

Doch da war dieses Glühen, tief in mir drin, das langsam zu einem dringenden Licht wurde. Schon bald züngelten kleine Flämmchen und bei Neumond, war das Feuer da. Ich stellte mich in diesem Kastanienwald, den ich schon seit meiner Kindheit gut kenne, schaute hinauf zu den Bergspitzen, sah weiter in den Himmel zu den Sternen und sagte laut: Ja!

Und dann gings los: Ich malte jeden Tag ein kleines Bild. 13 Mondinnen lang, von Neumond zu Neumond, 384 Bilder.

Es war spannend mit den Mondphasen zu gehen. Dieses Auf und Ab zu spüren, diese Wellen, die das Leben ausmachen. Ein Feuer, das mal laut und dann wieder leise war, mal heiss und gross und dann wieder klein und glühend. Aber ausgegangen ist es nie! Dazu kam das Staunen: nach 365 Tagen, war zwar das Jahr um, nicht aber der Mondzyklus. So begann ich, die Zahl 13 zu erkennen, ein wahrer Schatz!

Zu erleben, wie ein Alltag aussieht, wenn da unbedingt ein Platz eingefügt werden will, für ein kleines unwichtiges, aber für einem selber sehr dringendes Ereignis. Sich hinsetzen, ruhig werden, hören, fühlen, tasten, schaffen, schöpfen….. jeden Tag.

Es kam mir vor, als wäre da eine eigene Wesenheit, die nach mir rief damit ich mich mit ihr befasse. Es war ein Austausch mit mir selber ohne Druck von Aussen. Ein Date mit meinem Inneren, was für ein Abenteuer!!

Ich staunte wieder, ich hatte es geschafft. Ich war voller Freude aber auch ein wenig traurig. Und jetzt? Dieses Feuer erlöschen lassen?

Nein! Es kündigte sich schon die neue Idee an, die auch bald in Tat umgesetzt wurde:

Ich schnappte mir eines meiner Bilder und schrieb eine Geschichte dazu. Und du, wie du jetzt die Entstehungsgeschichte meines Blogs liest, kannst alle Geschichten finden, wenn du immer weiter nach unten scrollst.

Und heute, heute musst du für die Feuergeschichte nicht mal nach unten scrollen. Du kannst sie hören!

Ich teile mit einer anderen Geschichtenerzählerin einen You Tube Kanal. Und von jetzt an kannst immer am 30. des Monats ein Geschichte von mir hören, ich lese sie dir vor. Ein Jahr lang…….. 😉

für…….

Und wieder kann ich es kaum glauben, was aus einer Idee alles entstehen kann. Ist das alles wegen Neumond oder was ist jeweils vor einer Idee? Weisst du eine Antwort?

Wie ist es bei dir? Welche Feuer hast du in dir wahrgenommen und wollen von dir ganz allein gesehen werden, bis sie vielleicht nach vielen, vielen Jahren für andere sichtbar werden?

Ich wünsche dir die Kraft, leise zu beginnen, dein Feuer zu zu nähren und zu pflegen, auf dass es dir und zu Beginn nur dir Freude bereitet!

Gerne helfe ich dir beim Entfachen. Genauso einfühlsam und und voller Freude, wie du es brauchst, um mutig zu leuchten. So, wie ich es selber erlebt habe.

Ich freue mich auf dich und grüsse dich von Herzen fest!

Iris

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Und….. natürlich freue ich mich auch von dir zu hören und zu lesen, wie dir die Geschichte gefallen hat……

tabula rasa

Es braucht Mut, Altvertrautes wegzuräumen. Genauso wie ein Bild für einen Blog auszuwählen, das nicht einfach schön ist. Ich hätte so ein eindrückliches Mondbild von der Silvesternacht, aber es passt einfach nicht zu dem, was ich dir erzählen möchte. ….. tabula rasa……

Auf dem Bild siehst du meinen Arbeitstisch. Ich erkenne ihn selbst nicht wieder. Noch vor Kurzem war er übersät mit vertrauten Kleinigkeiten, die mich in meiner Arbeit unterstützten. Blätter, Stifte, Farben, Pinsel, ein kleiner Becher mit Wasser, (der manchmal umkippte), Leim, Schere, eine kleine Schlumpfine, Tonfiguren, Steine, Federn, Räucherwaren, Kerzen, Brillen, Bücher und – ganz wichtig – all die tausend Notizen, die dann irgendwie im Chrimschrams verschwanden….. und zwischen alledem nisteten sich ganz viel Staub und Brösmeli ein, ein echtes Biotop!

Platz für meinen Laptop gab es manchmal nicht. Dann schob ich mit ganz viel Feingefühl all die für mich sehr wertvollen Dinge beiseite. Und wenn ich dann schrieb und umherschaute, weil ich nachdenken musste, fanden meine Augen immer eine Ablenkung. Mein Altvertrautes machte mir Mut auch forsche E-Mails zu schreiben.

Und nun….. tabula rasa…… alles weg. Nur mein Weihnachtsgeschenk steht da. Ganz prominent. Ganz alleine posiert es auf meinem frisch geputzten und mit Autopolierwachs eingeriebenen, auf Hochglanz gebrachten altvertrauten Gartentisch meiner Oma. Da ist er wieder! Ich lade ihn aufs Neue wieder ein.

……. tabula rasa…..klingt einfach, ist es aber nicht. Es braucht ganz viel Liebe dazu. Es braucht diesen Mut wirklich zu lieben, um alles Vertraute und Verstaubte wegzuräunen. Ich habe mich von Altem verabschiedet, einiges im Silvesterfeuer verbrannt. Nur sehr wenige Gegenstände dürfen irgendwann zurück, weil sie zu meinem Herzensinventar gehören.

Wie dieses Mikrofon…… eine Einladung, mit meiner Stimme zu erzählen.

Da ist es wieder. Es braucht Mut. Mut die Liebe zu erkennen, sie tief in einem drin zu spüren, um ihr dann einen frischen, freien Raum zu schenken. Ich nehme genau diese Kraft in meine Hände, lege sie an meinen Hals, um meiner Stimme Vertrauen und Liebe zu schenken. Ich werde Mut brauchen, um dir zum nächsten Blog, am 3. Februar eine Aufnahme zu gestalten. Das Mikrofon steht da und schaut mich aufmunternd an, so als wüsste es um meinen alten, geheimen Traum.

Mein Bruder riet mir vor ein paar Tagen, ich solle an meinem Haus vier Räder anbringen, mein Auto davor spannen und losziehen…… das werde ich. Von diesem Schreibtisch aus. Anstatt Räder werden es Flügel sein, das Haus meine Stimme und das Auto….. dieses Mikrofon!

Ich bin selber ganz gespannt!

Nun bedanke mich bei dir. Du gehörst zu der kleinen, feinen Leser:innenschaft meines Blogs und bist für mich sehr wertvoll. Ich freue mich, dass du jeweils am 3. des Monats meinen Blog liest! Und ich freue mich über alle, die sich nach und nach dazugesellen.

Und wenn auch du mutig sein willst, freue ich mich, wenn du als kleines Zeichen deiner Freude, mir einen Stern schenkst oder gar einen Kommentar hinterlässt?

Wie auch immer du dich entscheidest, mein Herz schlägt für ein farben-, licht-, und liebevolles Jahr!

Übrigens, tabula rasa war im letzten Jahr. Jetzt geht es um einen Neuanfang, ein neuer Zauber darf voller Vertrauen unsere Arbeitstische beleben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Ah…….jetzt weiss ich warum dieses umwerfende Mondfoto auch mit in den Blog will: Für welchen schlummernden Traum räumst du einen Platz frei, auf dass er Wirklichkeit werde? Erzählst du es mir? Vielleicht kann ich dich dabei unterstützen? atelier@iriswangler.ch

Bis bald!

Ich bin zurück!

Meine Reisetasche steht zum Auspacken bereit und mein altes und neues Zuhause wollen gemütlich eingerichtet werden. Ich bin wieder da! Alles sieht ein wenig anders aus. Liegt es daran, dass ich mit neuen Augen schaue oder hat sich meine Welt wirklich verändert?

Das Auspacken macht mir Spass. Es kommt mir vor, als hätte ich die Tasche von Mary Poppins erwischt. Ein wunderschönes Gepäck, weich, mit farbigen Mustern verziert und es macht den Eindruck, als wäre da gar nicht viel drin. Aber wenn ich es öffne, hole ich mehr Dinge an den Tag, als es Platz darin haben kann. Da ist eine geheimnisvolle Tiefe! Das erfüllt mich mit soviel Freude, dass ich dich daran teilhaben möchte.

Natürlich packe ich nicht alles auf einmal aus, zumal ich auch gar nicht mehr weiss, was alles darin verborgen ist. Und, ich lasse mich gerne auch von mir selber überraschen …..

Aber soviel sei gesagt, wenn du möchtest, kannst du gerne dabei sein, wenn ich etwas zum Vorschein bringe. Klicke einfach auf Abonnieren und du bekommst Post von mir.

Vielleicht hast du auch so eine Tasche, die verwaist in einer Ecke deines Hauses steht und darauf wartet, dass auch du ihre Schätze auspackst?

Ich möchte dir mit meinem Blog Mut machen, diese Tasche als deine innere Schatztruhe anzunehmen, hinein zu schauen und deine Fülle zu erkennen. Ich bin sicher, das ist sehr viel, das entdeckt werden will!

Sehr, sehr gerne staune ich mit dir mit, denn was gibt es Schöneres als ein Mensch, der seine wahren Kräfte entdeckt? Also, schreib mir, ich freue mich jetzt schon!

Ich bringe dir den Wind der Welten, der dich sanft, spürbar und mit aller Weisheit begleitet und unterstützt, so dass es für dich kein Halten mehr gibt und du auf deine ureigene Entdeckungsreise gehen möchtest.

Ich mache jetzt einfach mutig den ersten Schritt und packe meine nagelneue Homepage aus und zeige sie dir:

                                                     weltenwind.ch

Ich spiele dir einen freudigen Sommerwindwirbel und grüsse dich herzlich von hinterdertrommel.com

Bis bald!

Iris

Die Schürze

Dieses Bild habe ich unerklärlicher Weise aufgespart.

Es bedeutet mir sehr viel. Ich habe einmal kurze Filme damit aufgenommen, als ich mit einer Grippe mutterseelenallein zu Hause war.
Es strahlt für mich eine besondere Schönheit aus. Die perfekt bestickte, glitzernde Schürze steht im argen Widerspruch zur schnell hingekritzelten Figur.

Wird die Schürze aufgemacht oder zugebunden?

Damals, als ich dieses Bild gestaltete, hatte ich das genaue Gefühl, dass sie umgebunden wird.

Und jetzt, ziemlich genau sieben Jahre später, weiss ich, dass diese Frau sie jetzt ablegt.

Vor sieben Jahren habe ich meinen Blog begonnen. Mit Bildern, die ich während eines Jahres täglich gemalt habe. Jetzt löse ich die Bändel meiner wunderschönen Arbeitsschürze, flattere damit wie zum Fliegen auf und ab und benütze die Schürze als Segel. Ich fliege davon an einen andern Ort, den ich noch gar nicht kenne.

Ich werde in dieser Küche von hinterdertrommel mit den 1&383 Bildern keine Menues mehr kreieren.

Ich falte nun die Schürze fein säuberlich zusammen, stecke sie in meine Reisetasche, ziehe meine Abenteuerstiefel an und setze mir den Hut der Freiheit auf den Kopf. Natürlich bleibe ich schön brav zu Hause, erkunde meine eigenen Länder in mir drin, dafür muss ich ja (noch) nicht gleich nach Amerika fliegen.

Aber ich sage dir, gleich vor meiner Haustüre beginnt die grosse weite Welt!

Ich bedanke mich bei dir, du treue Leser:In! Es hat mir jedesmal viel Freude gemacht für dich zu schreiben. Auch wenn es mir manchmal zum Heulen war. Oft aber habe ich selber vor mich hingeschmunzelt.

Und es wird weitergehen, ich weiss nur noch nicht genau wie. Ich werde dich auf dem Laufenden halten, ein letztes Mal auf dieser Seite.

Bis dahin grüsse ich dich von Herzen und ich freue mich jetzt schon, dir von meinem neuen Land zu berichten.

Alles Liebe!

Iris

Ein Lied

Wie ist es dir damals ergangen, als du als Kind in den Keller musstest, um Kartoffeln für das Nachtessen zu holen? Hast du dich dann auch gefürchtet? Ich habe immer laut gesungen. Manchmal waren es gar keine Worte, sondern irgendwelche Laute, um meine Angst zu verschrecken. Laut mussten sie sein, um gezielt meinen Weg durch die Dunkelheit (natürlich hatte es Licht) zu gehen.

Dieses Bild, diese Erinnerung kommt mir in letzter Zeit oft in den Sinn. Und ich ertappe mich dabei, dass ich laut nichts singe, um standhaft meinen Weg zu finden. Natürlich hat es Licht. Natürlich ist es nicht dunkel, doch braucht es Mut und Kraft sich treu zu bleiben. Gerade jetzt.

Gerne würde ich dir mein Kraftmutmacherlied laut vorsingen oder es gar aufnehmen und es hier posten. Aber soviel Mut habe ich denn doch nicht. So ist das, glaube ich, mit Liedern ohne Worte nach einer vergänglichen Melodie, die nur für einen selber bestimmt sind.

Darum mache ich es jetzt einfach umgekehrt. Ich schenke dir ein Lied mit richtigen Worten, aber ohne Melodie, die zu hören wäre. Oder hörst du trotzdem eine?

Schatten weichen nicht, sie bleiben
Sie machen Angst und hüllen ein
Sie tun es sanft und voller Mitgefühl
Sie wollen, dass du ihr Flüstern hörst, denn sie wissen um die Schwächen

Wie das klingt!
Fast hätt‘ ich mich ergeben!
Ich lausche meinem Licht
Bleibe standhaft voller Leben

Sie galoppiert mit voller Wucht, es ist kein Halten
Die Wut hat Recht
Nimmt alles mit, was du verstecken wolltest
Sie bäumt sich auf, verleiht dir ungeahnte Kräfte und lässt dich deinen Schmerz für kurze Zeit vergessen

Wie das klingt
Fast hätt‘ ich mich ergeben
Ich lausche meinem Licht!
Bleibe standhaft voller Leben

Es tut so weh, komm gib es zu
Verletzt zu sein macht schwach und durstig
Der Schmerz nimmt seinen Platz in dir
Füllt dich aus, gibt dir Erlaubnis sehr zu leiden

Wie das klingt
Fast hätt‘ ich mich ergeben
Ich lausche meinem Licht
Bleibe standhaft voller Leben!

Dieses Lauschen ruft nach Stille und nach Rückzug
Dieses Licht lässt Schatten, Wut und Schmerz verblassen
Du bist Licht!
Du bist Kraft!
Du bist Liebe!
Du bist frei!
Vertraue deiner Seele, sie singt so wundervoll mit dir
Dein Stern ist nicht zu trüben!

Wie das klingt!
Ich habe ich mich ergeben
Ich lausche meinem Licht
Bleibe standhaft voller Leben!

Lebensfeuer

Wenn es doch so einfach wäre
Altem adieu zu sagen
Neues zu empfangen
in der Freude
und nicht in Angst
vor dem Unbekannten

Vertrauen in mein Lebensfeuer
und all die Farben
in mir
die tanzen
und ein Chaos anrichten
weil sie gelebt werden wollen
und ich Angst habe
sie zu zeigen
weil ich Angst habe vor

ich schliesse die Augen
damit ich sehen kann
der Duft in meinen Ohren
bringt mich zum Staunen
das Atmen lässt mich spüren
und ich

fühle meine Kraft
wie sie befreit
wenn ich das Fest in mir annehme

und es Morgen wird

Bild

Ich habe ein Bild gemalt.

Nein, nicht dieses da oben. Ein anderes.

Ich habe drei Monate daran gearbeitet.
Nun ist es fertig, glaube ich. Ich schaue es immer wieder an und schon finde ich etwas, was ich noch verbessern oder verändern möchte.

Ja, dieses andere Bild ist nicht schön, sage ich, aber kraftvoll, sagen die Leute, die es gesehen haben. Es strahle Wärme aus, sehr speziell, die Frau da drauf, die hat einen Flügel als Arm? Malst du gerne in Symbolen? Ist das sprituell gemeint? Was sind das für Farben, die du da verwendest? Ist das nicht kompliziert? Sind das meine Fragen oder die der Betrachtenden?

Ich schaue in den Spiegel.
Ich sehe eine Frau, ich will es wissen.
Sie ist nicht mehr jung, sie ist im reifen, vollen Alter.
Sie strahlt Wärme aus und sie hat ……..
Kann das sein?
….. sie hat…. ein Arm ist…. nein, ich schaue meine Arme an, es sind einfach Arme, aber im Spiegel …..
Ich schaue genau hin, ich will es sehen.
Der linke Arm ist ein Flügel!
Sehr speziell, sage ich nur. Ich träume wohl und bleibe lange einfach stehen und schaue und staune und schaue und staune und schaue und ……

Da gibt es nichts zu verändern.
Das Gesicht erzählt vom Übergang in eine neue Zeit. Voller Kraft und Erntedank.
Der Körper steht ruhevoll da, aber das täuscht. Er ist bewegt von den erlebten Zeiten und er ruft nach Aufbruch, nach Tanzen, nach Fliegen, nach Freisein!
Einen Flügel habe ich ja schon, der zweite wird wohl auch wachsen im Laufe der Jahre in mein reifes Alter.

Da beginnt die Frau im Spiegel zu strahlen.
Sie erkennt ihre Kraft. Sturmerprobt und liebesbewusst. Sie weiss um das Träumen in ihr und die Farben und Melodien, in denen es sich zeigt.

Ich schliesse die Augen, beginne leise und unsicher, dann immer lauter Laute zu singen und mich zu drehen. Mein Herz schlägt laut.

Ich habe zwei Arme und keine Flügel.
Das Titelbild hat nichts mit meiner Erzählung zu tun. Oder doch?

Es ist nicht gefällig, sage ich, er strahlt Wärme aus, sagen die Leute.

Ob er Flügel hat?

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Es ist die Zeit zwischen den Zeiten.

Die kleine Pause zwischen dem Ein- und Ausatmen.

Eine kleine gefüllte Leere, die ich geniesse.

Das Erlebte schwirrt noch so im Gestern herum, das Morgen liegt unbekannt vor meinen Füssen.

Und jetzt?

Soll ich schimpfen oder mich freuen? Mir ist nach beidem nicht zu Mute. Pause eben.

Den Hut über die Augen ziehen und genüsslich wegträumen.
Den Hut über die Ohren ziehen, damit sie warm bleiben, wenn ich durch die kalte Winterzeit stapfe.
Den Hut lüften, wenn die Sonne sich an diesen kurzen Tagen zeigt und ich alles Licht gierig in mich aufnehme.
Den Hut auf die Ablage legen, weil alles seine Ordnung braucht.
Ich nehme den Hut und verabschiede mich vom alten Jahr voller Dankbarkeit über all das Schöne und schmerzlich Ungewollte, das ich erleben und lernen durfte.

Aber jeeeeetzt kommt das Schönste!

Ich ziehe den Hut mit freudig hüpfendem Herzen vor drei mutigen Menschen und rufe so laut ich kann DANKE!!!

Anita, Hugo und Inge schenken uns ein Stück ihres Herzens. Schaut, lauscht, lest hin!

Anita: Verbunden



Hugo: Foto und Blues



Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist bildschirmfoto-2020-12-28-um-15.49.36.png.



Ein Gedicht von Inge

Im Nebel
Auf einem nackten Baum eine Krähe.
Ihr Schreien hat etwas Magisches in der Stille des Tages.
Der Vogel sieht mächtig aus in der Kulisse aus filigranen Ästen.
Lange sitzt er da, bewegt sich kaum.
Mein Atmen geht mit dieser Stille, durchzieht meinen Körper.
Ich bleibe stehen und finde Stille in mir.
Schwarz und Weiss – Licht und Schatten – Leere und Fülle. Leben und Sterben
.
Gegensätze, die sich mit einem Schrei auflösen.

Herzenskraft teilen, um verbunden zu sein.
Herzenskraft teilen und noch mehr bekommen.
Herzenskraft teilen und sich nicht alleine fühlen.
Herzenskraft füllt die Pausen zwischen den Zeiten.
Herzenskraft teilen schenkt Freude und Erfüllung!

Ich wünsche mir, dass Herzenskraft teilen irgenwann keinen Mut mehr braucht, weil so etwas Schönes das Normalste auf der Welt ist.