EinHornFrau

EinHornFrau. Eine Geschichte über eine Frau die ein Horn hat.

Es war einmal eine unscheinbare Pflanze. Sie schwamm auf einem kleinen Weiher in einer Waldlichtung. Nur wenige Menschen fanden den Weg dorthin und wenn, dann waren sie alle hin und weg von diesem Zauber, den sie vorfanden.

Aber kaum jemand sah die unscheinbare Pflanze, die still und eigenwillig auf dem Wasser schwamm. Sie sah aus wie eine Muschel, und hätte jemand genau hingeschaut, hätte sie oder er gesehen, dass sie lebendig war. Sie bewegte sich! Ja, sie tanzte förmlich über das Wasser. Aber eben, das war nur für jene sichtbar, die genau hinschauten.

Diesen Ort gibt es wirklich, ich war schon oft da und ich gebe zu, diese schwimmende, lebendige Muschelpflanze, habe ich nie wahrgenommen.

Bis gestern. Ich streifte wiedereinmal im Sonnenschein unter dem blauen Herbsthimmel durch den Wald. Ich schmunzelte schon innerlich, denn ich fühlte, wie der Weiher mich magisch anzog.

Da stand ich nun und liess mich von diesem Zauber der Natur erfüllen und liess meinen Blick gedankenverloren da- und dorthin wandern. Auf einmal sah ich diese Muschelpflanze und wie sie sich bewegte. Es sah aus, als hätte sie ein Innenleben. Sie bekam Beulen, wurde in die Länge und in die Breite gezogen, wackelte gefährlich hin und her, bis…….

…… sie sich mit einem trotzigen „also gut!“ öffnete. Ich war auf einmal hellwach. Keine Träumereien mehr. Ich ging so nah wie ich nur konnte zum Wasser und schaute gespannt auf diese kleine Wesenheit. Laut und deutlich hörte ich ein: „Eeeeendlich!“ Nun war ich gespannt, was geht hier vor?

Eine kleine Spitze kam zum Vorschein, die immer länger und länger wurde. Irgendwann blinzelte eine Frau mit einem Horn auf der Stirn über den Muschelrand, begleitet von einem Farbenzauber.

Sie streckte nun den ganzen Kopf aus der Pflanze und schaute mir direkt in die Augen. „Schau nicht so blöd!“ rief sie frech. Ich schaute mich umher, dann wieder aufs Wasser. Mit wem sprach sie?

„Na mit dir! Und überhaupt ich mag unüberlegte Fragen üüüüberhaupt nicht!“

Konnte dieses wunderschöne, aufmüpfige Wesen meine Gedanken lesen? „Ja, kann ich. Du hast uns endlich, endlich wahrgenommen. Wie oft warst du schon hier und hast einfach über uns, meine Muschel und mich hinweggesehen? Aber nun bist du hier und wir sind sehr erfreut, mit dir zu sprechen. Eigentlich nur ich, die Muschel hat Angst vor dir. Sag ihr, dass du uns nichts tust.“

Vor lauter Staunen konnte ich zuerst gar nicht antworten, mit grossen Augen und offenem Mund bestätigte ich mit einem Nicken, dass es mir nicht in den Sinn käme, ihnen etwas anzutun. Da war eine kleine, wunderschöne Einhornfrau und sprach mit mir!

„Ja, ich spreche mit dir, weil du uns gesehen hast und nun musst du auch Verantwortung dafür übernehmen.“

Was muss ich? Wie meinst du das?

Was und wie du etwas siehst, hörst, spürst und denkst, hat Auswirkung auf dich, auf dein Leben, auf deine Umgebung, auf uns eigenArtige Wesenheiten, halt einfach auf alles. Darum ist deine Wahrnehmung, gepaart mit deinen Wünschen, Ängsten und Absichten, der Stoff aus dem diese Welt besteht. Ich habe ein Horn und damit bin ich mit allem, was ist, verbunden. So, wie du. Ich kann damit zaubern!“

Ich habe aber kein Horn auf der Stirn! „Doch, hast du!“ Nein! Ich sehe jeden Tag mehrmals in den Spiegel und ich habe noch nie ein Horn gesehen. „Ja, weil du es nicht sehen willst!“ Du meinst, wenn ich genau wahrnehmen würde, dann würde ich merken, dass ich ein Einhorn bin?

„Wenn du genau wahrnimmst, würdest du merken, dass du natürlich kein Einhorn bist. Aber du würdest merken, dass du eine EinHornFrau bist.“

Und was ist der Unterschied?

„Du bist verbunden mit allem, was ist. Und nicht nur du, alle Lebewesen dieser Erde. Und die Erde wiederum mit uns und allen Planeten, dem ganzen Universum und immer so weiter. Verstehst du nun die Verantwortung, die ihr trägt?“

Hm. Ja, langsam spüre ich da so einen Funken, der mich irgendwie erinnert.

„Genau! Liebe schreibende und hörende EinHornFrau, wie schön, dass du da bist und dich an dieses Erinnern erinnerst!“ Die Pflanzenmuschel wackelte wieder ob der Freude der Einhornfrau. Und viele Funken tanzten aus der Muschel, so dass ich lachen musste.

„Schliesse mal die Augen“, forderte sie mich auf, “ atme und spüre den Rhythmus deines Herzens. Dann achtest du auf den Atem und den Rhythmus der Erde unter deinen Füssen, im Becken, auf dem du sitzt, bis du eine Melodie erklingen hörst. Es ist das Zusammenspiel mit deinem Herzen und der Erde, das dich nun ganz und gar erfüllt. Das ist Verbundenheit. Du kannst ihr vertrauen.“

Lange sass ich da und spürte und spürte und vergass die Zeit. Manchmal erfasste mich dieses Gefühl, das die Einhornfrau beschrieben hat, aber oft kamen mir meine Gedanken dazwischen. Ja, das mit dem Vertrauen ist so eine Sache, aber ich gebe nicht auf! Irgendwann öffnete ich die Augen. Es wurde schon langsam dunkel und ich fröstelte, es ist ja Herbst. Ich sass an meinem Weiher in einer Waldlichtung. Alles ist ruhig. Weit und breit keine Muschelpflanze mehr mit einer Einhornfrau drin.

Schade, sie sind fort, dabei wollte ich ihnen doch noch sagen, dass ich, wenn schon, denn schon, eine ZweiHornFrau bin. Ich habe zwei spiralförmige Hörner. Ich bin nämlich eine Widderfrau! Oh, vielleicht hat sie es gehört, wir sind ja verbunden!

Dankend und schmunzelnd kam ich leichten Fusses nach Hause. Ich hatte ein berührendes Erlebnis und war voller Vorfreude, dir davon zu berichten.

Und wenn du heute in den Spiegel schaust, nimm genau wahr, vielleicht siehst du ……..

Ich grüsse dich von Herzen fest aus den Welten, deren Winde uns Geschichten erzählen.

Iris

http://weltenwind.ch

Und noch etwas: Seit neuestem schreibe ich einen Newsletter. Auf meiner Website findest du die Anmeldung. Ich bin sicher, dass die Winde der Welten dir allerhand zu deinem Leben beitragen. Ich freue mich auf dein Dabeisein!

Himmel Blau

Das, dieses Blau, ist das Blau des Himmels, ohne Anfang und ohne Ende.

Ich könnte stundenlang in dieses Blau hineinschauen, mich darin verlieren.

Dabei habe ich diesen blauen Himmel zuerst gar nicht richtig wahrgenommen. Schon wahrgenommen, aber nicht richtig, richtig.

Ich bin die Wendeltreppe zum Dachbalkon hochgestiegen, immer noch ein wenig in den Träumen von der Nacht. In Ruhe Yoga machen und langsam in der Tagwelt ankommen, das ist mein Plan. So verschlafen wie ich bin, lege ich mich nochmals auf die Matte, decke mich mit einer schönen Decke zu und schliesse die Augen.

Ich geniesse die Morgenluft im Gesicht, lausche den Geräuschen des Waldes um mich herum und verdränge den rauschenden Pegel der Autos in der Ferne.

Ich atme tief ein und aus und schmunzle, weil ein Eichelhäher sein Lachen in den den Wald ruft. Guten Morgen auch dir! sage ich leise.

Das Pfeifen des Mäusebussards lässt mich die Augen öffnen. Wo bist du, du Raubvogel unseres Alltags? Fliegst du vielleicht gerade über meinen Platz?

Ich sehe ihn seine Kreise ziehen genau über mir und in genau diesem blauen Himmel.

Und wenn er nun immer höher fliegt, bis er als kleines Pünktchen im Himmel verschwindet?

Oh, das möchte ich auch! In Gedanken breite ich meine Flügel aus und drehe Kreise, so wie der Mäusebussard es mir vorgemacht hat. Da merke ich, dass ich zur Erde schaue, so wie es die Vögel beim Fliegen tun.

Es ist atemberaubend die ganze meine Welt von oben zu sehen. Ich jauchze über die Schönheit der Erde, ich erkenne aber auch mein Leben. Oje, was ich da alles zusammenwurstle! Nein, das ist jetzt nicht der Zeitpunkt zum Hinschauen.

Ich will mich in diesem Himmelblau verlieren!

Unsanft lande ich wieder auf meiner Matte auf dem Dachbalkon. Danke, du grosser Vogel, für deine Perspektive, ich sollte sie wohl öfter mal einnehmen, um mich aus meinem Gedankenkarussel zu befreien.

Nun aber öffne ich meine Augen ganz weit und schaue mich in diesem weiten Blau um. Da ist kein Anfang und kein Ende. Ich kann schauen und schauen und es hört einfach nie auf.

Wieder breite ich meine Arme aus, diesmal aber physisch. Ich möchte den Himmel umarmen. Ja, ich weiss, das geht nicht. Und doch, da ist das starke Bedürfnis, voll und ganz vom Himmel und seiner Farbe umhüllt zu sein.

Und dann…… passiert alles gleichzeitig.

Die Geräusche und der Lärm des Alltags, der Duft des Waldes und die Ausstrahlung der Bäume, der rauhe Balkonboden unter meinen ausgebreiteten Armen, mein Rücken schmiegt sich auf die weiche Yogamatte und die schöne Decke auf meinem Körper lässt die nackten Füsse hervorschauen und mein Gesicht spürt den Morgenwind.

Mein Geist und meine Seele werden weit, ganz weit und mein Gefühl sagt mir, dass ich ganz und gar vom Himmel und seiner Farbe eingehüllt bin.

Die Kraft des Himmels verstärkt meine Sinne, meine ganze Wahrnehmung. Ich bin im Himmel!

Ich habe mich im Himmel verloren und bin trotzdem mit der Erde verbunden. Ich spüre gleichzeitig die Unendlichkeit und die Endlichkeit. Mein Atem zeigt mir mein Dasein und die Verbundenheit. Das also ist der Himmel auf Erden!

Himmelblau. Himmel. Das Blau des Himmels ist unendlich und nicht nur himmelblau. Der Himmel, das Unversum ist unendlich mit einer stetigen Einladung, es wahrzunehmen, sich mit ihm zu befassen und zu verbinden. Zu spüren, dass man sich niemals darin verliern kann, weil wir ein Teil davon sind.

Die Orientierung in uns drin kennenzulernen und ihr immer mehr zu vertrauen, ist wohl eine genauso unendliche Aufgabe, wie das Himmel Blau…..

…….aber wir können sicher sein, da gibt es eine Ordnung, eine Kraft nicht aufzugeben. Fragen wir doch das Erden Grün!

Ich setze mich ein wenig zu ruckartig wieder auf, die schöne Decke wird schnell zur Seite geworfen, ich will keine Zeit verlieren….

…….ich eile nach unten, um mein Handy zu holen. Das muss in einem Foto festgehalten werden! Von diesem blauen Himmel möchte ich dir doch berichten! Was für ein Glück, wieder oben angekommen, ist er immer noch da…..

……willkommen im Hier und Jetzt!

Und herzliche Sommergrüsse für DICH in deine Zeit mit vielen schönen Stunden und freiem Himmel Blau…

……von der Wind- und Weltenfrau http://weltenwind.ch

Iris

weltenwind

So, nun ist es Zeit. Es ist Zeit, dir von den Weltenwinden zu erzählen.

Ach, wieder einmal purzelt in meinem Kopf alles durcheinander oder anders gesagt, alles will auf einmal gesagt sein. Das geht natürlich nur in der lebendigen Innenwelt, aber die Sprache verlangt ein Wort nach dem anderen.

Also, nochmals von vorn: ich berichte heute von meinem Atelier mit dem schönen Namen Weltenwind. Haha, lachst du, so heisst ja auch die Hompage, das weiss ich doch längst. Ja! Genau!

Und mein Atelier trägt den Namen nun für alle sichtbar an der grossen Schaufensterscheibe. Ich habe ihn selber spiegelverkehrt an das Fenster geschrieben: weltenwind.ch

Mein Atelier ist eigentlich ein kleiner Laden. Das habe ich mir immer schon gewünscht! Mein Arbeitstisch steht am Fenster und die ganze Aussenwelt inspiriert mich. Oft stehen die Leute still, schauen und manchmal kommen wir ins Gespräch, auch ohne Worte. Genauso habe ich mir das vorgestellt.

Ja, ich gebe es zu, oft male oder gestalte ich, was ich eigentlich sehr gern tue, an diesem Tisch nicht. Ich schaue, träume und lausche. Dann blicke ich hinauf zum Weltenwindschriftzug, dann weiter und immer weiter in den Himmel und fliege davon. Ich lasse mich von den Winden der Welten davontragen…… und dann, an einem sonnigen Tag passiert es: Weltenwind tanzt hinter dem Vorhang hervor und beginnt zu sprechen!

Haaallo! Hallo, haaallo ihr da draussen! Ich bins! Weltenwind!

Ich bringe Düfte, Klänge, Farben, Ideen und Projekte aus allen Richtungen dieser Erde mit. Und ich meine wirklich aus allen Richtungen, die man sich nur vorstellen kann. Da sind so viele Geschichten! Und ich erfinde sie nicht. Sie sind alle da und werden von den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, den Elementen, den Sternen und den Steinen geschrieben. Überall ist Leben drin. Und Leben will gelebt sein, sich zeigen. Jedes auf seine eigene Art und Weise. Und ich habe die Ehre, diese Geschichten in die Welt hinauszutragen. Ich möchte, dass sie Wirklichkeit werden!

Liebe Leute, nun habe ich ein Zuhause gefunden. Schaut! Da in diesem Laden. Hier arbeitet eine Frau mit einer rosaroten Nickelbrille. Ihre wachen Augen halten liebevoll Ausschau nach allem, was vorsichtig aus einem Versteck blinzelt und sich gleich wieder zurückziehen will.

Sie hat sehr viel Erfahrung und wunderbare Ideen, wie Schüchterne, Träumende, Suchende und Neugierige Vertrauen in ihre Gaben finden können. Sie kennt die Sprache der Winde aus den verschiedenen Welten. Die Menschen an ihre eigene Natur zu erinnern, ist ihr Wunsch und ihr Traum. Sie stellt sich nämlich immer wieder vor, wie die Welt aussehen würde, wenn alle das tun würden, was sie wirklich gut können, aus vollem Herzen und zum Wohle aller. Sie ist sicher, dass das eine einzigartige Symphonie wäre.

Ich bin Weltenwind und trage gerne auch deine Geschichte in diesen kleinen Atelierladen, auf dass du Freude an deiner Kreativität, deinen Gaben und Projekten erhältst. Schau nach, was dich auf http://weltenwind.ch anspricht und ich bin sicher, dass sich die Frau mit der rosaroten Nickelbrille über deinen Mut und dein Interesse freut, wenn du mit ihr Kontakt aufnimmst.

Ich bin Weltenwind und grüsse dich! Und noch etwas: Befreie deine Welten mit einer sanften Brise, es ist Zeit…….

Ich habe unterdessen meinen Kopf in meine Hände gestützt, schmunzle und bin verlegen und meine Wang(l)en glühen! Ich hätte nie gedacht, dass ich soviel Gutes über mich schreiben könnte. Ach, was sage ich da…. das war ja gar nicht ich, das war Weltenwind höchst persönlich! 😉

Ich grüsse dich voller Freude und von deiner Geschichte träumend!

Iris

http://weltenwind.ch

tabula rasa

Es braucht Mut, Altvertrautes wegzuräumen. Genauso wie ein Bild für einen Blog auszuwählen, das nicht einfach schön ist. Ich hätte so ein eindrückliches Mondbild von der Silvesternacht, aber es passt einfach nicht zu dem, was ich dir erzählen möchte. ….. tabula rasa……

Auf dem Bild siehst du meinen Arbeitstisch. Ich erkenne ihn selbst nicht wieder. Noch vor Kurzem war er übersät mit vertrauten Kleinigkeiten, die mich in meiner Arbeit unterstützten. Blätter, Stifte, Farben, Pinsel, ein kleiner Becher mit Wasser, (der manchmal umkippte), Leim, Schere, eine kleine Schlumpfine, Tonfiguren, Steine, Federn, Räucherwaren, Kerzen, Brillen, Bücher und – ganz wichtig – all die tausend Notizen, die dann irgendwie im Chrimschrams verschwanden….. und zwischen alledem nisteten sich ganz viel Staub und Brösmeli ein, ein echtes Biotop!

Platz für meinen Laptop gab es manchmal nicht. Dann schob ich mit ganz viel Feingefühl all die für mich sehr wertvollen Dinge beiseite. Und wenn ich dann schrieb und umherschaute, weil ich nachdenken musste, fanden meine Augen immer eine Ablenkung. Mein Altvertrautes machte mir Mut auch forsche E-Mails zu schreiben.

Und nun….. tabula rasa…… alles weg. Nur mein Weihnachtsgeschenk steht da. Ganz prominent. Ganz alleine posiert es auf meinem frisch geputzten und mit Autopolierwachs eingeriebenen, auf Hochglanz gebrachten altvertrauten Gartentisch meiner Oma. Da ist er wieder! Ich lade ihn aufs Neue wieder ein.

……. tabula rasa…..klingt einfach, ist es aber nicht. Es braucht ganz viel Liebe dazu. Es braucht diesen Mut wirklich zu lieben, um alles Vertraute und Verstaubte wegzuräunen. Ich habe mich von Altem verabschiedet, einiges im Silvesterfeuer verbrannt. Nur sehr wenige Gegenstände dürfen irgendwann zurück, weil sie zu meinem Herzensinventar gehören.

Wie dieses Mikrofon…… eine Einladung, mit meiner Stimme zu erzählen.

Da ist es wieder. Es braucht Mut. Mut die Liebe zu erkennen, sie tief in einem drin zu spüren, um ihr dann einen frischen, freien Raum zu schenken. Ich nehme genau diese Kraft in meine Hände, lege sie an meinen Hals, um meiner Stimme Vertrauen und Liebe zu schenken. Ich werde Mut brauchen, um dir zum nächsten Blog, am 3. Februar eine Aufnahme zu gestalten. Das Mikrofon steht da und schaut mich aufmunternd an, so als wüsste es um meinen alten, geheimen Traum.

Mein Bruder riet mir vor ein paar Tagen, ich solle an meinem Haus vier Räder anbringen, mein Auto davor spannen und losziehen…… das werde ich. Von diesem Schreibtisch aus. Anstatt Räder werden es Flügel sein, das Haus meine Stimme und das Auto….. dieses Mikrofon!

Ich bin selber ganz gespannt!

Nun bedanke mich bei dir. Du gehörst zu der kleinen, feinen Leser:innenschaft meines Blogs und bist für mich sehr wertvoll. Ich freue mich, dass du jeweils am 3. des Monats meinen Blog liest! Und ich freue mich über alle, die sich nach und nach dazugesellen.

Und wenn auch du mutig sein willst, freue ich mich, wenn du als kleines Zeichen deiner Freude, mir einen Stern schenkst oder gar einen Kommentar hinterlässt?

Wie auch immer du dich entscheidest, mein Herz schlägt für ein farben-, licht-, und liebevolles Jahr!

Übrigens, tabula rasa war im letzten Jahr. Jetzt geht es um einen Neuanfang, ein neuer Zauber darf voller Vertrauen unsere Arbeitstische beleben!

Ich grüsse dich von Herzen fest!

Iris

http://weltenwind.ch

Ah…….jetzt weiss ich warum dieses umwerfende Mondfoto auch mit in den Blog will: Für welchen schlummernden Traum räumst du einen Platz frei, auf dass er Wirklichkeit werde? Erzählst du es mir? Vielleicht kann ich dich dabei unterstützen? atelier@iriswangler.ch

Bis bald!

Herbstwasser

Es ist ein wunderschöner Herbsttag, genau so wie ich ihn liebe.

Das Herbstwasser kommt vom Himmel und hüllt mich ein. Es ist magisch. Es ist leicht dunkel und doch hell, denn das Herbstwasser lässt die Farben leuchten, die Erde duften und bringt mich zur Ruhe.

Ja, diese Ruhe! Manchmal sehne ich mich im Sommer genau danach.

Ich sitze am See. Jetzt, in dieser herbstlichen Atmosphäre,, höre ich, wie das Wasser eine andere Sprache spricht als im Sommer. Mir kommt es vor, als rufe es mir mit tiefer Stimme zu:

Ich bin das Herbstwasser und ich erzähle dir von der Tiefe des Lebens.

Lasse dich von der tanzenden Sonne auf mir zum Träumen verführen. Lasse dich von mir mitnehmen an Orte in dir drin, wo du sonst nicht hingehst. Ich zeige dir, wie es dort aussieht. Ich zeige dir, dass genau dort deine Schätze verborgen sind und auf dich warten. Komm lass dein Bild, das du von dir hast, los. Vertrau mir, ich bin schon seit Jahrtausenden begabt, Menschen zu ihren Schätzen zu führen. Sie liegen in der Tiefe deines Seins und jetzt im Herbst hast du die Gelegenheit einen Blick auf sie zu werfen, auf dass du dich immer daran erinnerst. Ihre Farben, ihre Klänge, ihre Düfte, sie sind ein Teil von dir und wollen gesehen werden..

Und dann, wenn du spürst, dass die Zeit reif ist, kennst du den Weg zu ihnen und du holst genau den Schatz aus deiner Tiefe, den du brauchst.

Ich bin das Herbstwasser und ich bin tief, dunkel, stürmisch und kalt. Aber lass dich von mir nicht täuschen oder abschrecken. Ich erzähle dir jetzt schon die Geschichte vom Frühling, wenn aus dieser Tiefe das Licht steigt, das da ausgeruht hat, um wieder mit neuer Kraft zu strahlen.

Und wenn du jetzt denkst du müsstest ein halbes Jahr warten, bis du dieses Licht wieder siehst, täuschst du dich abermals.

Frühling, Sommer Herbst und Winter kannst du innerhalb eines Tages erleben. Das wichtigste ist, DASS du sie alle erlebst, denn dann zeigt sich dein Leben in seiner ganzen Kraft und Schönheit und es gelingt dir, deine Schätze mit Leichtigkeit zu finden und……

…..dir und der Welt zu zeigen. Und alle, alle werden sich darüber freuen, denn sie sind echt!

Ich liebe den Herbst, er erzählt so wundersame Geschichten, dass ich mich frage, ob sie stimmen……

Draussen regnet es………Herbstwassergrüsse aus der gemütlich, warmen Stube!

Iris

Und wenn du mal Lust hast mit mir in die Natur zu gehen und noch mehr Herbstgeschichten zu hören, dann melde dich bei http://weltenwind.ch

Ein Flyer für mich

Einen Flyer für mich und meine Angebote zu kreieren. Das ist seit Tagen meine Absicht und eigentlich wollte ich ihn dir heute präsentieren. Natürlich fix und fertig und parat zum Verteilen.

Aaaaber erstens war ich untentschlossen, welches Bild meinen Flyer zieren soll und zweitens habe ich den Text gefühlte tausendmal geändert.

Da ich mir vorgenommen habe, dass ich dir jeweils am 3. des Monats etwas aus meiner Mary Poppinstasche zaubere, mein Flyer aber noch nicht druckfertig bereit ist, bekommst du jetzt meine Vorbereitung zu sehen.

Kennst du das, da sitzt man vor einer selbstgewählten Aufgabe und die Gedanken und Ideen machen sich selbständig. In meiner Fantasie beginnt es zu blühen, alles fühlt sich perfekt an und mein Flyer steht leuchtend vor mir. Dann schaue ich in die echte Welt und alles ist nur geträumt.

Nun, wie bringe ich Träume ins Leben? Wie erweckt man sie? Was kann ich tun, damit sie Wirklichkeit werden?

Zuerst einmal darf der Wunsch nach diesem Blühen einem ganz und gar erfassen. Er soll dich so sehr einnehmen, dass du schier platzt vor Freude und Ungeduld. Du willst es auf der Stelle einem sehr vertrauten, liebevollen Menschen erzählen!

Dann beginnt das physische Sammeln von Notitzen, Skizzen, Bildern, Texten, Liedern und anderen passenden und unpassenden Gegenständen. Und dann wird sortiert.

Mit einer Auswahl suchst du Verbündete und wirst im Austausch immer konkreter. Ja, ich gebe es zu, der Traum sieht nicht mehr gleich aus, wie in der ersten entrückten Phase. Aber er ist auf dem Weg Wirklichkeit zu werden und es ist immer noch DEIN Wunsch!

Und mit diesem Wunsch und all den Tools, die du gesammelt hast, geht es in den Rückzug und du gebierst Schritt für Schritt deinen Traum. Das braucht ganz viel Eigenliebe, Freude, Zeit, Mut, Vertrauen und spielerische Leichtigkeit. Ich schreibe das, weil mir genau das immer wieder abhanden kommt……….hm. Aber da sind ja die liebevollen Menschen, die Natur, die Musik oder was dir halt sonst so im Leben Kraft spendet und einem immer wieder daran erinnern und Mut machen.

Wenn dann nach allen Irrungen und Wirrungen, nach all den vielen Ja’s und Nein’s etwas Handfestes, Sicht- oder Hörbares, eine Idee,ein Projekt oder eben ein Flyer vor dir liegt, wird gefeiert! Zuerst alleine mit lauter Musik, wildem Tanz und schrägem Gesang.

Und daaaann wird deine Schöpfung mit Mut und Vertrauen in die Welt getragen….. und vielleicht hat es Menschen, die mitfeiern und sich vom Blühen dieser Idee inspiriert fühlen, wer weiss?!

Hier präsentiere ich dir meinen kleinen, aber feinen Flyer, der ein etwas zu prominentes Intro erhalten hat 😉 Ich freue mich für Ihn!

Nimmst du dir Zeit zum Lauschen?

Das Leben ist voller Herausforderungen und Pflichten.

Schenke dir eine kleine Auszeit und komm mit mir in die Natur. Wir lauschen ihren heilenden Klängen, ihrem Duft, ihrer Schönheit, ihren Jahreszeiten, ihrem Rhythmus.

Wir lassen uns von ihr berühren und werden still.

Atmen, zur Ruhe kommen, die Natur wahrnehmen ist ein Dankeschön an sie und ein Vertrauen schöpfen ins eigene Leben.

Sei mutig, komm und lausche, es ist wichtig!

Ich freue mich darauf, mit dir den Wind der Welten zu erleben. Darum schau auf meine Website, da warten noch andere Angebote auf dich, die zu deiner ureigenen Natur führen.

Bis bald!

Iris mit weltenwind.ch

Und jetzt mache ich mich mit meinem Flyer auf den Weg zur Druckerei…… Träume können nämlich wahr werden!

Nein ich bin kein Krokodil

Nein   ich finde dich nicht lustig.
Nein   ich höre dir nicht zu.
Nein   ich will nicht mit dir reden.

Ja   ich will allein sein.

Nein   ich geh nicht weg.
Nein   ich will niemanden sehn.
Nein   ich bin kein Krokodil.

Ja   ich bleib bei mir.

Nein   ich bin nicht immer wach.
Nein   ich schlafe nicht am Tag.
Nein   die Nacht ist nicht zum Schlafen da.

Ja   ich geniesse diese Stille.

Nein   ich verrate meine Träume nicht.
Nein   ich schau dir nicht in deine Augen.
Nein   ich traue diesen Worten nicht.

Ja   ich fühle weiter als zum Horizont.

Nein   ich suche nicht nach schönen Worten.
Nein   ich bin nicht lustig.
Nein   ich will dir nicht gefallen.

Ja   ich singe dir mein Lied.

Am liebsten möchte ich mein Neinsagenlied so stehen lassen.
Es hat mir Spass gemacht im Bad in mein Spiegelbild zu schauen und mit mir unbequem zu sprechen. Dabei wollte ich doch üben, JA zu mir zu sagen. Ich gebe zu, es ist mir gelungen, ich schmunzle immer noch….. JAAAA!

Bild

Ich habe ein Bild gemalt.

Nein, nicht dieses da oben. Ein anderes.

Ich habe drei Monate daran gearbeitet.
Nun ist es fertig, glaube ich. Ich schaue es immer wieder an und schon finde ich etwas, was ich noch verbessern oder verändern möchte.

Ja, dieses andere Bild ist nicht schön, sage ich, aber kraftvoll, sagen die Leute, die es gesehen haben. Es strahle Wärme aus, sehr speziell, die Frau da drauf, die hat einen Flügel als Arm? Malst du gerne in Symbolen? Ist das sprituell gemeint? Was sind das für Farben, die du da verwendest? Ist das nicht kompliziert? Sind das meine Fragen oder die der Betrachtenden?

Ich schaue in den Spiegel.
Ich sehe eine Frau, ich will es wissen.
Sie ist nicht mehr jung, sie ist im reifen, vollen Alter.
Sie strahlt Wärme aus und sie hat ……..
Kann das sein?
….. sie hat…. ein Arm ist…. nein, ich schaue meine Arme an, es sind einfach Arme, aber im Spiegel …..
Ich schaue genau hin, ich will es sehen.
Der linke Arm ist ein Flügel!
Sehr speziell, sage ich nur. Ich träume wohl und bleibe lange einfach stehen und schaue und staune und schaue und staune und schaue und ……

Da gibt es nichts zu verändern.
Das Gesicht erzählt vom Übergang in eine neue Zeit. Voller Kraft und Erntedank.
Der Körper steht ruhevoll da, aber das täuscht. Er ist bewegt von den erlebten Zeiten und er ruft nach Aufbruch, nach Tanzen, nach Fliegen, nach Freisein!
Einen Flügel habe ich ja schon, der zweite wird wohl auch wachsen im Laufe der Jahre in mein reifes Alter.

Da beginnt die Frau im Spiegel zu strahlen.
Sie erkennt ihre Kraft. Sturmerprobt und liebesbewusst. Sie weiss um das Träumen in ihr und die Farben und Melodien, in denen es sich zeigt.

Ich schliesse die Augen, beginne leise und unsicher, dann immer lauter Laute zu singen und mich zu drehen. Mein Herz schlägt laut.

Ich habe zwei Arme und keine Flügel.
Das Titelbild hat nichts mit meiner Erzählung zu tun. Oder doch?

Es ist nicht gefällig, sage ich, er strahlt Wärme aus, sagen die Leute.

Ob er Flügel hat?

Eine kleine wahre Geschichte

Ich möchte dir von einem Erlebnis erzählen. Es ist nichts Grosses, ganz klein und doch sehr nachhaltig, für mich:

Vor ein paar Tagen stapfe ich durch den Wald, über Wiesen, kleinen Wegen entlang oder suche mir, was ich am liebsten tue, eigene Wege grad so, wie es mir gefällt.

Planlos, ziellos, träumend und die Zeit vergessend.

Oft lehne ich mich an einen Baum und lasse mir den Rücken stärken, meine Wurzeln verbinden sich tanzend mit denen vom Baum, dann warte ich, bis es mir in den Händen und auf dem Kopf kribbelt und ich mich zum Himmel mit einem tiefen Atemzug ausdehne. Aber diesmal……

Ich lehne mich also an eine dicke Tanne, deren Wurzeln mit Moos überwachsen sind und die aussehen wie eine grüne Hand, die sich am Waldboden festhält und deren Finger sich im Innern der Erde im Gewirr von Wurzeln verlieren.
Ich möchte es mir gemütlich machen, da bekomme ich das Gefühl, als wolle mich der Baum wegschubsen. Ich drehe mich um und frage mich (oder den Baum?), was da los ist.

Habe ich geträumt?

Ich lehne mich nochmals wohlig an den Stamm. Doch, da ist es wieder! Ich kann es kaum glauben. Dann stehe ich halt selber mitten in den Wald!

Mit ein paar Schritten stelle ich mich zwischen die Bäume und jetzt, wo ich mich so trotzig umschaue, verstehe ich die Botschaft:

– ich soll mich jetzt nicht anlehnen
– ich kann selber stehen
– ich bin trotzdem verbunden und nicht allein

• mit meinen Wurzeln mit denen der Bäume und mit ihnen um die ganze Welt
• mit meinem Geist mit den Kronen der Nachbarsbäume und mit ihnen mit dem ganzen Himmel
• mit meinem Körper mit den Elementen und meinem Sein und so auch mit allem Leben – mit dir!

Staunend stehe ich da und bebe vor Freude über diese Kraft, die mich erfasst, die Arme ausgebreitet wie ein Baum.

Unterdessen sitze ich an meinem Schreibtisch und erzähle dir mit Herzklopfen meine kleine, wahre Geschichte, da habe ich eine Idee.

Wenn du dich nun hinstellst, egal wo, deine Wurzeln, deine Krone, dein So-sein spürst und über dich staunst, was möchtest du dann von dir gerne zeigen? Schlummert vielleicht in deinem Köcher seit kurzer oder geraumer Zeit
– ein Lied?
– ein Bild?
– eine Photographie?
– eine Eigenkomposition?
– ein Gedicht?
– eine kleine, wahre Geschichte?
– ……………..
– ……………..

Ich möchte dich ermuntern, dich zu zeigen. Schicke mir deinen Text, dein Lied, dein Bild, dein Stück genau so unperfekt und experimentell, einfach so, wie es eben gerade ist und ich veröffentliche es mit etwas Glück auf meinem Blog und so geht es in die ganze Welt hinaus.

Ich werde hinter der Trommel sitzen und deinem So-Sein-Ausdruck Resonanz schenken, deinen Mut feiern und mich freuen, dass es dich gibt! Ein Baum unter vielen, aber eigenständig, eigenwillig, wunderschön und verbunden, mit allem, was ist.

iris@hinterdertrommel.ch

Was für ein Fest!

Ich freue mich!

Morgendämmerung

Weisst du, worüber ich immer wieder staune?

Wie aus dem Dunkel der Nacht ein leichtes Grau entsteht,
aus dem wiederum die Farben des neuen Tages geboren werden.
Es ist immer wieder eine Überraschung,
welche sich dann zeigen!

Am Morgen wirkt alles so zart,
die Vögel, Geräusche erzählen vom neuen Tag.
Wie er wohl werden wird?
Was hält er für Geschenke bereit?
Und werde ich sie als solche erkennen,
sie annehmen
und mich dafür bedanken,
auch wenn sie nicht so sind,
wie ich sie mir vorgestellt habe?

Und setze ich mich dafür ein,
mich meinem Leben zu schenken,
ganz und gar?
Und so meine Umwelt, mich,
ja vielleicht sogar das ganze Universum
zum Staunen zu bringen?

Allmählich wird es Abend. Langsam verblassen die Farben wieder. Die Nacht finden und ruhen. Die Fülle des Tages mit Träumen fliegen lassen, in der Geborgenheit der Seele.

Bedingungslos lieben………….

Die Morgendämmerung enthält die Kraft, dies mit Mut und Überzeugung in den neuen Tag zu tragen.

Die Liebe zu leben und zu schenken,
Liebe zu sein!
Auf dass es heute
mit Leichtigkeit und Freude
gelingen möge………