
Was?! Was soll das?
Ich, ich zittere immer noch, wenn ich nur schon daran denke, geschweige denn wenn ich es sehe. Ich habe eine heilige Kuh angemalt.
Was?!
Ich habe voller Überzeugung und mit freudigem Veränderungswillen etwas Unantastbares verändert. Und jetzt…… sitze ich da und schaue mein Werk an. Es sieht einfach supergut und mega genial aus! Ach, ich möchte am liebsten noch mehr solche mega Wörter anhängen, nur um zu zeigen, wie wie mutig ich war.
Ja, ich habe etwas Unausgesprochenes in die Hände genommen und laut ausgesprochen. Natürlich nicht einfach kopfschüttelnd empört, wütend laut oder leise voller Angst. Nein, ich habe mir ein Herz gefasst und es verändert. Mit meinen Ideen und meiner gestaltenden Kraft.

Was?!
Das wollte ich schon lange. Seit unendlich vielen Jahren zog sich jedesmal mein Herz zusammen, wenn ich es gesehen habe. Und das war jedesmal dann, wenn ich in diesem Haus hier in den Ferien war.
Was?!
Ja! Da hat es eine Ecke, da stehen seit je her zwei Betten, steif und starr und versperrten den Weg. Man fühlt sich von diesem Haus eingeladen, sich zu bewegen, aber wenn man an diesen Betten vorbei wollte, musste man sich daran vorbeidrücken oder Schwenktüren versperrten den Durchgang, weil jemand da schlief. Der ganze Lebensfluss, ja die Musik wurde jedesmal einfach unterbrochen, wegen diesen Betten und den metallenen Schwenktüren. Und alle nickten fromm und waren damit einverstanden. Nur ich fand es absolut schlimm!
Und nun sind diese Betten weg. Eigenhändig alles rausgezimmert.
Was??!!
Ja, sind sind weg und es fühlt sich sosososo wunderbar an! Die Luft, die Stimmung, die Lebensgeister haben nun freien Lauf. Das alte Sofa steht nun in dieser Ecke und lädt zum Verweilen ein. Das Herz, MEIN Herz geht auf, es hat Raum bekommen. Es kann fliegen oder sich gemütlich im Sofa verkrümeln.
Nun kommt das Tüpfelchen aufs i…. diese schweren Schwenktüren……ich habe die eine bemalt. Es ist nun eine Art Leinwand zu sehen, auf die man bequem einen Film oder Fotos projizieren kann…. endlich, endlich wird es in diesem Ferienhaus gemütlich. Endlich kann dieses Ferienhaus aufatmen, denn es hat keine toten Ecken mehr. Ich spüre förmlich, wie es vor Freude über diese Befreiung mittanzt.

Ich zittere immer noch, ich habs getan. Ich habe alte, in Stein gemeisselte Muster angefasst, verändert und bemalt und es hat Mut gekostet. Aber nun sind alle frei. Die Kuh, die Herzen, die Familie und ich!
Was für ein Glück!

Vielleicht habe ich dir Mut gemacht mit einer gewissen Leichtigkeit, ja sogar mit einem Schmunzeln, das Alte ehrenderweise neu zu gestalten. Versuch es! Gerne begleite ich dich dabei. Mit den Weltenwinden in den Segeln, bist du nicht allein. Melde dich bei mir! http://weltenwind.ch
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Bis bald!
Iris

Die Bildausschnitte sind von einem Bild des verstorbenen Schweizer Kunstmalers Peter Dietschi. Ich kenne es seit meiner Kindheit. Ich werde es so ehren, wie es ist. Nicht alles Alte muss verändert werden. Im Gegenteil, ich danke dafür!
Ein Experiment

E x p e r i m e n t
Je öfter ich dieses Wort sage, desto neugieriger werde ich:
E x p e r i m e n t ! E x p e r i m e n t! E x p e r i m e n t!
Versuch es auch einmal! Lass dich auf diesen Wortklang ein, forsche und lasse ihn wirken. Gib dich ihm hin, lass ihn wieder fallen und schon nimmst du ihn wieder auf, weil er fasziniert.
e x p e r i m e n t e x p e r i m e n t e x p e r i m e n t
Schickst du ihn fort, oder versuchst ihn zu vergessen, steht er im nächsten Augenblick wieder da und schon bist du aufgerufen, dich zu bekennen …….. nämlich zu einer richtigen Forschungsreise.
Und? Sag! Was hast du die ganze Zeit gemacht? Genau!
Mit dem Leben experimentiert?
Von einer Erkenntnis zur anderen gehüpft, die ganze Unperfektion versucht in Zusammenhänge zu bringen, auf der Welle des kurzen Glücks geritten, mit einer Hand über den Augen Ausschau gehalten nach der nächsten ……….. Welle? Immer in der Hoffnung die nächste, die nächste ist die beste, genialste, herzerfüllendste …….. Welle?
Doch was ist mit dem Moment? Mit dem Jetzt? Gilt ein Experiment nicht vor allem dem Moment? Wie forsche ich nach dem, was mich ausmacht? Brauche ich dazu etwas, das ausserhalb von mir ist? Was gehört zu mir? Was ist aussen, was ist innen? Wage ich es, mich auf das Experiment Leben einzulassen? Wage ich es, den Rhythmus meines Lebens zu akzeptieren und mit ihm zu atmen? Jetzt? Wie erkenne ich mein Leben? Wie erkenne ich, dass ich am Leben bin? Wie erkenne ich, dass ich Leben bin?
Ich habe verloren, ich habe geforscht, ich habe entdeckt, ich habe gezittert, ich habe geweint, ich habe geboren, ich habe frohlockt – ich habe experimentiert……
…….. entstanden ist ein Bild, gemalt während den letzten aufwühlenden Mondzyklen. In regem Austausch mit Grossmutter Erde:
atmen
riechen
lauschen
horchen
mich preisgeben
mich hingeben
an die unendliche Fülle
und immense Kraft und Schönheit unseres Planeten
im Mehrklang mit dem Universum
Mich nähren lassen von diesem Moment, ja! genau diesem meinem Leben, das ich jetzt erlebe. Frieden finden mit all dem Unperfekten und Schmerzhaften. Erkennen, dass genau da die Vollkommenheit liegt. Die Gewissheit erfahren, dass tief, tief unter vielen Schichten verborgen in uns allen ein Licht immer klingt, das weit über uns hinaus leuchtet ……….

Die Musik in meiner kleinen Filmbildgeschichte stammt von einem geheimnisvollen Forschergeist. Eine Improvisation, geschenkt bekommen vor langer Zeit von Andreas Kohl (pianolumine.de). Ein herzliches DANKE, Andreas!
Ich habe es geschafft herauszufinden, wie ich die Musik mit meinem Handy abspielen und gleichzeitig filmen kann. Ein E x p e r i m e n t !
Ja, unperfekt, aber ich jauchze vor Freude es dir zu zeigen…… da!

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