Augen-Blick

Habe ich etwas von „zart“ gesagt?
„Wild“ trifft eher zu. Wild? Wild. Im Sinne von naturbelassen, aus der Natur, ganz unverbraucht, nicht irgendwie zurecht gebogen.

Wenn ich mich mitten in ein verwildertes Gartenbeet setze, so zwischen den Bäumen im Wald umherstreune, mich in meinem von vielen Alltagen geprägten und etwas überfüllten Haushalt umschaue, kommt es mir vor, als würde ich in meine Augen schauen.
Ganz physisch.

Ich klebe meine Nase fast an den Spiegel und erforsche meine Augen.
Da hat es einen schwarzen Punkt. In der Mitte zwar, aber selten ruhig. Darum herum ein wildes Durcheinander von Farben. Ich gebe es zu, eigentlich sind sie braun, aber so nah ……… ich bin fasziniert. Ja, überwältigt von so viel unverbrauchter und nicht irgendwie zurechtgebogener Wildheit. Ich traue mich fast nicht es zu sagen ……… ich sehe da Schönheit!

Und wenn es stimmt, was ich sonst noch von mir im Spiegel sehe, trete ich nur einen Schritt zurück, bringe ich diese Kritikerin zum Schweigen. Ich muss mir nur ganz und gar in die Augen schauen.

Da, in der Mitte ist es still, bebend und lebendig. Da ist es wahr. Zum Aufatmen schön.
Gut, ist dieser Raum da.

Es kann um mich herum stürmen oder ich mir mit meinem Verstand das Leben schwer machen, es gibt da einen Augen-Blick.

Ich verrate dir nun ein altbekanntes Geheimnis:
In die eigenen Augen zu schauen ist ja schon ein Wunder, aber erforschst du einmal die Augen eines Gegenübers, dahaan …….

…… geht die Sonne im Norden auf und du erblickst eine neue Welt!

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